rechts|150px|Olympische Ringe rechts|150px|klasse=skin-invert-image|Eishockey
Die Qualifikation zum olympischen Eishockeyturnier der Herren 2010 wurde zwischen Oktober 2008 und Februar 2009 ausgetragen. Zuvor hatten sich bereits neun der zwölf Teilnehmer durch ihre Platzierung in der IIHF-Weltrangliste direkt qualifiziert und mussten kein weiteres Qualifikationsturnier ausspielen. Die drei verbleibenden Plätze wurden in einem mehrstufigen System ausgespielt und schließlich von den Nationalmannschaften Deutschlands, Lettlands und Norwegens gewonnen. Die kasachische und italienische Nationalmannschaft, die bei den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin noch vertreten waren, verpassten hingegen die Qualifikation. + Übersicht Turnier Ort Datum Teil-nehmer Zuschauerinsgesamt Spiele ø Qualifikation Gruppe E Hannover 5. Februar 2009 – 8. Februar 2009 4 17.929 6 2.988 Qualifikation Gruppe F Riga 5. Februar 2009 – 8. Februar 2009 4 27.050 6 4.508 Qualifikation Gruppe G Oslo 5. Februar 2009 – 8. Februar 2009 4 8.490 6 1.415 Vorqualifikation Gruppe B Narva 6. November 2008 – 9. November 2008 4 3.188 6 531 Vorqualifikation Gruppe C Budapest 7. November 2008 – 9. November 2008 4 26.501 6 4.416 Vorqualifikation Gruppe D Sanok 6. November 2008 – 9. November 2008 4 10.600 6 1.766 Vorqualifikation Gruppe A Ankara 9. Oktober 2008 – 11. Oktober 2008 4 1.392 6 232
Direkte Qualifikation Für das olympische Turnier qualifizierten sich die ersten neun Nationen der IIHF-Weltrangliste nach Abschluss der Weltmeisterschaft 2008IIHF-Weltrangliste der Herren 2008 direkt: Rang Land WM 2008(100 %) WM 2007(75 %) WM 2006(50 %) OS 2006(50 %) WM 2005(25 %) Summe 1 1160 1200 1100 1020 1160 3410 2 1200 1120 1060 1100 1120 3400 3 1100 1000 1200 1200 1100 3400 4 1120 1160 1120 1160 1020 3385 5 1060 1020 1160 1120 1200 3265 6 1040 1060 1020 1000 1040 3105 7 1020 1000 960 1040 1000 3020 8 880 1040 1000 1060 1060 2955 9 960 920 1040 880 940 2845 10 940 960 800 940 840 2740 11 920 880 940 900 960 2740 12 1000 860 920 860 800 2735 13 900 940 880 800 860 2660 14 820 900 860 920 780 2580 15 840 800 820 780 880 2460 16 800 840 780 840 820 2445 17 760 820 900 760 920 2435 18 860 780 740 820 740 2410 19 740 720 840 960 900 2405 20 780 760 680 700 720 2220
Modus Die Nationalmannschaften ab dem Weltranglistenplatz 10 spielten zwischen Oktober 2008 und Februar 2009 die drei verbleibenden Plätze in Qualifikationsturnieren aus. Insgesamt meldeten 24 Länder für die sieben Turniere.
An der Vorqualifikation nahmen die vier gemeldeten Mannschaften ab Weltranglistenplatz 31 nach Abschluss der Weltmeisterschaft 2008 teil. Die Vorqualifikation wurde in einer Gruppe ausgespielt. Der Gewinner und die elf Nationalteams auf den Weltranglistenplätze 19 bis 30 – mit Ausnahme der Volksrepublik China – trafen in der ersten Qualifikationsrunde in drei Gruppen à vier Mannschaften aufeinander. Die drei Gruppensieger erreichten die zweite Qualifikationsrunde, in der sie dann auf die neun Mannschaften trafen, die in der Weltrangliste die Plätze 10 bis 18 belegten. Dort wurde erneut in drei Gruppen mit jeweils vier Mannschaften gespielt. Die jeweiligen Gruppensieger qualifizierten sich schließlich für das olympische Eishockeyturnier.
Unter den nichtqualifizierten Nationen bildete die Internationale Eishockey-Föderation eine Rangfolge, die auch in die IIHF-Weltrangliste 2010 einging.
Vorqualifikation Vom 9. bis 11. Oktober 2008 wurde eine Vorqualifikation ausgespielt. Die Teilnehmer dieses Turniers waren Bulgarien, Spanien, Mexiko und die Türkei. Als Gastgeber fungierte der türkische Verband, der das Turnier in Ankara in der Gençlik ve Spor İl Müdürlüğü Buz Pateni Sarayı ausrichtete.
Gruppe A Olympiaqualifikation, Gruppe A Anzahl Nationen 4 Qualifikant Austragungsort(e) Ankara, Türkei Eröffnung 9. Oktober 2008 Schlusstag 11. Oktober 2008 Zuschauer 1.392 (232 pro Spiel) Tore 59 (9,83 pro Spiel) Auszeichnungen Bester Torhüter Bester Verteidiger Bester Stürmer Topscorer (12 Punkte)
Nachdem das Turnier zunächst in İzmit hatte stattfinden sollen, verlegte der türkische Verband den Austragungsort kurzfristig in die Hauptstadt Ankara. Aufgrund der besten Tordifferenz im direkten Vergleich setzten sich die Spanier gegen die punktgleichen Bulgaren und Mexikaner durch. Daran änderte auch die knappe Niederlage gegen Mexiko nichts, da die Iberer das Duell gegen die bis dahin ungeschlagenen Bulgaren im abschließenden Spiel klar gewinnen konnten. Ohne jede Chance beendete die Türkei, die als einzige Mannschaft in der WM-Division III beheimatet war, das Turnier.
Als bester Scorer ging der Bulgare Alexej Jotow mit zwölf Scorerpunkten aus dem Turnier hervor. Damit lag er deutlich vor dem Mexikaner Brian Arroyo, der es auf acht Punkte brachte.
Insgesamt besuchten 1.392 Zuschauer die sechs Qualifikationsspiele, was einem Schnitt von 232 pro Spiel entspricht.iihf.com, Spain advances Austragungsort Ankara, Türkei Spielstätte Gençlik ve Spor İl Müdürlüğü Buz Pateni Sarayı Kapazität: 1.150
Pl. Sp S OTS OTN N Tore Punkte 1. 3 2 0 0 1 24:8 6 2. 3 2 0 0 1 16:8 6 3. 3 2 0 0 1 16:12 6 4. 3 0 0 0 3 3:31 0 Abkürzungen: Pl. = Platz, Sp = Spiele, S = Siege, OTS = Siege nach Verlängerung (Overtime) oder Penaltyschießen, OTN = Niederlagen nach Verlängerung oder Penaltyschießen, N = Niederlagen Erläuterungen:
Erste Qualifikationsrunde Die erste Qualifikationsrunde fand zwischen dem 6. und 9. November 2008 statt. Dabei genossen die drei Gruppenköpfe das Recht, über den Ort der Ausrichtung zu bestimmen. Ungarn und Polen machten in den Gruppen C und D von diesem Recht Gebrauch, während sich Kasachstan mit Estland als Turnierausrichter der Gruppe B zufrieden gab.
Gruppe B Olympiaqualifikation, Gruppe B Anzahl Nationen 4 Qualifikant Austragungsort(e) Narva, Estland Eröffnung 6. November 2008 Schlusstag 9. November 2008 Zuschauer 3.188 (531 pro Spiel) Tore 57 (9,50 pro Spiel) Auszeichnungen Topscorer (6 Punkte)
Die Spiele der Gruppe B der ersten Qualifikationsrunde fanden vom 6. bis 9. November 2008 in der Narva Jäähall im estnischen Narva statt.
Eindrucksvoll untermauerte Kasachstan bereits in der Auftaktpartie des Turnieres seine Favoritenstellung, als Vorqualifikationssieger Spanien mit 17:0 besiegt wurde – zugleich der höchste Sieg der gesamten ersten Runde. Nach einem weiteren Sieg über Gastgeber Estland, das am Vortag mit dem 6:4 über die Niederlande für eine kleine Sensation gesorgt hatte, war die Abschlusspartie der Kasachen gegen die Niederländer reine Formsache. Durch einen 7:2-Sieg über die Niederlande erreichten die Kasachen mit einer makellosen Bilanz von drei Siegen und 31:2 Toren die finale Qualifikation. Den zweiten Platz sicherten sich die baltischen Gastgeber, die im abschließenden Turnierspiel den insgesamt hoffnungslos unterlegenen Qualifikanten von der iberischen Halbinsel besiegten.
Als beste Scorer gingen die Kasachen Andrei Spiridonow, Alexander Schin und Dosschan Jessirkenow mit jeweils sechs Scorerpunkten aus dem Turnier hervor. Dahinter folgten weitere neun ihrer Teamkollegen sowie ein Este mit fünf Punkten. Mit je vier Turniertreffern erzielten die Kasachen Andrei Spiridonow und Talghat Schailauow die meisten Tore.
Insgesamt besuchten 3.188 Zuschauer die sechs Qualifikationsspiele, was einem Schnitt von 531 pro Spiel entspricht.iihf.com, Kazakhstan, Hungary, Japan towards Vancouver Austragungsort Narva, Estland Spielstätte Narva Jäähall Kapazität: 1.500
Pl. Sp S OTS OTN N Tore Punkte 1. 3 3 0 0 0 31:2 9 2. 3 2 0 0 1 14:12 6 3. 3 1 0 0 2 10:14 3 4. 3 0 0 0 3 2:29 0 Abkürzungen: Pl. = Platz, Sp = Spiele, S = Siege, OTS = Siege nach Verlängerung (Overtime) oder Penaltyschießen, OTN = Niederlagen nach Verlängerung oder Penaltyschießen, N = Niederlagen Erläuterungen:
Gruppe C Olympiaqualifikation, Gruppe C Anzahl Nationen 4 Qualifikant Austragungsort(e) Budapest, Ungarn Eröffnung 6. November 2008 Schlusstag 9. November 2008 Zuschauer 26.501 (4.416 pro Spiel) Tore 45 (7,50 pro Spiel) Auszeichnungen Bester Torhüter Bester Verteidiger Bester Stürmer Topscorer (je 7 Punkte)
Die Spiele der Gruppe C der ersten Qualifikationsrunde fanden vom 7. bis 9. November 2008 in der Papp László Budapest Sportaréna in der ungarischen Hauptstadt Budapest statt.
Mit drei deutlichen Siegen untermauerte der Gastgeber Ungarn, der im vorangegangenen Frühjahr bei der Weltmeisterschaft den Aufstieg von der Division I in den Top-Pool geschafft hatte, seine Favoritenstellung und qualifizierte sich für die zweite und abschließende Runde der Qualifikation. Nach Siegen der Ungarn und Litauer über die beiden teilnehmenden Balkanstaaten Serbien und Kroatien kam es am letzten Spieltag zum „Endspiel“ um den Turniersieg. Dort stellte Ungarn vor heimischer Kulisse bereits frühzeitig die Weichen auf Sieg. Den dritten Platz sicherte sich Kroatien durch einen deutlichen 5:1-Sieg über den Nachbarstaat Serbien.
Als beste Scorer gingen die Ungarn Balázs Ladányi und Gábor Ocskay mit jeweils sieben Scorerpunkten aus dem Turnier hervor. Beide erzielten zwei Tore selbst und bereiteten fünf weitere vor. Mit je vier Turniertreffern erzielte ihr Teamkollege János Vas und der Kroate Oliver Ciganović die meisten Tore.
Insgesamt besuchten 26.501 Zuschauer die sechs Qualifikationsspiele, was einem Schnitt von 4.416 pro Spiel entspricht. Austragungsort Budapest, Ungarn Spielstätte Papp László Sportaréna Kapazität: 9.479 mini|zentriert|225px|
Pl. Sp S OTS OTN N Tore Punkte 1. 3 3 0 0 0 20:4 9 2. 3 2 0 0 1 13:9 6 3. 3 1 0 0 2 8:11 3 4. 3 0 0 0 3 4:21 0 Abkürzungen: Pl. = Platz, Sp = Spiele, S = Siege, OTS = Siege nach Verlängerung (Overtime) oder Penaltyschießen, OTN = Niederlagen nach Verlängerung oder Penaltyschießen, N = Niederlagen Erläuterungen:
Gruppe D Olympiaqualifikation, Gruppe D Anzahl Nationen 4 Qualifikant Austragungsort(e) Sanok, Polen Eröffnung 6. November 2008 Schlusstag 9. November 2008 Zuschauer 10.600 (1.766 pro Spiel) Tore 41 (6,83 pro Spiel) Auszeichnungen Topscorer (6 Punkte)
Die Spiele der Gruppe D der ersten Qualifikationsrunde fanden vom 6. bis 9. November 2008 in der Sanok Arena im polnischen Sanok statt.
Nachdem sich in den Gruppen B und C jeweils die in der IIHF-Weltrangliste bestplatzierte Mannschaft durchgesetzt hatte, verpassten die als Gruppenkopf gesetzten Polen vor heimischer Kulisse die nächste Runde zu erreichen. Bereits an den ersten beiden Spieltagen waren die Tendenzen klar geworden. Während die Japaner und Polen ihre Partien gegen Rumänien und Großbritannien gewonnen hatten, kam es – wie in den beiden anderen Gruppen auch – am letzten Tag zum entscheidenden Spiel um den Turniersieg, in das die Asiaten mit einem Punkt Vorsprung gingen, da die Polen Großbritannien am ersten Spieltag erst im Penaltyschießen besiegt hatten, während Japan in der regulären Spielzeit knapp mit 2:1 gewonnen hatte. Die Japaner besiegten schließlich auch Polen mit 3:1 und erreichten die nächste Runde. Den dritten Rang belegte Großbritannien, die mit einem abschließenden 11:1-Sieg die insgesamt hoffnungslos unterlegenen Rumänen auf den vierten Platz verwiesen.
Als bester Scorer ging der Brite Greg Chambers mit sechs Scorerpunkten, allesamt Torvorbereitungen, aus dem Turnier hervor. Mit vier Turniertreffern erzielte der Pole Krzysztof Zapała die meisten Tore.
Insgesamt besuchten 10.600 Zuschauer die sechs Qualifikationsspiele, was einem Schnitt von 1.766 pro Spiel entspricht. Austragungsort Sanok, Polen Spielstätte Sanok Arena Kapazität: 3.100 mini|zentriert|x150px|
Pl. Sp S OTS OTN N Tore Punkte 1. 3 3 0 0 0 12:2 9 2. 3 1 1 0 1 13:6 5 3. 3 1 0 1 1 14:6 4 4. 3 0 0 0 3 2:27 0 Abkürzungen: Pl. = Platz, Sp = Spiele, S = Siege, OTS = Siege nach Verlängerung (Overtime) oder Penaltyschießen, OTN = Niederlagen nach Verlängerung oder Penaltyschießen, N = Niederlagen Erläuterungen:
Zweite Qualifikationsrunde