Tomasz Sikorski (* 19. Mai 1939 in Warschau; † 12. November 1988 ebenda) war ein polnischer Komponist und Pianist.

Der Sohn von Kazimierz Sikorski war am Warschauer Konservatorium Schüler seines Vaters sowie von Zbigniew Drzewiecki. Danach studierte er von 1965 bis 1966 in Paris bei Nadia Boulanger. Von 1975 bis 1976 arbeitete er am Columbia-Princeton Electronic Music Center in New York City. Danach lebte er als Pianist und freischaffender Komponist in Warschau.

Neben Klavierwerken und einer Funkoper komponierte Sikorski zahlreiche Instrumentalwerke, teilweise auch mit Einsatz eines Tonbandes.

Werke 2 Präludien für Klavier, 1955 Variationen (Wariacje) für Klavier und Schlagzeug, 1960 Echo II für Klaviere, Glocken, Gongs, Tamtams und Tonband, 1961–63 Skizzen für Streichquartett, 1962 Antiphone für Sopran, Klavier, Horn, Glocken, Gongs und Tonband, 1963 Prologe für Frauenchor, Klaviere, Flöten, Hörner und Schlagzeug, 1964 Concerto breve für Klavier, Bläser und Schlagzeug, 1965 Monodia e sequenza für Flöte und Klavier 1966 Sequenza I für Orchester, 1966 Sonant, für Klavier, 1967 Intersection für Schlagzeug, 1968 Homophonie für Hörner, Trompeten, Posaunen, Klavier und Gong, 1968–70 Diaphonie für zwei Klaviere, 1969 Musik für Blasinstrumente und Tamtams, 1969 Für Streicher für 3 Violinen und 3 Violen, 1970 Collage für Frauenchor, Instrumente und Tonband, 1970 Musique diatonique für Blasinstrumente und 8 Gongs, 1970 Vox humana für Chor, Klaviere, Blechbläser, Gongs und Tamtams, 1971–72 Die Abenteuer von Sindbad dem Seefahrer (Przygody Sindbada zeglarza), Radiooper für 6 Sprechstimmen, Sopran, Tenor, Frauenchor und Orchester, 1971–72 Zerstreutes Hinausschauen (Widok z okna oglądany w roztargnieniu) für Klavier, 1971/72 Ohne Titel (Bez tytułu) für Klarinette, Posaune, Klavier und Cello, 1972 Holzwege für kleines Orchester, 1972 Musik hören (Muzyka nasłuchiwania) für 2 Klaviere, 1973 Musik aus der Ferne für Chor, Blasinstrumente, Klavier und Schlagzeug, 1974 Andere Stimmen für Blasinstrumente, Gongs und Glocken, 1975 Die Einsamkeit der Klänge für Tonband, 1975 Die Krankheit zum Tode für Sprecher, 2 Klaviere, Trompeten und Hörner auf Texte von Søren Kierkegaard, 1976 Musik im Zwielicht für Klavier und Orchester, 1978 Hymnos für Klavier, 1979 Strings in the Earth, 1979–80 Monophonie für Orchester, 1979–80 Lontano für Orchester, 1979–80 Ositato für Orchester, 1979–80 Autograph für Klavier, 1980 Modus, 1980 Von fern ein Vogel für Sprecher, Klavichord und Tonband. Text von Samuel Beckett, 1981 2 Portraits für Orchester, 1981–82 Paesaggio d'inverno für Streicher, 1982 Modus für Solocello, 1982 Euphonie für Klavier, 1982 Selbstporträt für Orchester, 1983 Autoritratto für zwei Klaviere und Orchester, 1983 Kleines Concerto für Orchester, 1983 Recitativo ed Aria für Streicher 1983/84 La notte „Omaggio a Friedrich Nietzsche“ für Streicher, 1984 Rondo für Cembalo, 1984 Moderato Cantabile für Solocello, 1986 Das Schweigen der Sirenen (nach Franz Kafka) für Cello, 1986 Omaggio „in memoriam Borges“ für 4 Klaviere und Orchester, 1987 Diario 87 für Tonband und Sprechstimme, 1987

Weblinks

Tomasz Sikorski. In: culture.pl (englisch)

Kategorie:Komponist (Polen) Kategorie:Komponist klassischer Musik (20. Jahrhundert) Kategorie:Komponist (Chor) Kategorie:Künstler (Warschau) Kategorie:Pole Kategorie:Geboren 1939 Kategorie:Gestorben 1988 Kategorie:Mann