mini|hochkant|Ridi Meininger, um 1894 Ridi Meininger, verheiratete Ridi Niedermeyr bzw. Niedermeyr-Meininger (* 10. September 1866 in München10 Settembre 1866, Lunedì im Almanacco von Gherardo Casaglia auf Amadeus.net.; † 11. März 1915 ebenda11 Marzo 1915, Giovedì im Almanacco von Gherardo Casaglia auf Amadeus.net.), war eine deutsche Operettensängerin.

Leben Meiningers Weg führte vom Kabarett über die Singspielhalle zur gefeierten Operettensängerin.Ridi Meininger †. In: Münchener Stadtanzeiger, 27. Jg., Nr. 12, 20. März 1915, S. 2 f. Von 1886 bis 1888 war sie in Regensburg engagiert und ab 1888 am Münchner Gärtnerplatztheater.

Am Gärtnerplatztheater sang und spielte sie 1888 die „Rosalinde“ in der 100. Aufführung des Theaters der Strauss-Operette Die Fledermaus und die „Maria Franziska“ bei der Wiederaufführung „bei elektrischer Beleuchtung“ von Richard Genées Der Seekadett. Weitere Rollen am Gärtnerplatztheater waren 1889 die „Ninon“ in der Uraufführung von Alfred Zamaras Singspiel Der Herr Abbé, 1889 die „Prinzessin Blanche de Coligny“ in Rudolf Dellinger komischer Operette „Capitain Fracassa“ und in Karl Horaks Inszenierung von Jacques Offenbachs „Hoffmanns Erzählungen“ die Soprankombination Olympia, Antonia, 1890 die Bänkelsängerin „Elsie“ in Der Königsgardist nach Arthur Sullivans Operette The Yeomen of the Guard und die „Harriet“ in Der arme Jonathan (Carl Millöcker), 1891 die „Kurfürstin Marie“ in Carl Zellers Heimatoperette Der Vogelhändler, 1892 die „Lady Sylvia Rockhill“ in Das Sonntagskind (Carl Millöcker) und die „Irene“ in Karl Komzáks Volksoper Edelweiss, 1893 die „Margit van der Meeren“ in Karl Weinbergers Operette Lachende Erben.Thomas Siedhoff (Red.); Elke Schöninger (Mitarb.): Actien-Volkstheater – Repertoire der Spielzeiten 1865–1872/73. Königliches Theater am Gärtnerplatz – Repertoire der Spielzeiten 1873/74–1917/18. Gärtnerplatztheater – Repertoire der Spielzeiten 1918/19–1930/31. Staatstheater am Gärtnerplatz; abgerufen am 26. Februar 2017. Dennoch blieb die 1. Operettensängerin des Gärtnerplatztheaters dort EnsemblemitgliedGöggingen, Kurhaus-Theater. In: 1895. Neuer Theater-Almanach. 6. Jg., F.A. Günther & Sohn, Berlin 1895, S. 459., hatte im Sommer 1894 ein Gastspiel am Kurhaus-Theater Göggingen.Göggingen, Kurhaus-Theater. In: 1895. Neuer Theater-Almanach. 6. Jg., F.A. Günther & Sohn, Berlin 1895, S. 376. Im Oktober 1894 war sie in Mamsell’ Cerevis (Robert Pohl und Richard Genée) zu sehen.Theater- und Kunstberichte aus München. In: Der Humorist, 14. Jg., Nr. 29, 10. Oktober 1894, S. 7.

Es folgte 1894 der Ruf Angelo Neumanns an das Prager Deutsche Theater.Ridi Meininger. In: Der Humorist, 14. Jg., Nr. 17, 10. Juni 1894, S. 2. Bereits 1893 hatte sie am Prager Stadttheater ein Gastspiel in Millöckers Operette Der BettelstudentStadttheater. In: Innsbrucker Nachrichten, 17. Januar 1893, S. 6 f. sowie im Rahmen des deutschen Sommertheaters am Volkstheater Kgl. Weinberge in Prag als Königin in der komischen Oper Farinelli, einer Inszenierung anhand des Stoffs von Friedrich Wilhelm Wulff und Th. TeßmannVom deutschen Sommertheater. In: Prager Abendblatt, Nr. 129, 9. Juni 1893, S. 3 und Werbeanzeige auf S. 5, ein Stück, in dem sie bereits im Januar des Jahres am Innsbrucker Stadttheater gastierte.Stadttheater. In: Innsbrucker Nachrichten, Nr. 11, 14. Jänner 1893, S. 5 f. In Prag sollte sie die Nachfolge von Johanna „Hanna“ WradaWrada, Hanna (Johanna). In: Vom Rittergut zum Großgrundbesitz. Ökonomische und soziale Transformationsprozesse der ländlichen Eliten in Brandenburg im 19. Jahrhundert. Walter de Gruyter GmbH & Co KG, 2003, ISBN 978-3-050-07745-1, S. 3612. antreten.Theater und Kunst. In: Der Humorist, 14. Jg., Nr. 17, 10. Juni 1994, S. 2.

Dem Ruf nach Prag folgte sie anscheinend nicht, denn 1898 gehörte Ridi Niedermeyr-Meininger noch immer dem Gärtnerplatztheaterensemble an.Theater am Gärtnerplatz, königl. Eigenthum. In: Neuer Theater-Almanach. 9. Jg., F.A. Günther & Sohn, Berlin 1898, S. 467. Nachgewiesen sind aber Gastspielengagements, zum Beispiel am königlichen Schloss- und Stadttheater Ansbach und Lahr im Jahr 1898Ansbach und Lahr, königl. Schloß- und Stadttheater. In: Neuer Theater-Almanach. 9. Jg., F.A. Günther & Sohn, Berlin 1898, S. 260. und am Stadttheater Passau.Passau, Stadttheater. In: Neuer Theater-Almanach. 9. Jg., F.A. Günther & Sohn, Berlin 1898, S. 484. Zudem trat sie wohl in Nürnberg auf.

In der Spielzeit 1901/02 trat sie am Stadttheater Klagenfurt auf.Klagenfurt, Stadttheater. In: 1902. Neuer Theater-Almanach. 13. Jg., F.A. Günther & Sohn, Berlin 1902, S. 406. Von 1907 bis 1909 sang und spielte sie am Innsbrucker Stadttheater, dort in der ersten Operettenaufführung der Saison 1907/08 die Titelrolle in Franz von Suppés Boccaccio1907-10-04. Tirolensien.at; abgerufen am 26. Februar 2017.1908-10-08. Tirolensien.at; abgerufen am 26. Februar 2017., später in Robert Planquettes Operette Die Glocken von Corneville1908-02-12. Tirolensien.at; abgerufen am 26. Februar 2017. und an ihrem Ehrenabend als 1. Operettensängerin im Februar 1902 die Rolle des Dienstmädchens „Suza“ in Franz Lehárs Der Rastelbinder.1908-02-17. Tirolensien.at; abgerufen am 26. Februar 2017. Als Benefizveranstaltung zu ihren Gunsten wurde dort im Februar 1908 Carl Michael Ziehrers Operette Die drei Wünsche aufgeführt, im Abonnement mit Béla von Ujjs Operette Die kleine Prinzessin, in der Meininger als „Prinzessin Irene“ selbst auftrat.Theater. In: Allgemeiner Tiroler Anzeiger, Nr. 41, 18. Februar 1908, S. 7.

Später verarmte sie und starb 1915 im Alter von 48 Jahren.

Literatur Meininger, Ridi (verh. Niedermeyr). In: Ottmar G. Flüggen: Biographisches Bühnen-Lexikon der Deutschen Theater von Beginn der Deutschen Schauspielkunst bis zur Gegenwart. A. Bruckmann, 1892. Ridi Meininger. In: Der Humorist, 14. Jg., Nr. 17, 10. Juni 1994, S. 2. (online)

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