Die Blaukappentangare (Tangara cyanocephala) ist eine in Südamerika vorkommende Vogelart aus der Familie der Tangaren (Thraupidae).
Merkmale Die Blaukappentangare erreicht eine Körperlänge von etwa 13 Zentimetern und ein Gewicht von 16,0 bis 21,6 Gramm.Hilty, S. (2017 Red-necked Tanager (Tangara cyanocephala)). In: del Hoyo, J., Elliott, A., Sargatal, J., Christie, D.A. & de Juana, E. (eds.). Handbook of the Birds of the World Alive. Lynx Edicions, Barcelona. (abgerufen von http://www.hbw.com/node/61681 am 11. Februar 2017). Die Vögel sind sehr bunt gefärbt und zeigen die folgenden Gefiederfarben: Oberkopf und Kehle: Blau Hals: Rot Brust, Bauch, Bürzel, Steuerfedern und Armschwingen: Grün Handschwingen: Grün mit schwarzen Spitzen Augenring: Türkis Spitzen der Großen Armdecken: Orange Schnabelansatz sowie Kleine und Mittlere Armdecken: Schwarz. Die Geschlechter unterscheiden sich farblich kaum. Die Weibchen zeigen etwas blassere Farben. Aufgrund des sehr markanten Farbenmusters sind die Vögel unverwechselbar. Jungvögel sind nahezu einfarbig grün gefärbt.
Verbreitung, Unterarten und Lebensraum mini|Verbreitungsgebiet der Blaukappentangare (grün) Neben der im Südosten Brasiliens und Paraguays sowie im Nordosten Argentiniens vorkommenden Nominatform Tangara cyanocephala cyanocephala (, 1776)Philipp Ludwig Statius Müller (1776), S. 159 sind zwei weitere Unterarten bekannt: Tangara cyanocephala cearensis , 1916Charles Barney Cory (1916), S. 344. – in Ceará. Tangara cyanocephala coralina (, 1903)Hans Hermann Carl Ludwig von Berlepsch (1903), S. .18–20 – in Pernambuco und im Norden von Bahia.
Tanagra rubricollis , 1830Maximilian zu Wied-Neuwied (1830), S. .456–459 wird heute als Synonym zur Nominatform betrachtet.
Blaukappentangare bewohnen bevorzugt Wälder und Waldränder in Höhenlagen bis 1000 Meter oder darüber. Zuweilen besiedeln sie auch Stadtparks.
Lebensweise Die Vögel ernähren sich in erster Linie von Früchten, in geringem Maße auch von Insekten (Insecta). Sie halten sich bevorzugt in höheren Regionen von Bäumen in kleinen Gruppen, auch in Gesellschaft mit weiteren Tangaren-Arten auf. Informationen bezüglich des Brutverhaltens liegen momentan nur von in Gefangenschaft gehaltenen Vögeln vor. Das tassenförmige Nest wird in erster Linie aus getrockneten Gräsern gefertigt, in das drei Eier gelegt werden. Diese sind weißlich gefärbt und mit einigen bräunlichen Flecken versehen. Nur das Weibchen brütet. Die Brutdauer beträgt 12 bis 13 Tage. Nestlinge fliegen nach 15 Tagen aus, werden von beiden Eltern jedoch weitere dreieinhalb Wochen mit Nahrung versorgt.
Etymologie und Forschungsgeschichte Die Erstbeschreibung der Blaukappentangare erfolgte 1776 durch Philipp Ludwig Statius Müller unter dem wissenschaftlichen Namen Tanagra cyanocephala. Ebenso verwendete er den Trivialnamen Der Blaukopf. Das Typusexemplar stammte angeblich aus Cayenne.Philipp Ludwig Statius Müller (1776), S. 159 Bereits 1760 führte Mathurin-Jacques Brisson die Gattung Tanagra ein.Mathurin-Jacques Brisson (1760), S. 3 Dieser Begriff stammte aus der Tupi-Sprache und bedeutet Tänzer bzw. einer, der sich umdreht und hüpft.Tangara The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Der Artname cyanocephala hat seinen Ursprung in und .cyanocephala The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Cearensis bezieht sich auf den Bundesstaat Ceará. Coralina hat seinen Ursprung in coralina The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling, rubricollis in und .rubicollis The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling
Gefährdung und Schutz Die Blaukappentangare, die früher in großen zusammenhängenden Gebieten vorkam, inzwischen jedoch in voneinander getrennten Einzelgebieten zu finden ist, wird von der Weltnaturschutzorganisation IUCN dennoch als Datei:LC IUCN 3 1.svg „Least Concern = nicht gefährdet“ klassifiziert.
Einzelnachweise
Literatur
Josep del Hoyo, Andrew Elliott, David A. Christie: Handbook of the Birds of the World, Tanagers to New World Blackbirds. Band 16, Lynx Edicions, 2011, ISBN 978-84-96553-78-1.
Weblinks
Kategorie:Tangaren