mini|Koyama Shōtarō mini|hochkant|Porträt Kawakami Tōgai Koyama Shōtarō (; geb. 15. Februar 1857 in Nagaoka; gest. 7. Januar 1916) war ein früher Maler im westlichen, im Yōga-Stil, in Japan.

Leben und Werk Koyama schrieb sich 1872 in Tokio in der privaten, von Kawakami Tōgai geleiteten Kunstschule Chōkōdoku-kan () ein, wechselte dann an die Kunstschule des Industrie- und Handelsministeriums (, Kōbu bijutsu gakkō), wo er unter den Einfluss des Leiters der Malerei-Klasse Antonio Fontanesi kam. Als Fontanesi 1878 nach Italien zurückkehrte, verließ auch Koyama die Schule. Er und seine Freunde gründeten in dem Jahr die „Vereinigung des Elften“ (, Jūichiji-kai), so genannt, weil die Gründung im 11. Jahr der Meiji-Zeit erfolgte. – 1889 gründete er mit Asai Chū, Matsuoka Hisashi und anderen die „Meiji-Kunstvereinigung“ (, Meiji bijutsu-kai).

In der Zwischenzeit hatte Koyama seine eigene Schule am Dango-Hangweg (, -saka) im Bezirk Hongō eröffnet, die er Fudō-sha () nannte. Dort widmete er sich mit aller Kraft der Ausbildung von vielversprechenden Schülern, wie Nakamura Fusetsu, Yoshida Hiroshi, Kosugi Hōan, Ishikawa Toraji, Mitsutani Kunishirō, Aoki Shigeru, Sakamoto Hanjirō, Kanokogi Takeshirō und Nakagawa Hachirō. Er unterrichtete auch an der Tokyo Oberschule und wirkte so in aller Breite als Erzieher. Während des Japanisch-Chinesischen Krieges 1894 bis 1895 war er als Kriegsmaler tätig.

Koyama hinterließ ein eher kleines Werk, gemalt in akademischer Manier und meist in dunklen Brauntönen. Erwähnenswert sind das „Porträt Kawakami Tōgai“ (, -zō), „Hütejunge“ (, Bokudō; 1879/1880) und „Kirschbäume in Sendai“ (, Sendai no sakura; 1881).

Bilder

Literatur Tazawa, Yutaka: Koyama Shōtarō. In: Biographical Dictionary of Japanese Art. Kodansha International, 1981. ISBN 0-87011-488-3. Laurance P. Roberts: Koyama Shōtarō. In: A Dictionary of Japanese Artists. Weatherhill, 1976. ISBN 0-8348-0113-2.

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