miniatur|hochkant|Papstwappen Eugens IV. Cantate Domino ( „Singt dem Herrn“) ist eine Bulle, die von Papst Eugen IV. auf dem Konzil von Florenz am 4. Februar 1442 promulgiert wurde. Sie sollte eine Einheit der koptischen und äthiopischen Kirchen mit der römisch-katholischen herstellen, hatte aber zunächst keinen Erfolg. Erst 1741 verband sich ein Teil der koptischen Kirche mit Rom zur koptisch-katholischen Kirche.

Theologische Inhalte Cantate Domino legt ausführlich die von den ökumenischen Konzilien definierten trinitarischen und christologischen Lehrinhalte dar und benennt mit Stichworten die davon abweichenden Häresien. Ekklesiologisch vertritt sie einen harten Exklusivismus, demzufolge niemand außerhalb der katholischen Kirche gerettet werden könne (vgl. Extra ecclesiam nulla salus):

Zeitgeschichtliche Hintergründe Hintergrund der Auseinandersetzungen bildet politisch die Bedrohung und sukzessive Eroberung des (Rest-)Byzantinischen Reiches durch die Osmanen. Das Unionskonzil von Florenz wollte die Ostkirchen zu einer Annäherung an den lateinischen Westen bewegen – wenige Jahre vor der osmanischen Eroberung von Konstantinopel (1453). Religiös war in dieser Zeit die Auseinandersetzung mit dem Islam sowie als häretisch betrachteten christlichen Strömungen geprägt von exklusivistischer (Ketzer-)Polemik und gegenseitiger Verurteilung.

Primärquelle Eugenius IV. CANTATE DOMINO. Bulla unionis Coptorum Aethiopumque. 4 Februarii 1442 (1441 stilo Florent.) Concilium (Oecum. XVII) Florentinum. Sessio XI. In: Enchiridion Symbolorum/Denzinger-Hünermann Nr. 1351. Lateinischer Originaltext auf vatican.va

Kategorie:Päpstliche Bulle Kategorie:Religion 1442