mini|Dora García (rechts) Dora García (* 1965 in Valladolid) ist eine spanische Bildhauerin, Fotografin, Video- und Installationskünstlerin.

Leben García absolvierte den Bachelor und Master an der Universität Salamanca und der Círculo de Bellas Artes in Madrid. An der Rijksakademie van beeldende kunsten in Amsterdam schloss sie ein Postgraduales Studium an.

Sie interessiert sich für Antihelden, Soziale Randgruppen, Widerstand und Gegenkultur. García realisierte Filme über die Stasi (Rooms, Conversations, Film, 24‘, 2006), den Stand-up-Comedian Lenny Bruce (Just because everything is different it does not mean that anything has changed, Lenny Bruce in Sydney, Performance und Film, 60‘ Biennale of Sydney, 2008) und die Ursprünge der Antipsychiatrie (The Deviant Majority, Film, 34′, 2010). Dora García nahm an Treffen einer von Fritz Senn an der Zurich James Joyce Foundation geleiteten Lesegruppe zu Finnegans Wake von James Joyce teil, die den Ausgangspunkt für den Dokumentarfilm The Joycean Society (53’, 2013) darstellten. Segunda Vez (2015) ist ein Film über den Argentinischen Autor Oscar Masotta (1930–1979).Loop Barcelona Dora García abgerufen am 5. März 2017Apt Global Dora García abgerufen am 5. März 2017

2005/2006 war Dora García Stipendiatin in der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig. Ihre Recherche zu Stasi und Friedliche Revolution 1989 mündete in die Video-Arbeit und gleichnamige Ausstellung „Zimmer, Gespräche“ in der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig 2007.GfzK Leipzig Zimmer, Gespräche Bei ihren Recherchen stieß García auf das Archiv des Museums in der „Runden Ecke“. Das ihr vom Archiv ausgehändigte Videomaterial sowie Kopien von MfS-Bildmaterial verwendete García für ihre künstlerische Arbeit. Die Künstlerin und Professorin für Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig Prof. Tina Bara entdeckte sich daraufhin selbst auf einem Foto, das García für den Titel ihres Katalogs verwendet hatte. Als Reaktion darauf entwickelte Tina Bara gemeinsam mit ihrer Kollegin Alba d'Urbano die Arbeit „Covergirl: Wespen-Akte“,, auf bara.durbano.eu die sich mit der Entstehungsgeschichte der Arbeit und deren Bedeutungen, Zirkulations-, Rezeptions- und Kontextbedingungen auseinandersetzte.

2007 ließ García im Rahmen der Skulptur.Projekte eine dem Bettler Charles Filch aus der Dreigroschenoper nachempfundene Figur durch die Straßen Münsters flanieren. 2012 veröffentlichte Dora Garcia zur dOCUMENTA (13) Die Klau Mich Show.Die Klau Mich Show, abgerufen am 5. März 2017.

Ausstellungen (Auswahl) 2003: MACBA, Barcelona; Istanbul Biennale, Istanbul 2007: Skulptur.Projekte, Münster; GfZK, Leipzig 2008: Tate Gallery of Modern Art, London; 16. Biennale Sydney, Sydney 2009: 10. Biennale d’art contemporain de Lyon, Lyon 2010: Gwangju Biennale, Südkorea; Stiftung Kunsthalle Bern, Bern 2011/13: Biennale di Venezia, Venedig 2012: dOCUMENTA (13), Kassel 2013/14: Kunsthaus, Bregenz: Dora García. The Sinthome Score 2016: Museo Centro de Arte Dos de Mayo, Madrid 2022/23: Laboratorio Arte Alameda - Claustro, Mexiko-Stadt 2022/23: PalaisPopulaire, Berlin, 2023: Museo Helga de Alvear, Cáceres; Museo Reina Sofia, Madrid

Filme (Regie)

2013: The Joycean Society 2017: Para inducir el espíritu de la imagen 2018: Segunda vez 2020: Love with Obstacles 2021: Si Pudiera Desear Algo 2023: Amor Rojo

Literatur

dOCUMENTA (13). Das Begleitbuch/The Guidebook. Katalog/Catalog 3/3. Hatje Cantz, Ostfildern 2012, ISBN 978-3-7757-2954-3, S. 428.

Weblinks

Website Dora García

Interview mit Dora García im InitiArt Magazine, 14. November 2011 (englisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Installationskünstler (Spanien) Kategorie:Videokünstler (Spanien) Kategorie:Künstler (documenta) Kategorie:Spanier Kategorie:Geboren 1965 Kategorie:Frau