mini|Weibchen
Die Prachttangare (Stilpnia preciosa, Syn.: Tangara preciosa) ist eine in Südamerika vorkommende Vogelart aus der Familie der Tangaren (Thraupidae).
Merkmale Die Prachttangare erreicht eine Körperlänge von etwa 14 Zentimetern und ein Gewicht von 22,0 bis 24,0 Gramm.S. Hilty: Chestnut-backed Tanager (Tangara preciosa). In: J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D.A. Christi & E. de Juana (Hrsg.): Handbook of the Birds of the World Alive. Lynx Edicions, Barcelona, 2017 (eingesehen bei https://www.hbw.com/node/61702 am 14. Februar 2017). Die Vögel sind sehr bunt gefärbt, im Besonderen die Männchen. Diese zeigen im Wesentlichen die folgenden Gefiederfarben: Kopf und Rücken: Kupferbraun Zügel: Schwarz Brust und Bauch: Türkis Steiß: Gelbbraun Arm- und Handschwingen sowie Steuerfedern: Kobaltblau Armdecken und Bürzel: Weiß Beine und Füße sind grau. Es besteht ein deutlicher Sexualdimorphismus, da die blasser gezeichneten Weibchen zwar ein ähnliches, wenn auch reduziertes Muster wie die Männchen zeigen, die blauen und türkisfarbenen Elemente sind jedoch durch verschiedene Grüntöne ersetzt.
Ähnliche Arten Die ähnlich gezeichnete Schwarzmanteltangare (Stilpnia peruviana) unterscheidet sich durch das schwarze Rückengefieder.
Verbreitung und Lebensraum mini|Verbreitungsgebiet der Prachttangare (grün) Das Verbreitungsgebiet der Art erstreckt sich vom Südosten Paraguays und dem Nordosten Argentiniens bis in die Küstenregionen im Südosten Brasiliens und nach Uruguay. Prachttangare besiedeln bevorzugt Waldränder, an denen Araukarien (Araucaria) wachsen. Sie leben in einem Gebiet, das vom Flachland bis in eine Höhe von 1000 Metern reicht.
Lebensweise Die Vögel ernähren sich in erster Linie von Früchten, in geringem Maße auch von Gliederfüßern (Arthropoda). Gerne werden die Früchte von Pfefferbäumen (Schinus), der eingeführten Japanischen Wollmispel (Eriobotrya japonica) oder kultivierter Obstarten angenommen. Die Prachttangare leben paarweise oder in kleinen Gruppen, zuweilen auch in Gesellschaft mit anderen Tangaren-Arten. Bezüglich des Brutverhaltens gibt es nur sehr unvollständige Angaben.
Etymologie und Forschungsgeschichte Die Erstbeschreibung der Prachttangare erfolgte 1851 durch Jean Louis Cabanis unter dem wissenschaftlichen Namen C[allispiza] preciosa. Als Verbreitungsgebiet gab er Rio Grande do Sul basierend auf Lindo del preciosoFélix de Azara (1802), S. 381–387. von Félix de Azara an.Jean Louis Cabanis (1851), S. 27. Schließlich stellten sie Kevin Joseph Burns, Philip Unitt und Nicholas Albert Mason im Jahr 2016 in die neue Gattung Stilpnia.Kevin Joseph Burns u. a. (2016), S. 329–354. Dieses Wort leitet sich aus ab.Stilpnia in The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Der Artname preciosa stammt von ab.preciosa in The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Alfred Laubmann hatte für sein Werk Die Vögel von Paraguay einen Balg, gesammelt von Georg Wieninger in Bernalcue, zur Verfügung. Laubmann sah im Synonym Calliste castanonota 1851Philip Lutley Sclater (1851), S. 63. die Art für Paraguay. In der Literatur betrachtete er im Departamento Alto ParanáArnaldo de Winkelried Bertoni (1914), S. 62 durch Arnaldo de Winkelried Bertoni und in SapucaiCharles Chubb (1910), S. 624. durch Charles Chubb Nachweise für das Land. Außerdem erwähnte er neben Lindo del precioso noch Lindo del verde frente de canelaFélix de Azara (1802), S. 388–389. von Azara.Alfred Laubmann (1940), S. 158. Castanonota hat seinen Ursprung in und .castanonota in The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling
Gefährdung und Schutz Die Prachttangare ist in Schutzgebieten und Nationalparks nicht selten und wird demzufolge von der Weltnaturschutzorganisation IUCN als Datei:LC IUCN 3 1.svg „Least Concern = nicht gefährdet“ klassifiziert. Die Art ist sehr anpassungsfähig und hält sich zunehmend auch in neu angelegten Obstplantagen auf.
Einzelnachweise
Literatur
Josep del Hoyo, Andrew Elliott, David A. Christie: Handbook of the Birds of the World, Tanagers to New World Blackbirds. Band 16, Lynx Edicions, 2011, ISBN 978-84-96553-78-1.
Weblinks
Kategorie:Tangaren