Eugen Sorg (geboren 1949 in Zürich) ist ein Schweizer Journalist und Buchautor.
Leben Sorg arbeitete nach seinem Studium und einer Dissertation zum Thema Sozialutopie und Pädagogik: zum Verhältnis von sozialutopischen Systemen und Pädagogik, dargestellt anhand von sechs neuzeitlichen SozialutopienNachweis der Dissertation bei der Deutschen Nationalbibliothek. zunächst als Psychotherapeut und war Delegierter des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes. Seit 1992 ist er als Journalist tätig, unter anderem für Das Magazin, die Weltwoche und die Frankfurter Allgemeine Zeitung.Handbuch des Dschihadismus: Kein Ungläubiger soll sich mehr sicher fühlen, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20. April 2015. Sorg veröffentlichte mehrere Bücher und schrieb Reportagen aus Kriegsgebieten.Profil von Eugen Sorg bei Perlentaucher. Bis 2014 war er Textchef bei der Basler Zeitung. bei Hanser Literaturverlage.
Sorg ist regelmässiger Gastautor bei der Achse des Guten.Beiträge von Eugen Sorg bei der Achse des Guten.
Rezeption Henryk M. Broder schrieb über Sorgs Buch Die Lust am Bösen: Warum Gewalt nicht heilbar ist, in dem Sorg erklärte, Massaker gebe es nicht aus ideologischen Gründen oder Rache, sondern aus Habgier und purer Freude am Töten:
Svenja Flaßpöhler kommentierte, Sorgs These sei auf den ersten Blick einleuchtend, auf den zweiten jedoch problematisch. Er lasse die „Überschreitungslogik des Bösen außer acht“, und dass das Böse nicht einfach nur natürlich, sondern gerade ein Effekt moralischer Grenzziehung sei. Genossen werde das Verbot und dessen Überschreitung, somit sei die Kultur, die Sorg von jeglicher Schuld ausnehme, letztlich Ursprung des Bösen. Ferner habe Sorg die Verschiedenheit der von ihm aufgeführten Verbrechen und die „jeweils anders geartete Lust“ nicht gründlich genug herausgearbeitet.Svenja Fläßpöhler: Quälen, foltern, töten, Deutschlandradio, 17. Februar 2011.
Auszeichnungen Deutscher Reporterpreis 2011: für Die Lust am Bösen (Bester Essay)
Bücher Lieblings-Geschichten, Opinio, 2001, ISBN 978-3-855041-305. Unbesiegbar: Reportagen (mit Leon de Winter), Nagel & Kimche, 2007, ISBN 978-3-312004-00-3. Mein Leben als 68er (mit Res Strehle), Echtzeit, 2008, ISBN 978-3-905800-18-0. Die Lust am Bösen: Warum Gewalt nicht heilbar ist, Nagel & Kimche, 2011, ISBN 978-3-312004-74-4. Wie ich Ghadhafis Bombe verhinderte (mit Urs Tinner), Nagel & Kimche, 2012, ISBN 978-3-312005-25-3.
Weblinks
Beiträge von Eugen Sorg bei der Basler Zeitung. Webseite von Eugen Sorg www.eugensorg.ch
Einzelnachweise
Kategorie:Journalist (Schweiz) Kategorie:Autor Kategorie:Literatur (21. Jahrhundert) Kategorie:Schweizer Kategorie:Geboren 1949 Kategorie:Mann