Wiedergeburt () ist eine nationalistische, rechtsextreme, pro-russische und populistische politische Partei in Bulgarien, die im August 2014 gegründet wurde. Ihr Vorsitzender ist Kostadin Kostadinow.

Programm und Positionen Die Partei kritisiert die im Zuge der COVID-19-Pandemie in Bulgarien von der Regierung getroffenen Maßnahmen und initiierte im Januar 2022 eine Demonstration gegen die Impfpolitik, in deren Verlauf einige Demonstranten das Parlament zu stürmen versuchten.Sofia: Impfgegner wollten Parlament stürmen. In: zdf.de. 12. Januar 2022. Abgerufen am 12. Januar 2022. Ebenfalls beteiligten sich Parteianhänger wiederholt an Protesten gegen die Beteiligung Bulgariens an der NATO-geführten Unterstützung der Ukraine im Zuge des russischen Überfalls 2022 und solidarisierten sich durch „Z“-Symbole mit Russland.Affront gegen USA: "Nato raus"-Demo bei Lloyd Austins Sofia-Besuch. Euronews, 19. März 2022, abgerufen am 11. Mai 2022.Ukraine-Krieg: Protest in Sofia gegen Militärhilfe für Ukraine. Radio Bulgarien, 6. April 2022, abgerufen am 11. Mai 2022.Protest und Kundgebungskonzert haben das Zentrum von Sofia blockiert . Radio Bulgarien, 11. Mai 2022, abgerufen am 11. Mai 2022.

Im Zuge der gestiegenen Inflation, geschuldet dem Anstieg der Nahrungsmittel- und Energiepreise infolge des Russlandfeldzugs in der Ukraine, sprach sich „Wiedergeburt“ gegen die Einführung des Euro aus. Sie begründete dies mit einer dadurch zusätzlich zu erwartenden Teuerungsrate und sprach sich für ein unabhängiges Bulgarien mit eigenständiger Währung aus. Dabei wird ausgeblendet, dass sich Bulgarien seit der politischen und wirtschaftlichen Krise während der Regierung von Schan Widenow Ende der 1990er (siehe Geschichte Bulgariens) in einem Currency Board befindet und der Bulgarische Lew an den Euro und somit die bulgarische Währungspolitik an diejenige der EZB bereits fest gekoppelt sind.„Wasraschdane“: Unser Ziel ist es, Bulgarien selbständig zu regieren. In: Radio Bulgarien. 15. November 2021. Abgerufen am 12. Januar 2022. Ein Referendum gegen den Euro wurde vom bulgarischen Verfassungsgericht bereits abgelehnt.

Im Mai 2023 bewarfen Mitglieder der Partei das Gebäude der Vertretung der Europäischen Kommission in Sofia und des Präsidiums des Europäischen Parlaments mit Farbe. Im Juni 2023 störten Mitglieder der Partei in mehreren Städten die Vorführung des Films Close. Im Februar 2025 gab es eine weitere Attacke auf das Gebäude der Vertretung der Europäischen Kommission und einen versuchten Brandanschlag, nachdem Konstadinow mit einem Brandanschlag gedroht hatte. Zuvor hatte die Partei vor der bulgarischen Nationalbank (BNB) protestiert.

Bei einer Pressekonferenz ließ der Parteivorsitzende ihm unliebsame Medienvertreter entfernen. Er wurde von der Ukraine mit einem Einreiseverbot belegt, weil er von dieser der Spionage für Russland bezichtigt wird. Der Abgeordnete Emil Jankow drohte damit, politische Gegner in das frühere Arbeitslager Belene zu sperren.

Im April schloss die Partei ein Abkommen über eine Zusammenarbeit und gleichberechtigte Partnerschaft der russischen Regierungspartei „Einiges Russland“.

Führung Kostadin Kostadinow – Vorsitzender Welislaw Christow – Vizepräsident Petar Petrow – Vizepräsident Tsontscho Ganew – Vizepräsident Nikolaj Drentschew – Sekretär

Wahlen + Wahlergebnisse Jahr Wahl Stimmenanteil Sitze 2017 Parlamentswahl 2017 1,08 % 2019 Europawahl 2019 1,04 % 2021 Parlamentswahl April 2021 2,41 % Parlamentswahl Juli 2021 2,97 % Parlamentswahl November 2021 4,86 % 2022 Parlamentswahl 2022 10,17 % 2023 Parlamentswahl 2023 14,15 % 2024 Europawahl 2024 13,98 % Parlamentswahl Juni 2024 13,78 % Parlamentswahl Oktober 2024 13,36 % 2026 Parlamentswahl 2026 4,26 %

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Offizielle Website

Einzelnachweise

Kategorie:Partei (Bulgarien) Kategorie:Nationalistische Partei Kategorie:Rechtsextreme Partei Kategorie:Parteigründung 2014