mini|Anne-Klein-Frauenpreis Der Anne-Klein-Frauenpreis ist ein Preis, mit dem die Heinrich-Böll-Stiftung seit 2012 jährlich Frauen weltweit ehrt, die sich für die Geschlechterdemokratie engagieren. Benannt wurde der Preis nach der Juristin und Senatorin des Landes Berlin Anne Klein. Der aus einer Schenkung von Klein finanzierte Preis ist mit 10.000 € dotiert und wird von einer fünfköpfigen Jury vergeben. Kandidatinnen für den Preis sollen sich in den folgenden Feldern einsetzen: „Verwirklichung der Geschlechterdemokratie, Beseitigung von Diskriminierung aufgrund des Geschlechts und der geschlechtlichen Identität, politisches Engagement zur Verwirklichung von Frauen-, Menschen- und Freiheitsrechten, Förderung von Frauen und Mädchen in Wissenschaft und Forschung.“Nominierungskriterien auf der Homepage der Heinrich-Böll-Stiftung, abgerufen am 14. Februar 2017

Preisträgerinnen 2012: Nivedita Prasad, Professorin an der Alice Salomon Hochschule in Berlin, für ihr Engagement gegen Frauenhandel und Gewalt gegen Migrantinnen.Natascha Salehi-Shahnian: Gemeinsam In Bewegung - Feminismen of Color In Deutschland. In: Yvonne Franke et al. (Hrsg.): Feminismen heute. Positionen in Theorie und Praxis, Transcript, Bielefeld 2014, ISBN 978-3-8376-2673-5, S. 376 2013: Lepa Mlađenović, serbische feministische LGBT-AktivistinHeinrich-Böll-Stiftung zeichnet serbische Aktivistin aus, Queer.de, 14. Februar 2013 2014: Imelda Marrufo Nava, Juristin und Feministin, für ihren Kampf gegen genderspezifische Gewalt gegen Frauen in ihrer Heimatstadt Ciudad Juárez, Mexiko.Wolf-Dieter Vogel: Die Würde der Ermordeten. ANNE-KLEIN-PREIS. Der Kampf Imelda Marrufos, Taz, 10. März 2014 2015: Nebahat Akkoç, kurdische Aktivistin gegen staatliche und häusliche Gewalt 2016: Gisela Burckhardt, Frauenrechtsaktivistin und Gründerin des Vereins FEMNET für die Rechte von Arbeiterinnen in der globalen BekleidungsindustrieElisabeth Fink: Transnationaler Aktivismus und Frauenarbeit. Social Movement Unionism in Bangladesch, Campus Verlag, Frankfurt a. Main 2018, ISBN 978-3-593-50893-1, S. 161 2017: Nomarussia Bonase, Frauenrechtlerin und Aktivistin gegen Apartheid in Südafrika 2018: Jineth Bedoya Lima und Mayerlis Angarita Robles, Menschen- und Frauerechtsaktivistinnen in Kolumbien. 2019: Kristina Hänel gemeinsam mit Natascha Nicklaus und Nora Szász, Gynäkologinnen, für „ihre beharrliche Verteidigung des Informationsrecht von Frauen“.Barbara Streidl: Feminismus. 100 Seiten, 2., durchges. und aktual. Auflage, Reclam, Ditzingen 2020, ISBN 978-3-15-020541-9 2020: Prasanna Gettu, Kriminologin und Frauenrechtsaktivistin in Chennai, Indien, die eine Hilfsorganisation für Opfer von häuslicher Gewalt gründeteLaudatio bei der Verleihung des Anne-Klein-Frauenpreises an Prasanna Gettu, von Elke Büdenbender, Der Bundespräsident, 6. März 2020 2021: Cânân Arın, türkische Juristin und Frauenrechtlerin 2022: Yosra Frawes, Anwältin, kämpft seit dem Arabischen Frühling für die rechtliche Gleichstellung von Frauen und Männern in Tunesien 2023: Joumana Seif, syrische Juristin, Frauenrechtlerin und Menschenrechtsaktivistin 2024: Julija Sporysch, ukrainische Soziologin, Feministin und Frauenrechtsaktivistin 2025: Iryna Alchouka, Darja Afanassjewa und Julija Mizkewitsch, belarussische Frauenrechtlerinnen und Menschenrechtsaktivistinnen 2026: Awa Fall-Diop, senegalesische Frauenrechtsaktivistin

Weblinks

Der Anne-Klein-Frauenpreis auf der Website der Heinrich-Böll-Stiftung

Einzelnachweise

Kategorie:Menschenrechtspreis Kategorie:Auszeichnung (Politik, Deutschland) Kategorie:Erstverleihung 2012 Kategorie:Heinrich-Böll-Stiftung Kategorie:Frauenförderpreis Kategorie:Frauenrechte Kategorie:Frauen (Berlin)