Der Dorpskotten war ein Schleifkotten im Solinger Stadtteil Wald. Er wurde bereits vor 1939 abgerissen. Heute liegt der Ort brach, teilweise wurde er durch das Regenrückhaltebecken Dorpskotten überbaut.

Geographie Die Wüstung Dorpskotten befindet sich in einer Talsohle des Lochbachtals im Grenzgebiet zwischen Wald, Mitte und Merscheid. Der Kotten befand sich an der nördlichen Uferseite des Lochbachs südlich der Schloßstraße und östlich der Wohnsiedlung an der Egmontstraße. Auf dem Höhenrücken im Süden befindet sich die Hofschaft Höhe. Im Osten liegen Büschberg, die Scheider Mühle und das Dültgenstal. Im Norden befinden sich der evangelische Friedhof Wiedenkamper Straße sowie Mummenscheid.

Etymologie Der Dorpskotten hat seinen Namen von seinem Erbauer, P. Wilhelm Dorp.

Geschichte Am 21. März 1854 beantragte P. Wilhelm Dorp, der bereits Eigentümer der angrenzenden Scheider Mühle und des Locher Kottens war, bei der Stadt Wald den Neubau eines weiteren Kottens zwischen den beiden vorgenannten Orten im Lochbachtal. Die Konzession erteilte Bürgermeister Hammesfahr am 4. Oktober 1854. In der Topographischen Karte des Regierungsbezirks Düsseldorf von 1871 ist der Kotten hingegen nicht verzeichnet.Topographische Karte des Regierungsbezirks Düsseldorf. Entworfen und ausgeführt nach den Katastral-Aufnahmen und den denselben zum Grunde liegenden und sonstigen trigonometrischen Arbeiten durch den kgl. Regierungssekretär W. Werner. Hrsg. von dem kgl. Regierungssekretär F. W. Grube. 4. rev. Auflage / Verlag von A. Bagel in Wesel, 1859 / Ddf., 17. Dez. 1870. J. Emmerich, Landbaumeister. - Nach den ministeriellen Abänderungen berichtigt. Ddf. d. 1. Sept. 1871. Bruns. Der Ort gehörte zur Bürgermeisterei Wald innerhalb des preußischen Kreises Solingen.

Im Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland von 1888 werden für Dorpskotten zwei Wohnhäuser mit sieben Einwohnern angegeben.Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1885 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Band XII), Berlin 1888. 1895 besaß der Ortsteil ebenfalls zwei Wohnhäuser mit sieben Einwohnern,Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1895 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Band XII), Berlin 1897. 1905 werden ein Wohnhaus und drei Einwohner angegeben.Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1905 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Band XII), Berlin 1909.

Mit der Städtevereinigung zu Groß-Solingen im Jahre 1929 wurde der Dorpskotten ein Teil Solingens. Bereits vor 1939 wurde der Kotten niedergelegt. An seiner Stelle entstanden die Betriebsgebäude der Firma Lauterjung, die dort industriell tätig wurde. Vor 1990 wurden auch die Gebäude der Firma Lauterjung abgerissen. Zwischen Juli 2003 und Juli 2003 entstand auf dem Areal durch die Entsorgungsbetriebe Solingen das Regenrückhaltebecken Dorpskotten.

Quellen

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