Eduard Alexander von Young (* 13. September 1815 in Gumbinnen; † 16. Oktober 1886 in Berlin)Sterbebuch des Standesamtes Berlin Va Nr. 2380/1886. In: Landesarchiv Berlin. war ein preußischer Landrat.

Leben YoungAmong those who obtained the rank od nobility mention is made of Von Young of Bartossen and Rogalicken, distrikt Lyck, In: H. F. M. S.: The Scotch and English in East Prussia, In: Scottish Notes and Queries. Vol. III, No. 2, August 1901, Aberdeen 1901, S. 19. entstammte einer schottischen Adelsfamilie die am Ende des 17. Jahrhunderts in Brandenburg-Preußen Exil fand.Leopold Freiherr von Ledebur: Adelslexicon der Preussischen Monarchie. 3. Band, Nachtrag. Verlag Ludwig Rauh, Berlin 1858, S. 149. Die Vorfahren dienten dann im preußischen StaatsdienstKöniglich Preußischer Staats-Anzeiger. №. 20. Rudolph Decker, Berlin, Montag, den 23. Januar 1854, S. 132. und konnten kleinen Grundbesitz in Ostpreußen nachweisen.Entwurf einer Matrikel des Adels in der Provinz Preussen (Fortsetzung). In: F. A. Mecklenburg: Die Neue Preußischen Provinz-Blätter andere Folge. Preußische Provinzial-Blätter. Jahrgang (I.) 1857, Hrsg. A. Hagen, Wilhelm Koch, Königsberg 1857, S. 35. Der Vater Ferdinand von YoungA. C. von der Oelsnitz: Geschichte des Königlich Preußischen Ersten Infanterie-Regiments seit seiner Stiftung im Jahre 1619 bis zur Gegenwart. E. S. Mittler & Sohn, Berlin 1855, S. 951. ging als Capitän (Hauptmann) im damaligen 1. Infanterie-Regiment (1. Ostpreußisches) in Pension und starb als Major am 15. April 1829,Königl. Generalstab: Militair-Wochenblatt 1830, №. 713. E. S. Mittler, Berlin, Sonnabend, den 20ten Februar 1830, S. 4229. der Name der Mutter ist unbekannt. Eduard war der zweitgeborene Sohn und musste in der Gewährung der Offizierslaufbahn seines älteren Bruders auf ein eigenes Jurastudium verzichten. Young war zunächst SupernumerarKameralistische Zeitung für die Königlich Preußischen Staaten. Ein Centralblatt für Verwaltungs-und Kommunal-Behörden und Beamte aller Art. 3. Jahrgang, №. 6, Berlin, Sonnabend, den 4. Februar 1837, S. 121 f. und folgend Kreissecretair,Handbuch über den Königlich Preußischen Hof und Staat für das Jahr 1844, Decker, Geheime Ober-Hofbuchdruckerei, Berlin 1844, S. 278.Illustrirte Zeitung. №. 106. V. Band, Druck F. A. Brockhaus, Verlag J. J. Weber, Leipzig, (Sonnabend) den 12. Juli 1845, S. 18. auch unter Anton von Wegnern. Schon vor 1845 beklagte er publizistisch und ohne Genehmigung der ZensurVgl. Bernhard-Maria Rosenberg: Die ostpreussischen Abgeordneten in Frankfurt 1848/1849. Biographische Beiträge zur Geschichte des politischen Lebens in Ostpreussen, In: Veröffentlichungen aus den Archiven Preußischer Kulturbesitz, 6; Grote, Köln 1970, S. 162. in der Öffentlichkeit die Landratswahl im Kreis Lyck.X. W. Bolkmann: Allgemeine Preßzeitung. Nr. 24. Hrsg. A. Berger, F. A. Brockhaus, Leipzig, Dienstag, 25. März 1845, S. 96. Ende Mai 1845 erfolgte seine Versetzung als exordinairer Hilfsarbeiter bei der Preußischen Regierung in Gumbinnen.Amts-Blatt der Königl. Preuß. Regierung zu Frankfurt an der Oder. №. 23. Eigenverlag, Frankfurt an der Oder, Ausgegeben den 4. Juni 1845, S. 175.

1848 wurde Young, er hatte beim Spaziergang mit seiner Ehefrau den bürgerlichen Vorgesetzten Braun nicht gegrüßt, wegen Beleidigung des besagten Regierungspräsidenten aktenkundig und überregional bekannt.A(ugust). (von) Sarwey (Hrsg.): Monatschrift für die Justizpflege in Württemberg. 13. Band, C. F. Nast, Ludwigsburg 1848, S. 319.

Eduard von Young amtierte später selbst als LandratVgl. Lit.: Young: Landrathswahl, Frankfurt an der Oder 31. Dezember 1845, S. 12 f. auftragsweise im Kreis Schlochau (1860), wechselte dann als Landrat in den Kreis Strasburg i. Westpr. (1861–1864), mit kurzfristiger Suspendierung, und wirkte schließlich als Landrat im Kreis Czarnikau (1864–1872).Rainer Paetau, Hartwin Spenkuch (Bearb.): Die Protokolle des Preußischen Staatsministeriums 1817–1934/38. Band 6/II. In: Acta Borussica. Neue Folge. Hrsg. BBAW, Olms-Weidmann, Hildesheim 2003, S. 733. (PDF; 1,9 MB). Als Landrat erlangte er u. a. Bedeutung wegen Anregung zur Eindeutschung der Ortsnamen.Julius Triebel: Materialien und Forschungen zur Wirtschafts- und Verwaltungsgeschichte von Ost-und Westpreussen. Hrsg. Verein für die Geschichte der Provinzen Ost- und Westpreussen, Duncker & Humblot, Leipzig 1897, S. 328.

Eduard von Young war verheiratet.Robert Schneider: Kritische Jahrbücher für Deutsche Rechtswissenschaft. 9. Jahrgang, 17. Band, Begründet von Aemilius Ludwig Richter, Bernh. Tauchnitz jun., Leipzig 1845, S. 1068. Vom Vater hatte er das Nebengut in Rogallicken im Kreis Lyck geerbt.

Publikation Neun Actenstücke aus der fiscalischen Untersuchungssache wider den Kreis-Secretair v. Young zu Lyck wegen Beleidigung des Regierungs-Präsidenten Braun zu Gumbinnen. Druck E. J. Dalkowski, Theodor Theile, Königsberg 1845. (Digitalisat) Mängel und Ueberstände im Preussischen Beamtenwesen. 1845.British Museum Catalogue. Printed Books. X–YZU. William Clowes and Sons, London 1883. S. 175. Die Lycker Landrathswahl aus dem Jahre 1842, und die Königl. Regierung zu Gumbinnen. Eine actenmäßige Darlegung. (Kommission) R. Horwitzky (Schwarzzenberger & Zimmermann), Frankfurt ª/O. 1846. (Digitalisat)

Literatur Patrick Wagner: Bauern, Junker und Beamte. Lokale Herrschaft und Partizipation im Ostelbien des 19. Jahrhunderts. Vom Gutsbesitzer- zum Karrierelandrat. Eduard von Young. Wallstein, Göttingen 2005, ISBN 3-89244-946-5, S. 205 ff. Zeitschrift für Ostforschung (ZfO/JECES), 34. Jahrgang, Hrsg. Herder-Institut, Marburg/Lahn 1985, S. 465. ZDB Rolf Engels: Die preussische Verwaltung von Kammer und Regierung Gumbinnen (1724-1870). Zugleich Diss. Phil. Fak. Univ. Bonn, In: Studien zur Geschichte Preussens, Band 20; Grote, Köln 1974, ISBN 3-7745-6326-8, S. 53.

Quellen GStAPK, I. Ha, Rep. 77 (Ministerium des Innern), Tit. 323b-8, Nr. 4. Band 2. GStAPK, I. Ha, Rep. 77, Tit. 691, Nr. 1. Band 2.

Weblinks Rainer Paetau, Hartwin Spenkuch: Die Protokolle des Preußischen Staatsministeriums 1817–1934/38. Band 6/II. In: Acta Borussica, Neue Folge, Hrsg. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW), Olms-Weidmann, Hildesheim 2003, S. 733; PDF (1,9 MB).

Einzelnachweise

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