mini|Franz Pönninger Franz Xaver Pönninger (* 29. Dezember 1832 in Wien; † 6. August 1906 ebenda) war ein bedeutender österreichischer Bildhauer und Medailleur des 19. Jahrhunderts.
Leben Franz Pönninger wurde als Sohn des Münzgraveurs Johann Pönninger (1797–1839) geboren. Sein Großvater Laurenz Pönninger (1776–1851) war ebenfalls Medailleur und Münzstempelschneider; der Urgroßvater Sebastian Pönninger war Goldschmied.
Er war Schüler des Bildhauers Anton Dominik Fernkorn, von dem er die Leitung der k.u.k Kunstgießerei in Wien (1866 bis 1896) übernahm. Pönniger war Professor und kaiserlicher Rat. Er gründete 1874 die Allgemeine Zeichenschule für Frauen und Mädchen in Wien. Die Schule wurde Ausbildungsstätte zahlreicher Malerinnen der Zeit. Sie wurde nach seinem Tod von seiner Schülerin und Ehefrau Caroline Pönninger (1845–1920) weitergeführt.
Zu seinen Werken zählt u. a. die lebensgroße Porträtstatue des Erzherzog Karl von Österreich-Teschen, die er 1871 für die Feldherrenhalle des 1856 fertiggestellten k.u.k. Waffenmuseum (heute Heeresgeschichtliches Museum) anfertigte.
Er ruht in einem Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof (Gruppe 0, Reihe 1, Nummer 48).
Im Jahr 1927 wurde in Wien-Ottakring (16. Bezirk) der Pönningerweg nach ihm benannt.
Werke Porträtstatue Erzherzog Karl von Österreich-Teschen, Heeresgeschichtliches Museum Wien, 1871 Denkmal Maria Theresia für Klagenfurt, 1873 Reiterstandbild Herzog Carl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig für Braunschweig, Enthüllung 10. November 1874, hergestellt von Prof. Georg Howaldt, vor dem Braunschweiger Schloss Schiller-Standbild am Schillerplatz, Wien, nach Entwurf von Johannes Schilling, 1876 Denkmal Andreas Zelinka im Wiener Stadtpark, 1877 Erzherzog-Johann-Brunnen in Graz (Hauptplatz), 1878Eintrag in Retrobibliothek (Abgefragt am 19. März 2009)
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
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