alternativtext=The Porsche 918 Spyder is powered by a 4.6 liter V8 engine with 447 kW, which is based on the 3.4 liter engine of the Porsche RS Spyder. E-motors on the front- and back-axle are adding 210 kW to a total engine performance of 652 kW. |mini|Porsche 918 Spyder, Sommer 2015 Das Porsche Museum ist ein Automuseum in Stuttgart. Das Werksmuseum der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG befindet sich am Porscheplatz im Stadtbezirk Zuffenhausen, genauer gesagt in dessen Stadtteil Zuffenhausen-Schützenbühl. Am 31. Januar 2009 wurde der Museumsneubau für das Publikum eröffnet. Im Juni 2011 kam der einmillionste Besucher.Pressemitteilung vom 3. Juni 2011, abgerufen am 27. Mai 2014 Es belegt hinter dem Mercedes-Benz-Museum den zweiten Platz der meistbesuchten Museen in Stuttgart; 2015 besuchten es etwa 450.000 Menschen.

Das alte Porsche Museum mini|Blick in das „alte“ Museum in der Porschestraße 1976 wurde das Museum für die Allgemeinheit geöffnet. Es war auf dem Werksgelände in einer ehemaligen Motorenfertigungshalle angesiedelt und wies eine Fläche von 620 Quadratmeter auf. Zwischen 70.000 und 80.000 Besucher besichtigten jährlich die etwa 20 ständig wechselnden Exponate. Der Eintritt war frei. Das Werksmuseum verfügte aber über eine erheblich größere Anzahl von Ausstellungsfahrzeugen. Die vorhandenen Rennwagen, Prototypen und die Serienfahrzeuge boten nur einen kleinen Einblick in die Geschichte des Herstellers, daher wurde die Ausstellung durch Filme über die Automobilentwicklung bei Porsche ergänzt. Dem Museum schloss sich ein dazugehöriger Shop an.

Porsche verfolgte das Konzept des „rollenden Museums“, was zum einen bedeutet, dass die Exponate ständig wechselten und zum anderen, dass die gezeigten Fahrzeuge oftmals noch fahrbereit und zum Teil sogar straßenzugelassen waren. Je nach Ausstellungsvariante konnte der Besucher vom Porsche aus dem Jahr 1948 auch Modelle der am Nürburgring, in Le Mans oder bei der Targa Florio eingesetzten Sieger- und Markenweltmeister-Fahrzeuge ebenso besichtigen, wie Siegerautos der Rallye Monte Carlo, wo Porsche-Fabrikate mehrfach Erfolge erzielten.

In den Dokumentationen begegnet der Besucher Siegernamen wie beispielsweise dem Rennbaron Huschke von Hanstein.

Das neue Porsche Museum mini|Das neue Porsche-Museum in der Bauausführung, September 2007 mini|Porsche Museum bei Nacht mini|Ansicht von Westen mini|Gebäude bei Nacht mit kunstvollen Reflexen mini|Skulptur am Porscheplatz 2023 Nachdem ein zunächst diskutiertes Museumsprojekt zusammen mit Mercedes-Benz auf dem ehemaligen Messegelände Killesberg nicht zustande gekommen war, begann Porsche mit den Planungen für ein neues Museum am Hauptsitz in Stuttgart-Zuffenhausen. Die Absicht war, dem Porsche-Platz mit dem Unternehmenssitz und den Porsche-Werkshallen eine markante Gestalt zu geben.

Die architektonische Gestaltung stammt vom Wiener Architektenbüro Delugan Meissl Associated Architects, welches sich im Wettbewerb gegen 170 Konkurrenten durchsetzen konnte. Das Konzept für den musealen Ausbau wurde vom Stuttgarter Büro hg merz architekten museumsgestalter entwickelt, das bereits für das Mercedes-Benz-Museum verantwortlich war.

Um der umfangreichen Unternehmensgeschichte gerecht werden zu können und Wünschen nach einem adäquaten Museumsstandort nachzukommen, gab die Porsche-Unternehmensleitung im Jahr 2004 den Entwurf der Architekten Delugan Meissl nach der Lösung der Planungsfragen zur Ausführung frei. Am 17. Oktober 2005 war offizieller Start des Bauprojekts.Schritt für Schritt: Die wichtigsten Entwicklungen, von der ersten offiziellen Entscheidung bis zur Eröffnung des Porsche-Museums im Überblick: eine Chronologie. Im Februar 2007 war der Rohbau fertig. Im Oktober 2008 wurden die ersten Kleinexponate und Vitrinen auf der Ausstellungsebene installiert und aufgebaut und einen Monat später kamen die ersten zwölf Ausstellungsfahrzeuge in das zweite Obergeschoss. Die offizielle Übergabe an den Bauherren erfolgte am 8. Dezember 2008. Die offizielle Einweihung wurde am 28. Januar 2009 gefeiert. Für die Allgemeinheit ist das Museum seit dem 31. Januar 2009 offen. Die Baukosten für das neue Museum haben sich auf zirka 100 Millionen Euro verdoppelt. Bis Juni 2011 wurden eine Million Besucher und bis dato 5100 Führungen gezählt. Knapp 35 % der Besucher sind Gäste aus dem Ausland. Im Frühjahr 2011 wurde eine Sonderausstellung zum Thema Ferdinand Porsche – Pionier des Hybridantriebs gezeigt.

Architektur Das Bauwerk steht in leichter Hanglage. Der Sockelbau, der als Tiefgarage genutzt wird, weist zwei Untergeschosse auf. Darauf folgen stufenartig das Erdgeschoss und ein Obergeschoss. Im Erdgeschoss befindet sich hinter einer Glasfront der Eingang mit einem schmalen Foyer, wo Kassentresen, Café und Museumsshop angeordnet sind. Außerdem ist dort die durch eine Glaswand abgetrennte Museumswerkstatt sowie das Firmenarchiv zu finden. mini|Blick von oben auf das Porsche Museum (2022) Oberhalb des Sockelbaus liegt der sogenannte Flieger mit dem Ausstellungsbereich. Der polygonal geformte Überbau wird nur durch drei Kerngruppen getragen, wodurch er schwebend wirkt. Die fensterlose Fassade ist mit weißen Rauten, der von unten sichtbare Teil mit spiegelnden Rauten belegt. Die Verbindung mit dem Foyer erfolgt unter anderem über zwei unterschiedlich lange Rolltreppen. Der Überbau beinhaltet die stützenfreie, weiß gestaltete und weitgehend fensterfreie Ausstellungshalle. In dieser sind auf rund 5.600 Quadratmeter Ausstellungsfläche 80 Fahrzeuge ausgestellt, die unter anderem durch eine dem Rundgang nach aufwärts führende spiralförmige Rampe an der Außenwand entlang erschlossen sind. Nur ein Fensterband ist im Ausstellungsbereich über den Produkten, die Porsche für andere Firmen entwickelt hat, vorhanden. Ein Restaurant befindet sich im Überbau hinter der großen Glasfassade mit der Blickrichtung zum Werk, im dritten Obergeschoss ist ein Konferenzbereich mit Zugang zu einer großen Dachterrasse eingerichtet.

Konstruktion Das Gebäude mit 21.000 Quadratmeter Gesamtnutzfläche besteht aus einem sogenannten Basement, das bis zu vier Etagen umfasst, davon zwei Untergeschosse. Dieser Baukörper wurde in Stahlbeton mit 3.400 Tonnen Betonstahl als Weiße Wanne mit Flachdecken ausgeführt und ist auf 115 Bohrpfählen mit 1,2 Meter Durchmesser und bis zu 25 Meter Länge gegründet. Oberhalb vom Basement sind nur noch drei Kerngruppen, bestehend aus einem vertikalen Schacht mit den Aufzugsanlagen und zwei Kernen mit Stützen in Y-Form, vorhanden. Auf den drei Kernen ist das Ausstellungsgebäude, der sogenannte Flieger, mit 35.000 Tonnen Gewicht in maximal 16 Meter Höhe als Brückenbauwerk gelagert. Dieser bis zu 150 Meter lange Baukörper weist eine Stahlkonstruktion mit 5.500 Tonnen Masse auf. Er besitzt Spannweiten von bis zu 60 Meter zwischen den Kernen und Auskragungen mit bis zu 45 Meter.

Gastronomie Im Porsche-Museum befinden sich drei Restaurants: das Besucherrestaurant Boxenstopp, eine Kaffeebar sowie das Restaurant Christophorus, das sich im oberen Teil des Gebäudes befindet. Das Christophorus ist im Old American Diner Stil eingerichtet und besitzt einen Weinkeller sowie eine direkt angeschlossene Zigarrenlounge. Die Gastronomie wird unternehmensintern betrieben.

Vermittlungsbereiche Das Porsche-Museum bietet im Rahmen der Vermittlungsarbeit Museumsführungen für offene und private Gruppen, sowie Führungen für Menschen mit Behinderung, Sensibilisierungsführungen und Führungen für Kinder an. Außerdem kann auch das Porsche-Werk besichtigt werden.

Daten und Fakten Allgemeines Gesamtkosten rund 100 Millionen Euro Maße Museumskörper Länge 140 Meter, Breite 70 Meter Gesamtfläche Bauwerk 25.800 Quadratmeter Fassadenfläche des Ausstellungskörpers rund 10.000 Quadratmeter, bestehend aus rund 30.000 Rauten Gewicht Museumskörper rund 35.000 Tonnen Stahl rund 12.500 Tonnen Beton rund 21.000 Kubikmeter Aushub (Erde) rund 66.000 Kubikmeter Ausstellung Exponate rund 80 Museumsfahrzeuge und 200 Kleinexponate Bestand Museumsfahrzeuge gesamt mehr als 600 Exponate Ausstellungsfläche gesamt 5.600 Quadratmeter Veranstaltungsfläche gesamt 1.400 Quadratmeter Veranstaltungsfläche Konferenzbereich 600 Quadratmeter Veranstaltungsfläche Dachterrasse 800 Quadratmeter

Exponate Die ständig wechselnden Ausstellungsfahrzeuge des Museums werden „aus dem Museumsbestand von etwa 450 vorzeigenswerten Exponaten gezeigt“., S. 62 Einige dieser Exponate werden der Öffentlichkeit gelegentlich auch im Einsatz gezeigt, wie beispielsweise im Rahmen von Renntaxifahrten anlässlich des Bergrennens Arosa ClassicCar. Seit 2011 findet jährlich die Porsche Soundnacht statt, eine spezielle Veranstaltung, wo ausgesuchte Museums-Exponate wieder zum Leben erweckt werden6. Porsche Soundnacht 2016 - «From Past to Present» Ausführlicher Bericht mit vielen Tonaufnahmen der Porsche Soundnacht auf zwischengas.com (zuletzt aufgerufen 2. November 2016). Die Veranstaltung ist bei Porsche- und Motorsport-Fans bereits Kult und in dieser Form einzigartig.

Die wichtigsten Exponate des Porsche-MuseumsEdition Porsche Museum: Die Autos. The Cars. Dr.Ing.h.c.F.Porsche, Edition Porsche-Museum, 1. Auflage 2009.

Typ 64

Baujahr: 1939, Motor: Vierzylinder-Boxermotor, Hubraum: 1.131 cm³ Leistung: 33 PS (24 kW), Höchstgeschwindigkeit: 140 km/h. Der für das Langstreckenrennen Berlin-Rom entworfene Sportwagen erhielt die Bezeichnung Karosserie Typ 64 und gilt als der „Ur-Porsche“. Die Karosserie bestand aus Aluminium und diente für Ansätze späterer Sportwagen von Porsche. Auf öffentlichen Straßen wurde eine Geschwindigkeit von 130 km/h erreicht.

VW Käfer

Baujahr: 1950, Motor: Vierzylinder-Boxermotor, Hubraum: 1.131 cm³ Leistung: 25 PS (18 kW) Höchstgeschwindigkeit: 105 km/h. Ferdinand Porsche stellte im Januar 1934 den Bau eines „Deutschen Volkswagens“ vor. Für das kompakte Modell sah Porsche einen luftgekühlten Vierzylinder-Motor im Heck, eine Kurbellenkerachse, die Drehstabfederung sowie die Aufteilung des Fahrzeugs in Bodenplatte und Karosserie vor. Das Design vereinte eine Stromlinienform mit einem Platzangebot für vier Personen – es entstand die bekannte Käfer-Silhouette. Bis 2003 rollten weltweit 21,5 Millionen Käfer von den Bändern der Volkswagen AG.

Porsche 356 „Nr. 1“ Roadster

Baujahr: 1948 Motor: Vierzylinder-Boxermotor Hubraum: 1.131 cm³ Leistung: 35 PS (26 kW) Höchstgeschwindigkeit: 135 km/h. Im Frühjahr 1948 entstand in Gmünd (Kärnten) der erste Sportwagen mit dem Namen Porsche. Der Prototyp des Porsche Typ 356 „Nr. 1“ war am 8. Juni fahrbereit, die Kärntner Landesregierung erteilte eine Einzelgenehmigung zum Erprobungseinsatz auf öffentlichen Straßen. Der Mittelmotor-Sportwagen war mit einem auf 35 PS gesteigerten VW-Motor ausgerüstet. Er erreichte bei einem Gewicht von 585 kg eine Höchstgeschwindigkeit von 135 km/h. Im August 1948 nahm er beim Innsbrucker Stadtrennen teil.

Porsche 356 Coupé „Ferdinand“

Baujahr: 1950 Motor: Vierzylinder-Boxermotor Hubraum: 1.086 cm³ Leistung: 40 PS (29 kW) Höchstgeschwindigkeit: 140 km/h. Am Gründonnerstag 1950 begann ein neues Kapitel für Porsche, als der erste in Stuttgart gebaute Typ 356 aus der Werkshalle rollte. Die Versuchsfahrzeuge bekamen bei Porsche traditionell Beinamen: Das im Museum gezeigte Exemplar heißt „Ferdinand“. Er kam als „rollender Prüfstand“ zum Einsatz.

Porsche 356 America Roadster

Baujahr: 1953, Motor: Vierzylinder-Boxermotor, Hubraum: 1.488 cm³, Leistung: 70 PS (51 kW), Höchstgeschwindigkeit: 177 km/h. Exklusiv für den nordamerikanischen Markt entstand ein Roadster, der wesentlich leichter war, als die zur selben Zeit produzierten Modelle der 356-Serie. Das geringe Gewicht von 605 kg erreichte der Wagen durch eine leichte Aluminiumkarosserie mit tief ausgeschnittenen Türen, aufsteckbaren Seitenscheiben und einem Notverdeck. Der spartanisch ausgestattete Vorläufer des 356 Speedster war speziell für den Einsatz im Rennsport konzipiert.

Porsche 550 A Spyder