Vultureni () ist eine Gemeinde im Kreis Cluj in der Region Siebenbürgen in Rumänien.
Geographische Lage miniatur|links|Lage von Vultureni im Kreis Cluj Die Gemeinde Vultureni liegt im Somesch-Hochland (Podișul Someșan), im Westen des Siebenbürgischen Beckens. Der Ort Vultureni liegt am Bach Borșa – ein linker Nebenfluss des Someșul Mic – und an der Kreisstraße (Drum județean) DJ 109 etwa 30 Kilometer nördlich von der Kreishauptstadt Cluj-Napoca (Klausenburg) entfernt.
Die Gemeinde Vultureni liegt auf einer Fläche von etwa 7000 Hektar hügligen Landschaft, wobei der höchste Berg der Gemeinde, der so genannte Grecea (), auf dem Areal des eingemeindeten Dorfes Băbuțiu (ung. Babuc) sich befindet.Angaben auf der Webdarstellung der Gemeinde, abgerufen am 14. März 2017 (rumänisch).
Geschichte Der Ort des heutigen Gemeindezentrums wurde erstmals 1314 urkundlich erwähnt. Im 14. Jahrhundert war dieser unter der Bezeichnung Biszó () und im 16. Jahrhundert Magyarújfalu bekannt. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts siedelten sich hier die ungarischen Kleinadligen Ferenczi, Koncz und Monsa an.Heinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2.
Archäologische Funde die auf eine Besiedlung der Region bis in die Jungsteinzeit deuten, wurden nach Angaben von M. Roska auf dem Areal des eingemeindeten Dorfes Bădești (ung. Bádoky), auf dem von den Einheimischen genannten Berg Boroș (ung. Boroshegy), gemacht.Repertoriul Arheologic al României – Bădești, abgerufen am 18. August 2023 (rumänisch). Bei archäologischen Grabungen in Băbuțiu wurden am Berg Grecea bei Șanțul Grecilor (Graben der Griechen/Griechengraben) eine Siedlung des 5. oder 6. Jahrhunderts; mehrere in Șoimeni (früher Ginteu; ung. Sólyomkő) bei Piatra Șoimilor und am Bach Fancica bei La Cruce Siedlungen der Frühgeschichte gefunden.Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2015 aktualisiert (rumänisch; PDF; 12,7 MB)
Im Königreich Ungarn gehörte die heutige Gemeinde dem Stuhlbezirk Kolozsvár im Komitat Klausenburg, anschließend dem historischen Kreis Cluj und ab 1950 dem heutigen Kreis Cluj an.
Bevölkerung Die Bevölkerung der Gemeinde entwickelte sich wie folgt: VolkszählungVarga E. Árpád: Volkszählungen 1850–2002 bei kia.hu, letzte Aktualisierung am 2. November 2008 (PDF; 1 MB; ungarisch). Ethnie Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche Andere 1850 3021 2116 768 - 137 1890 3528 2511 918 10 89 1941 4863 3786 943 - 134 1977 3124 2692 423 - 9 2002 1568 1328 184 - 56 2011 1516 1217 166 - 133 (91 Roma) 2021 1535 1200 108 2 225 (94 Roma) Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde die höchste Einwohnerzahl und gleichzeitig die der Rumänen 1941 ermittelt. Die höchste Bevölkerungszahl der Magyaren (970) wurde 1910, die der Roma (104) 1850 und die der Rumäniendeutschen wurde 1890 registriert. Des Weiteren bekannten sich 1941 zwei Einwohner als Ukrainer.
Sehenswürdigkeiten Die reformierte Kirche in Bădești, im 13. Jahrhundert errichtet im 18. Jahrhundert erneuert, stehen unter Denkmalschutz. In Chidea (ung. Kide) die reformierte Kirche im 13. Jahrhundert errichtet, die Holzkirche Sf. Gheorghe 1761 errichtet, die Kirche Sf. Ioan Nepomuk 1766 und die unitarische Kirche 1902 errichtet, stehen unter Denkmalschutz. In Șoimeni die Szabo Mühle, 1750 errichtet, steht unter Denkmalschutz.
Persönlichkeit
Ion Mureșan (* 1955), DichterAngaben zu Ion Mureșan bei poezie.ro abgerufen am 5. März 2017 (rumänisch)
Weblinks
Vultureni bei ghidulprimariilor.ro
Einzelnachweise
Kategorie:Ersterwähnung 1314