Weinmannshof (fränkisch: WainischhufE. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 84. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „wáinišhūf“.) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Georgensgmünd im Landkreis Roth (Mittelfranken, Bayern). Weinmannshof liegt in der Gemarkung Rittersbach.
Geografische Lage Nordwestlich des Weilers grenzt das Waldgebiet „Im Steinernen Bichel“ an, 0,2 km östlich liegt das „Rothauracher Holz“. Im Südwesten liegt das Flurgebiet „Lorenzerberg“, 0,5 km südöstlich das Flurgebiet „Dornich“. Die Staatsstraße 2224 führt nach Rittersbach (1,2 km südlich) bzw. nach Aurau (1,7 km nördlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Mäbenberg (1,9 km westlich).
Geschichte Der Ort wurde 1436 als „Ottenhof“ erstmals urkundlich erwähnt.F. Eigler: Schwabach, S. 177. Benannt wurde der Hof vermutlich nach dem Familiennamen des damaligen Besitzers. Erst später wurde der Hof in die heutige Form umbenannt.E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 85. Ursprünglich waren Nürnberger Patrizier (Grabner, Krafft, Ketzel) Grundherren. Ab 1592 übernahm der Rother Stadtschreiber Zacharias Fikher den Hof, der ihn 1631 an die Stadt Roth abtrat.W. Ulsamer (Hrsg.): 100 Jahre Landkreis Schwabach, S. 455.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Weinmannshof zur Realgemeinde Rittersbach. Es gab ein Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Oberamt Roth aus. Der Ganzhof hatte das Stadtrichteramt Roth als Grundherrn. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt Weinmannshof die Hausnummern 43 und 44 des Ortes Rittersbach.F. Eigler: Schwabach, S. 432. 1804 gab es im Ort 2 Untertansfamilien.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 6, Sp. 132.
Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Roth. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Weinmannshof dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Rittersbach und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Rittersbach zugeordnet. Am 1. Mai 1978 wurde Weinmannshof im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Georgensgmünd eingegliedert.F. Eigler: Schwabach, S. 482.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 13 24 31 27 24 28 28 25 25 24 30HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 2 3 5 5 5 4 5 7Quelle
Religion Hauslach ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Maria (Rittersbach) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Wunibald (Georgensgmünd) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Georgensgmünd) Kategorie:Weiler im Landkreis Roth Kategorie:Ersterwähnung 1436