Hermann Henselmann, Architekt, auch bekannt als Hermann Henselmann, Architekt, Jahrgang 1905, ist ein Dokumentarfilm von Gunther Scholz aus dem Jahr 1986.

Handlung Gunther Scholz dreht den Film zum 80. Geburtstag des Architekten Hermann Henselmann. Die Dreharbeiten fallen in eine Zeit, in der dieser sich mitten im Umzug in die Berliner Innenstadt befindet. Er weiß, dass man ab einem gewissen Alter die Arbeiten in einem kleinen Einfamilienhaus nicht mehr selbst bewältigen kann. Auch ist ihm klar, dass es bei Ableben eines der Ehepartner, für den verbleibenden erst recht schwierig wird. Ein Leben im Zentrum der Stadt vereinfacht vieles und macht das Leben angenehmer.

Hermann Henselmann erzählt viel und scheinbar ungehemmt über sein Leben, über seine Anfänge, die realisierten Bauten, die nicht angenommenen Projekte, die Ehrungen sowie über Freunde, Bekannte und die Genossen der Partei und Staatsführung. Man könnte jede seiner Äußerungen als Zitat herausstellen und wiedergeben. So gibt er zum Beispiel die Geschichte zum Besten, wie er bis in den frühen Morgen bei Bertolt Brecht sitzt und von ihm viel lernen kann. Manfred Wekwerth bezeichnet ihn als den letzten Duz-Freund Brechts, was auch so stimmen soll.

Produktion und Aufführungen

Der Film wurde über den wichtigsten Architekten der DDR besonders der 1950er Jahre, mit der Karl-Marx-Allee, gedreht. Dabei wurden kritische Fragen und Aspekte zu seiner Vorgehensweise und Architektur weitgehend weggelassen.Hermann Henselmann, Architekt Kinokalender Dresden, verwies auf die bestehende Kritik an seinen massiven Eingriffen (= Beseitigungen) von Altbausubstanz zugunsten seiner Neubauten, auf die im Film fast nicht eingegangen werde Die gelesenen Texte stammten von Heinz Kahlau. Der Film wurde von der Künstlerischen Arbeitsgruppe: defa kinobox des Dokumentarfilmstudios gedreht, aber offenbar außerhalb dieser Reihe gezeigt. Er wurde als Schwarzweißfilm und zum Teil auf ORWO-Color gedreht.

Die erste nachweisbare Aufführung erfolgte am 13. März 1986 in der Reihe Angebote im Berliner Kino Babylon.Berliner Zeitung vom 8. März 1986, S. 12 Er ist auf der DVD Stalinallee/Karl-Marx-Allee enthalten.Die DDR in Originalaufnahmen. Stalinallee/Karl-Marx-Allee Der Ostfilm

Rezeption H.U. meinte in der Neuen Zeit, dass es beeindruckend sei, wie Hermann Henselmann frei von der Leber weg losplaudere. Er gebe sich ganz unbekümmert subjektiv, so als ob Kamera und Mikrofon gar nicht dabei wären.Neue Zeit vom 5. April 1986, S. 4

Weblinks Hermann Henselmann, Architekt DEFA-Stiftung

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 1986 Kategorie:DDR-Film Kategorie:Dokumentarfilm Kategorie:Kurzfilm Kategorie:Hermann Henselmann Kategorie:Filmbiografie