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Die Gelbfußdrossel (Turdus flavipes), auch Köhlerdrossel, ist eine in Südamerika vorkommende Singvogelart aus der Gattung der Echten Drosseln (Turdus). Das Artepitheton ist von den lateinischen Worten flavus für ‚gelb‘ und pes für ‚Fuß‘ abgeleitet.

Beschreibung Aussehen Die Art erreicht eine Körperlänge von etwa 22 Zentimetern und ein Gewicht von 55,0 bis 72,0 Gramm.Nigel Collar, u. a. (2020) Zwischen den Geschlechtern besteht ein leichter Sexualdimorphismus. Bei den Männchen sind Kopf, Brust, Rücken, Flügel und Steuerfedern schwarz gefärbt. Die Armdecken sowie der Bauch sind dunkelgrau. Schnabel, Augenring, Beine und Füße haben eine kräftige gelbe Farbe, die bei den Weibchen etwas blasser ausgeprägt ist. Das Gefieder der Weibchen tendiert zu bräunlichen Tönungen, wobei die Brust- und Bauchbereiche noch etwas aufgehellt sind.

Gesang Der Gesang wird bevorzugt von einer hohen Warte, beispielsweise einer Baumkrone vorgetragen. Er ist sehr variabel, sehr musikalisch, zuweilen etwas schrill und besteht aus einer Aneinanderreihung von lauten, melodischen und mehrfach wiederholten Phrasierungen.

Verbreitung, Unterarten und Lebensraum Neben der im Südosten Brasiliens und Paraguays sowie in Nordostargentinien vorkommenden Nominatform Turdus flavipes flavipes , 1818Louis Pierre Vieillot (1818), S. 277 sind vier weitere Unterarten bekannt:IOC Word Bird List Trushes Turdus flavipes melanopleura (, 1900)Richard Bowdler Sharpe (1900), S. 87, Tafel 103 Abbildung 2 – im Nordosten Venezuelas und auf Trinidad, Turdus flavipes polionotus (, 1900)Richard Bowdler Sharpe (1900), S. 85, Tafel 103 Abbildung 1 – im Süden Venezuelas, in Guyana und im Nordosten Brasiliens, Turdus flavipes venezuelensis (, 1900)Richard Bowdler Sharpe (1900), S. 83 – Kolumbien und Nordwestvenezuela, Turdus flavipes xanthoscelus , 1847William Jardine, 7. Baronet (1900), S. 329 – auf Tobago. Die Art besiedelt feuchte Wälder und Lichtungen sowie Randgebiete von Kaffeeplantagen, in Gebieten, die vom Flachland bis in eine Höhe von 2000 Metern reichen, in Venezuela zuweilen bis 2500 Meter.

Turdus tephromelas 1901Arnaldo de Winkelried Bertoni (1901), S. 146–147 wird heute wie Turdus carbonarius , 1823Martin Hinrich Lichtenstein (1823), S. 37–38 als Synonym zur Nominatform betrachtet.

Lebensweise Die Vögel ernähren sich in erster Linie von Früchten, gelegentlich auch von Insekten (Insecta). Gerne werden die Früchte und Samen von Myrica oder Sloanea-Arten angenommen. Im Gegensatz zu vielen anderen Drosselarten halten sie sich nur wenig am Boden auf. Sie leben in der Regel paarweise. Die Brutsaison wurde regional unterschiedlich in einem Zeitraum zwischen März und Juli in Trinidad, zwischen September und Dezember in Kolumbien und zwischen November und Januar in Brasilien dokumentiert. Das flache, schalenförmige Nest wird aus Moos, Schlamm und Wurzeln gefertigt, bevorzugt in Felsnischen angelegt und mit zwei Eiern versehen. Diese sind blass blau bis grünlich gefärbt und mit rotbraunen Sprenkeln versehen. Detaillierte Erkenntnisse zum Brutverhalten liegen gegenwärtig nicht vor.

Etymologie und Forschungsgeschichte Die Erstbeschreibung der Gelbfußdrossel erfolgte 1818 durch Louis Pierre Vieillot unter dem wissenschaftlichen Namen Turdus flavipes. Das Typusexemplar hatte Pierre Antoine Delalande in Brasilien gesammelt. Bereits 1758 führte Carl von Linné die für die Wissenschaft neue Gattung Turdus ein.Carl von Linné (1758), S. 168 Der Begriff stammt von ab.Turdus The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Der Artname flavipes ist ein Wortgebilde aus und .flavipes The Key to Scientific Names. Edited by James A. Jobling Venezuelensis bezieht sich auf Venezuela. Melanopleura hat seinen Ursprung in und melanopleura The Key to Scientific Names. Edited by James A. Jobling, polionotus in und polionotus The Key to Scientific Names. Edited by James A. Jobling, xanthoscelus in und xanthoscelus The Key to Scientific Names. Edited by James A. Jobling, carbonarius in carbonarius The Key to Scientific Names. Edited by James A. Jobling und tephromelas in und . Alfred Laubmann hatte für sein Werk Die Vögel von Paraguay keinen Balg zur Verfügung. Für Paraguay nannte er die Unterart Platycichla flaviceps flaviceps. In der Literatur betrachtete er im Departamento Alto Paraná sowie in Puerto Bertoni und am Rio IguaçuArnaldo de Winkelried Bertoni (1914), S. 59. durch Arnaldo de Winkelried Bertoni die einzigen Nachweise für das Land.Alfred Laubmann (1940), S. 222

Gefährdung und Schutz Der Vogel ist in ihren Verbreitungsgebieten nicht selten und wird demzufolge von der Weltnaturschutzorganisation IUCN als Datei:LC IUCN 3 1.svg „Least Concern = nicht gefährdet“ klassifiziert. Lediglich die Unterart T. flavipes xanthoscela hat auf Tobago ein sehr kleines Vorkommensgebiet und der Bestand der dortigen Individuenzahl sollte auch zukünftig aufmerksam dokumentiert werden.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Drosseln