Heining ist eine Gemarkung in der Stadt Laufen im oberbayerischen Landkreis Berchtesgadener Land. Bis Jahresende 1969 bestand die Gemeinde Heining im damaligen Landkreis Laufen.

Geografie Die Gemeinde lag im östlichen Rupertiwinkel auf einer Höhe von etwa 405 bis . Die Gegend ist geprägt durch nacheiszeitlich entstandene Kiesböden, die die östlich nahe dem Ortsgebiet fließende Salzach als Geschiebe beim Abschmelzen des Salzachgletschers herangefördert hat. Südlich des ehemaligen Gemeindegebietes liegt der Abtsdorfer See, der in einer Schürfungsmulde des Gletschers gelegen, ebenfalls nacheiszeitlicher Entstehung ist.

mini|hochkant|Haining auf Karte des 18. Jahrhunderts miniatur|209x209px|links|Das ehemalige Gemeindegebiet auf einer Karte aus dem Jahr 1879. (Original und Bearbeitung Stadtarchiv Laufen)

Ortsteile Abtsee, Arzenpoint, Daring, Fisching, Gastag, Haiden, Kletzling, Lepperding, Moosham, Niederheining, Oberhaslach, Oberheining, Seebad, Seethal, Steinbach, Thannberg, Thannhausen, Unterhaslach, Wiedmannsfelden

Geschichte Die Gegend war bereits in der Kupfersteinzeit von Menschen begangen, wie einzelne Lesefunde belegen. Zur Zeit der Kelten wurde die Salzach zu einem wichtigen Handelsweg des namensstiftenden Salzfernhandels. Zwischen Niederheining und Daring befinden sich Grabhügel mit Bestattungen aus der Hallstattzeit und der römischen Kaiserzeit. Urkundliche Ersterwähnungen datieren aus der karolingischen Zeit und die dörflichen Ansiedlungen entstanden in der Zeit der Salier. Bis ins 18. Jahrhundert hinein war die übliche Schreibweise der Ortsnamens Haining (siehe Karte). Erst nach dem bayerischen Gemeindeedikt setzte sich das heute gebräuchliche Heining durch.

Das bayerische Urkataster zeigt Heining in den 1810er Jahren als einen Weiler mit sieben Höfen und einem Weiher westlich.Historische Karte von Oberheining im BayernAtlas

1970 erfolgte die Eingemeindung in die Stadt Laufen. Zahlreiche Bau- und Bodendenkmale sind in den Ortsteilen erhalten.LfD-Liste für Laufen (Heining), Seiten 11,12 und 23 (.pdf)

Sehenswürdigkeiten

Kirche Die Kirche in Niederheining wurde erstmals 788/790 erwähnt. Der heutige katholische Kirche St. Laurentius in Niederheining (Filialkirche der Pfarrei Laufen) ist vermutlich Ende des 15. Jahrhunderts erbaut worden und überbaut die untertägigen Reste des Vorgängerbaues. Die Kirchenglocke ist auf 1491 datiert. 1666 wurde das Langhaus nach Westen verlängert und im 17/18. Jahrhundert die Kirchhofummauerung ergänzt.

Einzelnachweise

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