Nußdorf am Haunsberg ist eine Gemeinde im Bezirk Salzburg-Umgebung des Bundeslandes Salzburg in Österreich mit Einwohnern (Stand ).
Geografie Die Gemeinde liegt im nördlichen Flachgau an der Nordwestseite des hohen Haunsbergs im Oichtental, rund 20 Kilometer nördlich der Landeshauptstadt Salzburg. Die Gemeindegrenze im Westen bildet über weite Strecken die Oichten, die Grenze im Südwesten die Salzach. An deren Zusammenfluss liegt mit 400 Meter über dem Meer der tiefste Punkt der Gemeinde.
Die Fläche beträgt Quadratkilometer, davon sind 44 Prozent landwirtschaftliche Nutzfläche und 46 Prozent bewaldet.
Im Gemeindegebiet von Nußdorf befindet sich entlang der Salzach die Weitwörther Au, welche aufwändig renaturiert wurde und nun ein Europaschutzgebiet darstellt. Zusammen mit der südlich angrenzenden Antheringer Au wird die Weitwörther Au ab 2029 den Naturpark Salzachauen bilden.https://www.salzburg.gv.at/magazin/seiten/schutz-fuer-mensch-und-naturhttps://www.salzachauen.at/besucherinfo/
Gemeindegliederung Die Gemeinde umfasst drei Katastralgemeinden: Nußdorf Pinswag Weitwörth
und gliedert sich in 23 Ortschaften (Einwohner Stand ):
Die Gemeinde ist Teil des Gerichtsbezirks Seekirchen am Wallersee.
Nachbargemeinden
Geschichte Im Kroisgraben werden 50 Millionen Jahre alte Fossilien von Muscheln, Schnecken, Haifischzähnen und Seeigeln gefunden.
Die Filialkirche St. Pankraz wurde zu Beginn des 18. Jahrhunderts erbaut. Bei Renovierungsarbeiten von 2002 bis 2004 wurden die Grundmauern eines Renaissance-Schlosses entdeckt.
Bevölkerungsentwicklung
Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Schloss Weitwörth mini|hochkant|Pfarrkirche Nußdorf am Haunsberg
Burg Haunsperg Schloss Weitwörth Katholische Pfarrkirche Nußdorf am Haunsberg hl. Georg Vega-Sternwarte am Haunsberg Keltisches Eisendepot: In Hainbach im Oichtental wurde 1894 bei Rodungsarbeiten ein spätkeltisches Eisendepot freigelegt. Zeitlich wird der Fund in die späte Latènezeit zu Beginn der römischen Epoche eingeordnet. Die Fundobjekte sind drei beim Nachgraben beschädigte Sensenblätter, ein Sensenring, ein Pflugmesser und eine Pflugschar sowie ein großes Beil. Diese Objekte befinden sich jetzt im Salzburg Museum in der Stadt Salzburg.Susanne Sievers, Otto Helmut Urban, Peter C. Ramsl: Lexikon zur Keltischen Archäologie. A–K und L–Z; Mitteilungen der prähistorischen Kommission im Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2012, ISBN 978-3-7001-6765-5, S. 719.
Naturdenkmäler Mehrere Naturdenkmäler existieren entlang eines Geologielehrpfades an der Nordwestseite des Haunsbergs. Der Kroisbachgraben ist eine für Europa bedeutsame Fossilienfundstätte aus dem Paläozän (Zeitraum vor 65 bis 55 Millionen Jahren). Weiters befinden sich entlang des Lehrpfades unter anderem ein für Geologen interessanter Steinbruch und ein Wasserfall. Auf dem Rücken des Haunsbergs befindet sich die Kaiserbuche, ein symbolbehafteter Baum, der als Wahrzeichen des Flachgaus galt. Er kam 2004 zu Fall und wurde im Jahr darauf neu gepflanzt.Siehe Flachgauer Nachrichten Donnerstag, 19. Aug. 2004; Bezirksblatt Nr.: 1 5. Jänner 2005; Salzburger Nachrichten, Donnerstag, 28. April 2005
Vereine Die Sozialstruktur ist ländlich dominiert. Gemessen an der Einwohnerzahl ist in der Gemeinde ein reges Vereinsleben zu verzeichnen. Es existieren über 30 verschiedene Berufs-, Sozial-, Sport- und Freizeitvereine. mini|Bahnhof Weitwörth
Wirtschaft und Infrastruktur Nußdorf am Haunsberg ist eine ländliche Gemeinde mit einem großen Gewerbegebiet an der Entwicklungsachse Salzburger Lokalbahn.
Verkehr Eisenbahn: Der Nußdorfer Ortsteil Weitwörth liegt an der Bahnstrecke Salzburg–Lamprechtshausen (Bahnhof Weitwörth-Nußdorf, Haltestelle Pabing). Die Haltepunkte werden im Taktverkehr halbstündlich, Weitwörth teilweise viertelstündlich bedient. Straße: Über die Lamprechtshausener Straße (B156) ist Nußdorf mit Salzburg und dem nahen Oberndorf verbunden. Das gesamte Gemeindegebiet wird mit Postbussen entlang der Nußdorfer Landesstraße (L204) durch das Oichtental bedient.
Politik
Gemeinderat
Die Gemeindevertretung hat 19 Mitglieder. Nach den Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahlen in Salzburg hatte/hat die Gemeindevertretung folgende Verteilungen: 2004: 10 ÖVP, 4 SPÖ, 2 TEAM Team für Nußdorf, und 1 FDN Freie Demokraten Nußdorf. 2009: 10 ÖVP, 5 SPÖ, und 2 FDN. 2014: 11 ÖVP, 5 SPÖ, und 1 FPÖ. 2019: 12 ÖVP, 4 SPÖ, und 1 FPÖ. 2024: 13 ÖVP, 4 SPÖ und 2 FPÖ.
Bürgermeister
bis 2004 Erwin Zauner bis 2019 Johann Ganisl (ÖVP) seit 2019 Waltraud Brandstetter (ÖVP)
Wappen rechts|150px Blasonierung (Wappenbeschreibung): Im roten Felde ein silbernes oder weißes Einhorn.
Die Stadtgemeinde Perg besitzt ein fast gleiches Wappen, Unterschiede sind nur die fehlende Schattierung des Einhorns und ein schwarzer Dreiberg, auf welchem das Einhorn steht.
Persönlichkeiten Alfred Auersperg (1899–1968), Psychiater Paula Fichtl (1902–1989), langjährige Haushälterin von Sigmund Freud, war in Nußdorf im Krämerladen Oberreiter „Mädchen für alles“ Willibald Hauthaler (1843–1922), Abt des Benediktinerstiftes Sankt Peter in Salzburg und Historiker Helmut Kohl (1943–1991), österreichischer Fußballschiedsrichter, Teilnahme an Weltmeisterschaft in Italien 1990 Sanel Kuljić (* 1977), österreichischer Fußball-Nationalspieler, wohnte einige Jahre in Nußdorf, als er noch bei der SV Josko Ried tätig war Toni Schneider-Manzell (1911–1996), deutsch-österreichischer Bildhauer, lebte 1944 bis 1955 in der Gemeinde Nußdorf
Weblinks
Website der Gemeinde Über unsere Gemeinde. Freiwillige Feuerwehr Nußdorf am Haunsberg
Einzelnachweise
Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Österreich Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Europa