rechts|150px|Olympische Ringe rechts|150px|klasse=skin-invert-image|Eishockey

Die Qualifikation zum olympischen Eishockeyturnier der Herren 2006 wurde zwischen November 2004 und Februar 2005 ausgetragen. Zuvor hatten sich bereits die Gastgebernation sowie acht der zwölf Teilnehmer durch ihre Platzierung in der IIHF-Weltrangliste direkt qualifiziert und mussten kein weiteres Qualifikationsturnier ausspielen. Die drei verbleibenden Plätze wurden in einem mehrstufigen System ausgespielt und schließlich von den Nationalmannschaften der Schweiz, Lettlands und Kasachstans gewonnen. Die ukrainische, belarussische, französische und österreichische Nationalmannschaft, die bei den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City noch allesamt vertreten waren, verpassten hingegen die Qualifikation. + Übersicht Turnier Ort Datum Teil-nehmer Zuschauerinsgesamt Spiele ø Qualifikation Gruppe A Kloten 10. Februar 2005 – 13. Februar 2005 4 11.176 6 1.862 Qualifikation Gruppe B Riga 10. Februar 2005 – 13. Februar 2005 4 18.222 6 3.037 Qualifikation Gruppe C Klagenfurt am Wörthersee 10. Februar 2005 – 13. Februar 2005 4 8.500 6 1.416 Vor-Qualifikation Gruppe D Briançon 11. November 2004 – 14. November 2004 4 8.513 6 1.418 Vor-Qualifikation Gruppe E Nowy Targ 11. November 2004 – 14. November 2004 4 11.200 6 1.866 Vor-Qualifikation Gruppe F Stavanger 11. November 2004 – 14. November 2004 4 5.160 6 860

Direkte Qualifikation Für das olympische Turnier qualifizierten sich neben dem Ausrichter Italien die ersten acht Nationen der IIHF-Weltrangliste nach Abschluss der Weltmeisterschaft 2004 direkt: Rang Land WM 2004(100 %) WM 2003(75 %) WM 2002(50 %) OS 2002(50 %) WM 2001(25 %) Summe 1 1200 1200 1040 1200 1060 3485 2 1160 1160 1120 1060 1120 3400 3 1100 1120 1200 880 1020 3235 4 1060 1100 1060 1020 1200 3225 5 1040 1060 1100 1040 1160 3195 6 1120 880 1020 1160 1100 3145 7 940 1020 1160 1120 1040 3105 8 960 1040 1000 1000 1000 2990 9 1000 1000 940 920 960 2920 10 1020 960 920 960 880 2900 11 920 940 900 900 920 2755 12 860 900 960 940 940 2720 13 780 860 800 1100 860 2590 14 900 920 780 840 700 2575 15 840 820 820 740 820 2440 16 800 840 880 700 800 2420 17 880 800 720 780 720 2410 18 820 780 760 860 740 2400 19 760 680 840 800 900 2315 20 720 760 860 760 780 2295

Modus Die Nationalmannschaften ab dem Weltranglistenplatz 9 spielten zwischen November 2004 und Februar 2005 die drei verbleibenden Plätze in Qualifikationsturnieren aus. Insgesamt meldeten 21 Länder für die sechs Turniere.

An der ersten Qualifikationsrunde nahmen die zwölf gemeldeten und nicht bereits qualifizierten Mannschaften zwischen Weltranglistenplatz 18 und 32 nach Abschluss der Weltmeisterschaft 2004 teil – lediglich Großbritannien und Südkorea meldeten ihre Mannschaften nicht, Italien war als Gastgeber bereits automatisch qualifiziert. Die Teams trafen in drei Gruppen à vier Mannschaften aufeinander. Die drei Gruppensieger erreichten die zweite Qualifikationsrunde, in der sie dann auf die neun Mannschaften trafen, die in der Weltrangliste die Plätze 9 bis 17 belegten. Dort wurde erneut in drei Gruppen mit jeweils vier Mannschaften gespielt. Die jeweiligen Gruppensieger qualifizierten sich schließlich für das olympische Eishockeyturnier.

Unter den nichtqualifizierten Nationen bildete die Internationale Eishockey-Föderation eine Rangfolge, die auch in die IIHF-Weltrangliste 2006 einging.

Erste Qualifikationsrunde Die erste Qualifikationsrunde fand zwischen dem 11. und 14. November 2004 statt. Dabei genossen die drei Gruppenköpfe das Recht über den Ort der Ausrichtung zu bestimmen und machten davon auch Gebrauch. Die Turniere fanden im französischen Briançon, im polnischen Nowy Targ sowie im norwegischen Stavanger statt.

Gruppe D Olympiaqualifikation, Gruppe D Anzahl Nationen 4 Qualifikant   Austragungsort(e) Briançon, Frankreich Eröffnung 11. November 2004 Schlusstag 14. November 2004 Zuschauer 8.513 (1.418 pro Spiel) Tore 56 (9,33 pro Spiel) Auszeichnungen Bester Torhüter Bester Verteidiger Bester Stürmer Topscorer (7 Punkte)

Als Ausrichter des Turniers der Gruppe D fungierte Frankreich, das die Spiele in Briançon austrug. Die Spielstätte war der Patinoire René Froger mit einem Fassungsvermögen von 2.150 Zuschauern.

In souveräner Manier setzte sich der Gastgeber mit drei Siegen aus drei Partien durch. Zudem wiesen die Franzosen eine makellose Torbilanz von 30:0 auf. Den Grundstein für das Erreichen der zweiten Runde legten die Franzosen bereits in ihrem ersten Turnierspiel, als sie Rumänien klar mit 8:0 besiegten. Ebenso deutlich fielen die Siege gegen Bulgarien und Estland aus.

Der Topscorer und beste Torschütze des Turniers war der Franzose François Rozenthal, der sieben Scorerpunkte – darunter fünf Tore – verbuchte. Insgesamt besuchten 8.513 Zuschauer die sechs Qualifikationsspiele, was einem Schnitt von 1.418 pro Spiel entspricht. Austragungsort Briançon, Frankreich Spielstätten Patinoire René Froger Kapazität: 2.150 mini|zentriert|x175px|

Pl. Sp S U N Tore Punkte 1. 3 3 0 0 30:0 6 2. 3 2 0 1 10:12 4 3. 3 1 0 2 14:12 2 4. 3 0 0 3 2:32 0 Abkürzungen: Pl. = Platz, Sp = Spiele, S = Siege, U = Unentschieden, N = Niederlagen Erläuterungen:

Gruppe E Olympiaqualifikation, Gruppe E Anzahl Nationen 4 Qualifikant   Austragungsort(e) Nowy Targ, Polen Eröffnung 11. November 2004 Schlusstag 14. November 2004 Zuschauer 11.200 (1.866 pro Spiel) Tore 46 (7,67 pro Spiel) Auszeichnungen Wertvollster Spieler Topscorer (je 7 Punkte) All-Star-Team – – –

Die Spiele der Gruppe E fanden im polnischen Nowy Targ statt, wo in der 3.500 Zuschauer fassenden Miejska Hala Lodowa gespielt wurde.

Deutlich spannender als in Gruppe D ging es in Gruppe E zu. Sowohl Gastgeber Polen als auch die Niederlande gingen mit der Maximalausbeute von vier Punkten aus den ersten beiden Partien in den Schlusstag. Letztlich setzten sich die Polen aber im Direktduell mit den Niederlanden deutlich durch und siegten klar mit 5:0. Sie qualifizierten sich damit für die Gruppe B der zweiten Qualifikationsrunde.

Die beiden besten Punktausbeuten wiesen der Niederländer Mark Bultje und der Pole Mariusz Czerkawski auf. Beide sammelten im Rahmen des Turniers sieben Scorerpunkte und trafen jeweils viermal. Damit waren sie auch die besten Torjäger des Turniers. Insgesamt besuchten 11.200 Zuschauer die sechs Qualifikationsspiele, was einem Schnitt von 1.866 pro Spiel entspricht. Austragungsort Nowy Targ, Polen Spielstätte Miejska Hala Lodowa w Nowym Targu Kapazität: 3.500

Pl. Sp S U N Tore Punkte 1. 3 3 0 0 18:1 6 2. 3 2 0 1 13:9 4 3. 3 1 0 2 8:13 2 4. 3 0 0 3 7:23 0 Abkürzungen: Pl. = Platz, Sp = Spiele, S = Siege, U = Unentschieden, N = Niederlagen Erläuterungen:

Gruppe F Olympiaqualifikation, Gruppe F Anzahl Nationen 4 Qualifikant   Austragungsort(e) Stavanger, Norwegen Eröffnung 11. November 2004 Schlusstag 14. November 2004 Zuschauer 5.160 (860 pro Spiel) Tore 70 (11,67 pro Spiel) Auszeichnungen Topscorer (9 Punkte)

Der Gastgeber der Gruppe F war Norwegen mit dem Spielort Stavanger. Gespielt wurde in der Siddishallen, die 3.000 Zuschauern Platz bot.

Die Gruppe F wies das größte Leistungsgefälle der drei Vorrundengruppen auf. Die Norweger und Ungarn gewannen ihre ersten beiden Partien größtenteils deutlich – drei der vier Begegnungen endeten mit einem zweistelligen Ergebnis. Vor dem letzten Gruppenspiel zwischen den beiden unbesiegten Teams besaßen die Gastgeber jedoch aufgrund der Tordifferenz die bessere Ausgangsposition. So reichte das 3:3-Unentschieden gegen Ungarn, das Patrick Thoresen knapp vor Spielschluss bewerkstelligte, zum Weiterkommen.

Die meisten Scorerpunkte im Verlauf der Qualifikation sammelte der Norweger Per-Åge Skrøder mit neun, womit er an fast einem Viertel der 40 Tore der Norweger beteiligt war. Unter den neun Scorerpunkten befanden sich sechs Tore. Insgesamt besuchten 5.160 Zuschauer die sechs Qualifikationsspiele, was einem Schnitt von 860 pro Spiel entspricht. Austragungsort Stavanger, Norwegen Spielstätte SiddishallenKapazität: 3.000 mini|zentriert|250px|

Pl. Sp S U N Tore Punkte 1. 3 2 1 0 40:5 5 2. 3 2 1 0 20:6 5 3. 3 1 0 2 8:22 2 4. 3 0 0 3 2:37 0 Abkürzungen: Pl. = Platz, Sp = Spiele, S = Siege, U = Unentschieden, N = Niederlagen Erläuterungen:

Zweite Qualifikationsrunde Die zweite Qualifikationsrunde fand vom 10. bis 13. Februar 2005 statt. Dabei genossen die drei Gruppenköpfe das Recht über den Ort der Ausrichtung zu bestimmen und machten davon auch Gebrauch. Das vom Swiss Ice Hockey Federation ausgerichtete Turnier der Gruppe A fand im Klotener Schluefweg statt, während die anderen beiden Turniere in der lettischen Hauptstadt Riga und im österreichischen Klagenfurt am Wörthersee ausgetragen wurden. Dort dienten der Rīgas Sporta pils und die Stadthalle Klagenfurt als Austragungsorte.

Gruppe A Olympiaqualifikation, Gruppe A Anzahl Nationen 4 Qualifikant   Austragungsort(e) Kloten, Schweiz Eröffnung 10. Februar 2005 Schlusstag 13. Februar 2005 Zuschauer 11.176 (1.862 pro Spiel) Tore 34 (5,67 pro Spiel) Auszeichnungen Topscorer (5 Punkte)

Die Spiele der Gruppe A wurden im Schluefweg von Kloten, der Heimspielstätte der Kloten Flyers aus der Nationalliga A, ausgetragen.

Nachdem die mit Außenseiterchancen gestarteten Dänen bereits im ersten Turnierspiel gegen Qualifikant Norwegen deutlich mit 0:4 unterlagen, konnte die favorisierte Schweiz sich in souveräner Manier für das olympische Eishockeyturnier qualifizieren. Allerdings dauerte es bis zum letzten Gruppenspiel, ehe der Schweizer Turniersieg gesichert war. Die Dänen hielten die abschließende Partie lange offen, um sich bei möglicher Punktgleichheit zwischen den beiden Mannschaften sowie Norwegen noch eine Restchance auf die Olympiateilnahme offen zu halten. Die Eidgenossen waren aber schließlich die stärkere Mannschaft und siegten mit 4:2.

In der Scorerwertung lag am Turnierende der Däne Frans Nielsen mit fünf Scorerpunkten in Front. Wie schon in der ersten Qualifikationsrunde war der Norweger Per-Åge Skrøder mit drei Treffern der beste Torschütze. Insgesamt besuchten 11.176 Zuschauer die sechs Qualifikationsspiele, was einem Schnitt von 1.862 pro Spiel entspricht. Austragungsort Kloten, Schweiz Spielstätte Schluefweg Kapazität: 6.851 mini|zentriert|250px|

Pl. Sp S U N Tore Punkte 1. 3 3 0 0 12:4 6 2. 3 1 0 2 9:6 4 3. 3 1 0 2 7:10 2 4. 3 0 0 3 6:14 0 Abkürzungen: Pl. = Platz, Sp = Spiele, S = Siege, U = Unentschieden, N = Niederlagen Erläuterungen:

Gruppe B Olympiaqualifikation, Gruppe B Anzahl Nationen 4 Qualifikant   Austragungsort(e) Riga, Lettland Eröffnung 10. Februar 2005 Schlusstag 13. Februar 2005 Zuschauer 18.222 (3.037 pro Spiel) Tore 37 (6,17 pro Spiel) Auszeichnungen Topscorer (7 Punkte)

Das Turnier der Gruppe B wurde in der lettischen Hauptstadt Riga ausgetragen. Dort diente der maximal 5.500 Zuschauer beherbergende Rīgas Sporta pils als Spielstätte.

Wie schon in der Gruppe A gelang es auch dem Gastgeber der Gruppe B sich einen Platz im olympischen Eishockeyturnier zu sichern. Sowohl Lettland als auch Belarus, das mit dem vierten Platz bei den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City für Aufsehen gesorgt hatte, gingen mit jeweils vier Punkten in den Schlusstag. Während den Belarussen aufgrund des besseren Torverhältnisses ein Remis reichte, war ein Sieg für Lettland Pflicht. Bis fünf Minuten vor Spielende führten die Belarussen komfortabel mit 4:2, ehe den Letten binnen 2:20 Minuten drei Treffer in Folge gelangen und sie das Spiel so zu ihren Gunsten drehten. Der 5:4-Sieg bescherte ihnen schließlich das Ticket nach Turin.

Der beste Scorer und Torschütze des Turniers war der Belarusse Michail Hrabouski mit sieben Scorerpunkten. Darunter befanden sich vier Treffer. Insgesamt besuchten 18.222 Zuschauer die sechs Qualifikationsspiele, was einem Schnitt von 3.037 pro Spiel entspricht. Austragungsort Riga, Lettland Spielstätte Rīgas Sporta pilsKapazität: 5.500 mini|zentriert|x175px|