James Patrick „Jim“ O’Brien (* 29. Januar 1989 in Maplewood, Minnesota) ist ein ehemaliger US-amerikanischer Eishockeyspieler, der im Verlauf seiner aktiven Karriere zwischen 2006 und 2020 unter anderem 84 Spiele für die Ottawa Senators und New Jersey Devils in der National Hockey League (NHL) auf der Position des Centers bestritten hat. Darüber hinaus absolvierte O’Brien annähernd 500 weitere Partien in der American Hockey League (AHL) und verbrachte eine Spielzeit bei den Nürnberg Ice Tigers in der Deutschen Eishockey Liga (DEL).

Karriere O’Brien gehörte zwischen 2004 und 2006 zum National Team Development Program des US-amerikanischen Eishockeyverbandes USA Hockey, für das er die folgenden beiden Spielzeiten national in der North American Hockey League (NAHL) auflief, aber es auch international vertrat. Anschließend schrieb sich der Center aber an der University of Minnesota ein und versuchte ein Studium zu verfolgen. Parallel spielte er für das Eishockeyteam des Colleges in der Western Collegiate Hockey Association (WCHA), einer Division im Spielbetrieb der National Collegiate Athletic Association (NCAA). Nach der Saison 2006/07 wurde er im NHL Entry Draft 2007 in der ersten Runde an 29. Stelle von den Ottawa Senators aus der National Hockey League (NHL) ausgewählt. Der Stürmer verließ daraufhin die Universität vorzeitig und wechselte in die kanadische Juniorenliga Western Hockey League (WHL). Dort verbrachte er die zwei Spielzeiten bis zum Frühjahr 2009, bevor er einen Vertrag bei den Ottawa Senators unterschrieb. In deren Farmteam Binghamton Senators aus der American Hockey League verbrachte O’Brien den Rest der Saison 2008/09. mini|links|O’Brien (links) im Trikot der Binghamton Senators (2013)

Mit Beginn der Spielzeit 2009/10 war der US-Amerikaner fester Bestandteil des Kaders der Binghamton Senators und schaffte erst im Verlauf der Saison 2010/11 den Sprung in den NHL-Kader Ottawas. Zudem gewann er in dieser Saison den Calder Cup mit Binghamton. Insgesamt verblieb er bis zum Ende des Spieljahres 2013/14 im Franchise, jedoch schaffte er es im Zeitraum der fünf Jahre nicht, sich in der NHL als Stammspieler zu etablieren. Lediglich 63 NHL-Spiele standen für ihn zu Buche. Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung wechselte der Stürmer im Sommer 2014 nach Europa. Er unterschrieb einen Vertrag bei Metallurg Nowokusnezk aus der Kontinentalen Hockey-Liga (KHL). Sein Engagement dort endete aber bereits Ende Dezember desselben Jahres nach nur 22 Einsätzen. O’Brien kehrte daraufhin nach Nordamerika zurück und kam für den Rest der Saison bei den Hershey Bears in der AHL unter. Im Sommer 2015 unterschrieb er als Free Agent einen Vertrag bei den New Jersey Devils aus der NHL, wo er aber vorzüglich bei den Albany Devils in der AHL eingesetzt wurde.

Nach einem Jahr bei den San Antonio Rampage schloss sich der Offensivspieler im Oktober den Belleville Senators an. Deren NHL-Kooperationspartner, die Ottawa Senators, statteten ihn im Februar 2018 mit einem Zweijahresvertrag aus. Diesen erfüllte er und wechselte anschließend im Juni 2019 zu den Nürnberg Ice Tigers in die Deutsche Eishockey Liga (DEL). Für die Ice Tigers kam er aufgrund einer Verletzung zu weniger als 20 Einsätzen. Nach der Saison 2019/20 beendete der 31-Jährige daher seine aktive Karriere.

International Für sein Heimatland spielte O’Brien im Juniorenbereich bei der World U-17 Hockey Challenge 2005, den U18-Junioren-Weltmeisterschaften 2006 und 2007 sowie der U20-Junioren-Weltmeisterschaft 2009. Bei der World U-17 Hockey Challenge und U20-Junioren-Weltmeisterschaft belegte der Stürmer jeweils den fünften Platz und damit außerhalb der Medaillenränge. Umso erfolgreicher verliefen die beiden U18-Junioren-Weltmeisterschaften. Im Jahr 2006 gewannen die Amerikaner nach einem 3:1-Sieg über Finnland die Goldmedaille. Zum Gewinn des Weltmeistertitels steuerte O’Brien in sechs Begegnungen vier Scorerpunkte bei. Darunter befanden sich drei Tore. Im folgenden Jahr scheiterten die US-Boys knapp an der Titelverteidigung, als sie erst im Finale Russland mit 5:6 unterlagen. Im Rahmen des Turniers steuerte der Angreifer in sieben Partien ebenso viele Punkte zum Silbermedaillengewinn bei.

Erfolge und Auszeichnungen 2006 Goldmedaille bei der U18-Junioren-Weltmeisterschaft 2007 Broadmoor-Trophy-Gewinn mit der University of Minnesota 2007 Silbermedaille bei der U18-Junioren-Weltmeisterschaft 2011 Calder-Cup-Gewinn mit den Binghamton Senators

Karrierestatistik Reguläre Saison Playoffs Saison Team Liga Sp T V Pkt SM Sp T V Pkt SM 2004/05 US National Team Development Program NAHL 40 10 12 22 41 – – – – – 2005/06 US National Team Development Program NAHL 13 6 10 16 14 – – – – – 2006/07 University of Minnesota NCAA 43 7 8 15 51 2007/08 Seattle Thunderbirds WHL 70 21 34 55 66 12 2 6 8 14 2008/09 Seattle Thunderbirds WHL 63 27 35 62 55 5 1 0 1 10 2008/09 Binghamton Senators AHL 6 0 1 1 0 – – – – – 2009/10 Binghamton Senators AHL 76 8 9 17 49 – – – – – 2010/11 Binghamton Senators AHL 74 24 32 56 67 23 3 4 7 12 2010/11 Ottawa Senators NHL 6 0 0 0 2 – – – – – 2011/12 Binghamton Senators AHL 27 7 7 14 10 – – – – – 2011/12 Ottawa Senators NHL 28 3 3 6 4 7 0 1 1 0 2012/13 Ottawa Senators NHL 29 5 1 6 8 – – – – – 2013/14 Binghamton Senators AHL 51 11 18 29 46 2 1 1 2 2 2014/15 Metallurg Nowokusnezk KHL 22 2 10 12 30 – – – – – 2014/15 Hershey Bears AHL 32 10 19 29 26 10 3 1 4 8 2015/16 Albany Devils AHL 56 19 19 38 48 6 2 3 5 4 2015/16 New Jersey Devils NHL 4 0 0 0 2 – – – – – 2016/17 San Antonio Rampage AHL 53 9 15 24 42 – – – – – 2017/18 Belleville Senators AHL 60 13 16 29 44 – – – – – 2017/18 Ottawa Senators NHL 10 0 1 1 0 – – – – – 2018/19 Belleville Senators AHL 11 1 2 3 4 – – – – – 2019/20 Nürnberg Ice Tigers DEL 15 1 1 2 10 – – – – – NAHL gesamt 53 16 22 38 55 – – – – – WHL gesamt 133 48 69 117 121 17 3 6 9 24 AHL gesamt 446 102 138 240 336 41 9 9 18 26 NHL gesamt 77 8 5 13 16 7 0 1 1 0

International Vertrat USA bei: World U-17 Hockey Challenge 2005 U18-Junioren-Weltmeisterschaft 2006 U18-Junioren-Weltmeisterschaft 2007 U20-Junioren-Weltmeisterschaft 2009

Jahr Team Veranstaltung Resultat Sp T V Pkt SM 2005 USA U17-WHC 5. Platz 5 2 3 5 6 2006 USA U18-WM 15px|1. Platz, Gold 6 3 1 4 6 2007 USA U18-WM 15px|2. Platz, Silber 7 3 4 7 12 2009 USA U20-WM 5. Platz 6 1 3 4 2 Junioren gesamt 24 9 11 20 26

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