Merklín (deutsch Merkelsgrün) ist eine Gemeinde im Karlovarský kraj in Tschechien.

Geografie mini|links|Kartenausschnitt von 1881

Merklín liegt am Fuß der Südabdachung des Erzgebirges unterhalb des Plešivec in einem Talkessel an der Einmündung des Eliášův potok in die Bystřice. Der 2 Kilometer nördlich der Stadt Hroznětín befindliche Ort gehört dem Okres Karlovy Vary an. Er ist ein Erholungsort in den Wäldern des Erzgebirges.

Gemeindegliederung Die Gemeinde Merklín besteht aus den Ortsteilen Lípa (Lindig), Merklín (Merkelsgrün), Pstruží (Salmthal) und Oldřiš (Ullersgrün)http://www.uir.cz/casti-obce-obec/555363/Obec-Merklin, die zugleich auch Katastralbezirke bilden.http://www.uir.cz/katastralni-uzemi-obec/555363/Obec-Merklin

Nachbarorte

Geschichte mini|links|Bahnhof Die erste Erwähnung von Merkelsgrün erfolgte am 23. Mai 1273 in einer päpstlichen Urkunde Gregors X. Bis zur Revolution 1848/1849 gehörte der Ort zur Herrschaft Schlackenwerth.

Mit Eröffnung der Lokalbahn Karlsbad–(Dallwitz)–Merkelsgrün erhielt Merkelsgrün Eisenbahnanschluss.

Am 1. Dezember 1930 hatte die Gemeinde Merkelsgrün 659 Einwohner, am 17. Mai 1939 waren es 556 und am 22. Mai 1947 noch 527 Bewohner.

Die Gemeinde ist ein traditioneller Standort holzverarbeitender Betriebe. Die Pappenfabrik G.T. Mandl ist neben der Elektroporcelán a.s., einem Hersteller von Elektroisolatoren, der Hauptarbeitgeber des Ortes.

Entwicklung der Einwohnerzahl Jahr Einwohnerzahl1869 1341880 1751890 3281900 4211910 730 Jahr Einwohnerzahl1921 6411930 6591950 7381961 8691970 698 Jahr Einwohnerzahl1980 9131991 8892001 11022011 1061

Literatur Thomas Lang: Das Böhmische Erzgebirge. Ein unterhaltsamer Streifzug durch die Geschichte. Teil 1: Der Westen des Böhmischen Erzgebirges mit Elstergebirge. Verlag Tschirner & Co, Leipzig 2026, ISBN 978-3-9827881-1-1 (S. 367–379)

Weblinks

Website der Gemeinde Merklín tschechisch

Einzelnachweise

Merklin u Karlovych Var Kategorie:Ersterwähnung 1273