Die Bildungszentren des Baugewerbes e.V. (BZB)Bildungszentren des Baugewerbes e.V. (BZB) sind ein Bildungsdienstleister für die Bauwirtschaft in Nordrhein-Westfalen. Der Hauptstandort befindet sich in Krefeld, zwei weitere Zentren befinden sich in Wesel und Düsseldorf. Die BZB zählen mit mehr als 1.000 Lehrlingen zu den größten Bau-Ausbildungszentren in Deutschland. Ihre Geschäftsbereiche reichen von der Lehrlingsausbildung, Weiterbildung, Berufsorientierung bis zu Qualifizierungsmaßnahmen.

Geschichte Die BZB wurden 1979 durch die Innungen des Baugewerbes im Regierungsbezirk Düsseldorf gegründet. 1984 wurden die Zentren in Krefeld, Düsseldorf und Wesel eingeweiht. 1990 wurden für einige Jahre Zentren in Oberhausen und Essen eröffnet und 1992 entstand ein Zentrum in Duisburg, welches 2013 in eine Außenstelle des Krefelder Zentrums umgewandelt wurde und 2018 geschlossen wurde. Seit 1985 bieten die BZB Umschulungen und Qualifizierungsmaßnahmen an. Seit 1988 sind sie zudem in der beruflichen Weiterbildung tätig. In den 1990er Jahren etablierten sie sich auch in der internationalen Bildungsarbeit. Bis 2025 engagierten sich die BZB im nationalen und internationalen Projektgeschäft und beteiligten sich an Bildungsnetzwerken.

Geschäftsführer der BZB war bis 2011 Frank Pawlik. Seither ist es Thomas Murauer. Von den Mitgliedern gewählter Vorstandsvorsitzender ist Johannes Schmitz.

Organisationsstruktur Die Bildungszentren des Baugewerbes (BZB) sind ein eingetragener Verein mit Hauptsitz in Krefeld. Zwei weitere Standorte sind in Wesel und Düsseldorf ansässig.

Die BZB sind in drei operative Bereiche untergliedert:

Ausbildung und pädagogische Maßnahmen Weiterbildung Finanzen, Personal und Interne Dienste

Für die Unterbringung der Auszubildenden während der Ausbildungsphasen ist dem BZB Krefeld ein Gästehaus angegliedert. Zudem sind am Standort Krefeld die Stabsabteilungen Marketing und IT ansässig.

Leistungen

Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung Die BZB sind in der Stufenausbildung Bau als Unterweiser der Baulehrlinge tätig. Unterweisung wird für die Berufe Maurer, Beton- und Stahlbetonbauer, Zimmerer, Stuckateur, Fliesen-, Platten- und Mosaikleger, Estrichleger, WKS-Isolierer, Trockenbaumonteur, Straßenbauer, Kanalbauer, Holz- und Bautenschützer. Am Standort Wesel werden zudem die Dachdecker unterwiesen, in Düsseldorf die Bauzeichner und Feuerwehren. Zudem erfolgt die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung von Straßenwärtern.

Weiterbildung Neben der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung bieten die BZB Seminare und Lehrgänge in folgenden Baubereichen an: Meisterschulen und Polierlehrgänge; Betoninstandhaltung und Abdichtung; Kanalbau und Kanalinstandhaltung; Brandschutz; Digitalisierung; Umwelttechnik und Arbeitssicherheit; Dach und Fassade. Zudem werden Schulungen in Management und Recht angeboten.

Lehrgänge und Seminare können auch als Inhouse-Veranstaltungen gebucht werden. Des Weiteren bieten die BZB die Entwicklung neuer, auf einen spezifischen Weiterbildungsbedarf abgestimmte Seminare und Veranstaltungsreihen an.

Beratungsangebot für Arbeitssuchende und Flüchtlinge Arbeitssuchende erhalten bei den BZB Beratungsangebote zu den Möglichkeiten des Arbeitseinstiegs im Baugewerbe mittels modularer Qualifizierungen (TQ) und Umschulungen. Zusätzlich führen die BZB verschiedene Maßnahmen zur beruflichen Orientierung in das deutsche Beschäftigungssystem durch.

Berufsfelderkundung für Jugendliche Die BZB bieten etablierte Einstiegsinstrumente der Berufsorientierung für Schülerinnen und Schüler zu Beginn ihrer systematischen Berufs- und Studienorientierung an. Stärken- und handlungsorientierte Testverfahren, sollen Jugendlichen die Möglichkeit geben, ihre Potenziale unabhängig von geschlechtsspezifischen Rollenerwartungen zu erkunden. Die schulbegleitenden Berufsfelderkundungen bieten Praxiseinblicke in verschiedene Berufsbilder.

Weblinks https://www.bzb.de/

Einzelnachweise

Kategorie:Bildungseinrichtung der Erwachsenenbildung in Nordrhein-Westfalen Kategorie:Berufsbildung in Deutschland Kategorie:Bildungseinrichtungsgründung 1979