Pirque ist eine Ortschaft im Departamento Cochabamba im südamerikanischen Anden-Staat Bolivien.

Lage im Nahraum Pirque ist viertgrößte Ortschaft im Kanton Itapaya und liegt im Municipio Sipe Sipe in der Provinz Quillacollo. Die Ortschaft liegt auf einer Höhe von in einem Talkessel direkt am rechten, südlichen Ufer des Río Tapacarí, der bei Tajra in den Río Rocha mündet, den Hauptquellfluss des bolivianischen Río Grande.

Geographie Pirque liegt in der bolivianischen Cordillera Central im Übergangsbereich zum bolivianischen Tiefland. Die Region weist ein typisches Tageszeitenklima auf, bei dem die mittleren Temperaturschwankungen im Tagesverlauf deutlicher ausfallen als im Jahresverlauf.

Die mittlere Durchschnittstemperatur der Region liegt bei etwa 20 °C (siehe Klimadiagramm Capinota) und schwankt nur unwesentlich zwischen 16 °C im Juni und Juli und gut 22 °C im November und Dezember. Der Jahresniederschlag beträgt etwa 550 mm und weist eine ausgeprägte Trockenzeit von April bis November mit Monatsniederschlägen von unter 10 mm auf, nur in der Feuchtezeit von Dezember bis März fallen bis zu 140 mm Monatsniederschlag.

Verkehrsnetz Pirque liegt in südwestlicher Richtung 39 Straßenkilometer entfernt von Cochabamba, der Hauptstadt des Departamentos.

Von Cochabamba aus führt in westlicher Richtung die asphaltierte Nationalstraße Ruta 4 über die Stadt Quillacollo nach Parotani, wo nach Süden hin Landstraßen nach Capinota, Arque und San Pedro de Buena Vista abzweigen. Westlich von Parotani führt die Ruta 4 weiter über Pirque nach Caracollo, wo sie auf die Ruta 1 stößt, die den Altiplano von Norden nach Süden durchquert und Verbindungen nach La Paz, Oruro und Potosí herstellt.

Dort, wo die Ruta 4 südlich von Parotani den Río Tapacarí überquert, zweigt direkt hinter der Brücke in Pirque eine asphaltierte Nebenstraße in östlicher Richtung ab und führt über Tajra in das vier Kilometer entfernte Itapaya an der Mündung des Río Kakiari in den Río Rocha.

Bevölkerung Die Einwohnerzahl des Ortes ist in den vergangenen beiden Jahrzehnten um mehr als die Hälfte angestiegen: Jahr Einwohner Quelle 1992 299 VolkszählungInstituto Nacional de Estadística Bolivia (INE) 1992 2001 448 VolkszählungINE – Instituto Nacional de Estadística Bolivia 2001 2012 484 Volkszählung 2024 Volkszählung Die Region weist einen hohen Anteil an Quechua-Bevölkerung auf, im Municipio Sipe Sipe sprechen 83,9 Prozent der Bevölkerung die Quechua-SpracheINE-Sozialdaten 2001 (PDF; 8,0 MB).

Einzelnachweise

Weblinks Municipio Sipe Sipe - Übersichtskarten Nr. 30902 Municipio Sipe Sipe - Detailkarte und Bevölkerungsdaten (PDF; 440 kB) (spanisch) Departamento Cochabamba - Sozialdaten der Municipios (PDF; 7,58 MB) (spanisch)