mini|Pfarrkirche St. Margareta Frohngau mini|Blick von der Orgelempore zum Altarraum mini|Kirchenschiff mit Taufstein und Orgelempore Die römisch-katholische Pfarrkirche St. MargaretaPeter Schröder: Beschreibung der Pfarrkirche zur hl. Märtyrerin Margareta in Frohngau in Nettersheim-Frohngau (Pfarre Frohngau-Buir) gehört zum Bistum Aachen. Die Pfarre bildet seit 2025 mit mehreren anderen Pfarreien den Pastoralen Raum Steinfeld im Bistum Aachen. Das Gotteshaus ist der heiligen Margareta von Antiochia geweiht, Nebenpatronin ist die heilige Barbara. Die Kirche ist ein geschütztes Baudenkmal.Baudenkmal Nr. 150 in der Denkmalliste der Gemeinde Nettersheim
Baugeschichte Die Existenz einer zur Pfarre Tondorf gehörenden Kapelle ist schon für das Jahr 1536 überliefert. Eine Kapelle muss aber schon früher bestanden haben, wie die Kirchenglocken von 1431 und der aus spätgotischer Zeit stammende und heute noch bestehende Kirchturm beweisen. Vielleicht gab es auch schon im Jahre 898 eine Kapelle in Frohngau: Darauf deutet in einer Urkunde König Zwentibolds von 898 die Erwähnung von Tondorf hin, zu dem mehrere „Kirchen“ gehörten.Heinrich Beyer: Urkundenbuch zur Geschichte der, jetzt die Preussischen Regierungsbezirke Coblenz und Trier bildenden mittelrheinischen Territorien. Aus den Quellen herausgegeben von Heinrich Beyer. Erster Band: Von den ältesten Zeiten bis zum Jahre 1169. Hölscher, Coblenz 1860, S. 211. Bis 1804 gehörte Frohngau zur Pfarre Tondorf und wurde dann zusammen mit Buir selbständige Pfarrei.
Die Kirche von vor 1923 war eine Saalkirche mit Westturm, schlicht geputztem Schiff und Chor, an den östlich eine Sakristei angebaut war. Anfang des 20. Jahrhunderts war die Kirche zu klein geworden. Deshalb entschloss man sich für einen Neubau.
Aber erst in den Jahren 1923 und 1924 wurde die Pfarrkirche neu errichtet. Dazu wurde die alte Kirche 1923 bis auf den Westturm abgebrochen. Der erste Gottesdienst in der neuen Kirche fand Ostern 1924 statt. Sie wurde am 6. Juli 1924 geweiht. Die Pläne für die neue Kirche stammen von dem Bonner Architekten Theodor Schlebusch. Sie ist eine Saalkirche mit vier Fensterachsen. Im Osten schließt der Chor an. Die Kirche hat 100 Sitz- und 50 Stehplätze. Genau wie der Vorgängerbau ist auch die neue Kirche nicht streng nach Osten ausgerichtet.
Im Jahre 1944, im Zweiten Weltkrieg, erlitt die Kirche Beschädigungen. Sie wurden bis 1947 behoben.
Ausstattung Der Tabernakelaltar (Spätrokoko) entstand wahrscheinlich im 18. Jahrhundert. Die Kanzel aus dem Jahre 1650 stammt ursprünglich aus der 1808 abgerissenen Kirche St. Johann in Münstereifel. Der Taufstein war ein Geschenk des Trier Erzbischofs Johann IV. Ludwig von Hagen.
Die acht Fenster des Kirchenschiffs stammen aus dem Jahr 1973 und stellen die acht Seligkeiten dar. Die Entwürfe für die Fenster schuf der Kunstmaler Walter Bettendorf.
Orgel Die Orgel ist ein Werk der Bonner Werkstatt Johannes Klais Orgelbau aus dem Jahr 1926, Opus 657. Das Instrument hat 12 Register auf zwei Manuale und Pedal verteilt. Die Spiel- und Registertraktur ist pneumatisch.
I Hauptwerk Principal 8′ Concertflöte 8′ Dulciana 8′ Octave 4′ Rauschpfeife 2f ′ II Schwellwerk Geigenprincipal 8′ Bordun 8′ Aeoline 8′ Traversflöte 4′ Flautino 2′ Pedal Subbaß 16′ Zartbaß 16′
Koppeln, Spielhilfen: I/II, I/P, II/P, II/I Sub, II/I Super, Tutti
Pfarrer Folgende Priester wirkten bislang als Pfarrer an St. Margareta:Bischöfliches Generalvikariat (Hrsg.): Handbuch des Bistums Aachen 3. Ausgabe, Aachen 1994, S. 621. 1922–1932: Paul Linnartz 1932–1942: Heinrich Lösgen 1942–1975: Josef Fritzinger 1975–2006: Werner Schnabel Seit 2007: P. Wieslaw Kaczor SDS
Einzelnachweise
Weblinks
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