Hans Alex Marko (* 24. Februar 1925 in Kronstadt, Königreich Rumänien; † 12. September 2017 in Gräfelfing) war ein deutscher Ingenieur der Nachrichtentechnik und Hochschullehrer an der Technischen Universität München.
Leben Hans Marko wuchs in Siebenbürgen auf und legte 1943 am Honterus-Gymnasium in seiner Heimatstadt das Abitur ab. Er studierte von 1946 bis 1951 Nachrichtentechnik an der TH Stuttgart und promovierte dort 1953 bei Richard Feldtkeller. Er arbeitete danach als Entwicklungsingenieur und später als Abteilungsleiter bei der Standard Elektrik Lorenz AG und entwickelte dort eines der ersten Pulscodemodulations-Systeme Deutschlands. Nebenher hielt er Vorlesungen an den Hochschulen Stuttgart und Karlsruhe. 1961 verfasste er seine Habilitationsschrift über die Ausnutzung von Telegrafiekanälen zur Informationsübertragung.
Im Jahr 1962 wurde Hans Marko Nachfolger von Hans Piloty als Inhaber des Lehrstuhls für Nachrichtentechnik an der TH München. Er wirkte bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1993 erfolgreich in Lehre und Forschung. Er betreute 9 Habilitationen und 75 Promotionen.
Die von ihm und seinem Institut bearbeiteten Wissenschaftsgebiete umfassten unter anderem: Anwendung der Systemtheorie in technischen, biologischen und kybernetischen Systemen und deren mehrdimensionale Erweiterung für die Bildverarbeitung und Mustererkennung Weiterentwicklung der Shannonschen Informationstheorie zur bidirektional-orientierten Kommunikationstheorie Theoretische Untersuchungen und praktische Realisierungen von hochratigen digitalen Übertragungssystemen über Kabel und Glasfaser.
Hans Marko war Inhaber zahlreicher Patente, Autor mehrerer Bücher sowie mehr als hundert Veröffentlichungen. Er war zweimal verheiratet und hatte drei Kinder.
Mitgliedschaften Gründungsmitglied der Academia Scientiarium et Artium Europaea in Salzburg
Ehrungen Ernennung zum IEEE Fellow des Institute of Electrical and Electronics Engineers (1978) Gastprofessuren an den Universitäten Delft, Los Angeles, Tokio, Kapstadt, St. Petersburg und Moskau Karl-Küpfmüller-Preis der Informationstechnischen Gesellschaft im VDE (1984) Ehrendoktorwürde der TH Darmstadt (1985) Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland (1994) Siebenbürgisch-Sächsischer Kulturpreis (1995)
Veröffentlichungen
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Elektroingenieur Kategorie:Hochschullehrer (Technische Universität München) Kategorie:Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste Kategorie:Ehrendoktor der Technischen Universität Darmstadt Kategorie:Persönlichkeit der Elektrotechnik Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes Kategorie:Absolvent der Universität Stuttgart Kategorie:Wikipedia:Träger des Bundesverdienstkreuzes (Ausprägung ungeklärt) Kategorie:Träger des Siebenbürgisch-Sächsischen Kulturpreises Kategorie:IEEE Fellow Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1925 Kategorie:Gestorben 2017 Kategorie:Mann