Die Coopérative Générale du Cinéma Français war ein Unternehmen der Filmbranche, das im Jahr 1944 gegründet wurde und bis 1980 bestand.
Geschichte Die Coopérative Générale du Cinéma Français, kurz CGCF, war ein Unternehmen, das auf Initiative des Comité de libération du cinema français (CLCF) und der Parti communiste français (PCF) gegründet wurde. Konzipiert wurde es als Genossenschaft und mit dem Ehrgeiz, zwar wirtschaftlich erfolgreiche, aber vor allem progressive Filme zu produzieren und zu vertreiben.Coopérative Générale du Cinéma Français bei cinearchives.org (französisch)
Unter den Gründern waren auch der Filmregisseur und Drehbuchautor Louis Daquin und der bedeutende Kameramann Henri Alekan. Louis Daquin übernahm den Vorsitz und brachte viele Leute vom Film zusammen, die zum großen Teil der Résistance angehört hatten. Obwohl die CGCF ursprünglich für ein breites Spektrum an Filmen gedacht war, spezialisierte sie sich schnell auf besondere Produktionen, Kurzfilme und dokumentarische Spielfilme, wie beispielsweise René Cléments Film Schienenschlacht (1946), der über den Kampf der französischen Eisenbahner gegen deutsche Truppentransportzüge während der Zeit des Widerstandes gegen die deutsche Besatzungsmacht berichtet, und ein schöner Erfolg für die CGCF wurde. In dieses Genre fällt auch Jean Grémillons 1946 entstandener Film Der 6. Juni, im Morgengrauen, der die Operation Overlord zum Inhalt hat.Pauline Gallinari: Le Parti communiste français, la culture et le cinéma à l’heure de la guerre froide (1947–1953)bei univ-paris8.fr (französisch) Der 1948 produzierte halbdokumentarische Film Au cœur de l’orage (Im Herzen des Sturms) von Jean-Paul Le Chanois nimmt sich des Themas ebenfalls an, da er die Widerstandskämpfer von Vercors in den Mittelpunkt stellt. In der Folgezeit entstehen neben vielen Kurzfilmen auch einige Spielfilme.
Für den Dokumentar-Kurzfilm 1848 wurde das Unternehmen 1950 für den Oscar in der Kategorie Bester Dokumentar-Kurzfilm nominiert.
Ende der fünfziger Jahre geht die Filmtätigkeit der CGCF zunehmend zurück, ihr letzter gelisteter Film datiert von 1964. Obwohl sie auch in den 1970er-Jahren weiter existent ist, bleibt sie inaktiv. Im Jahr 1980 wird dann der Entschluss gefasst, das Unternehmen aufzulösen.
Filmografie 1945: Der 6. Juni, im Morgengrauen (Le 6 juin à l’aube) 1946: La Bataille du rail 1947: Voyage Surprise 1947: La Rose et le Réséda 1948: Au cœur de l’orage 1948: Parade du rire 1949: Wenn man die Schule schwänzt (L’École buissonnière) 1950: 1848 (La Révolution de 1848) 1950: Un cirque passe 1950: Maître après Dieu 1951: Ça c’est du cinéma 1952: Trois femmes 1952: Heiratsvermittlung (Agence matrimoniale) 1952: Je sème à tout vent 1953: L’Œil en coulisses 1953: Jour de marché 1953: Chemins d’avril 1957: Les Fanatiques 1958: Die Enttäuschten (Le Beau Serge) 1958: Sonntagsfreunde (Les Copains du dimanche) 1963: La Grande Grève des mineurs 1964: Naissance d’une cité, Gennevilliers
Weblinks
Henri Alekan artiste et civilisateur bei institutalekan.com (französisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Filmgesellschaft (Frankreich) Kategorie:Unternehmensgründung 1944 Kategorie:Aufgelöst 1980