mini|Achtort|198x198px Das Achtort (auch Achtspitz, Achtuhr) ist ein Proportionsschlüssel der gotischen Architektur.Hans Koepf, Günther Binding: Bildwörterbuch der Architektur. Mit englischem, französischem, italienischem und spanischem Fachglossar (= Kröners Taschenausgabe. Bd. 194). 4., überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2005, ISBN 3-520-19404-X (Digitalisat auf moodle.unifr.ch, abgerufen am 3. Mai 2026), S. 6: Achtort (mit Schemazeichnung auf S. 7).

Beschreibung Das Achtort besteht aus einem Kreis und zwei innenliegenden, um 45 Grad gedrehten gleichgroßen Quadraten mit ihren Achs- und Diagonallinien. Das Stammwort Ort bedeutet in der mittel- und neuhochdeutschen Sprache Spitze oder Ecke; also ist ein Achtort eine geometrische Figur mit acht Spitzen oder Ecken.

Das Achtort diente mittelalterlichen Bauhütten als Schlüssel zur Proportionierung von Grundrissen, insbesondere für Türme, Pfeiler und Fialen.

Siehe auch Sechsort Quadratur Triangulatur Windrose Achteck

Literatur Günther Binding: Maßwerk. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1989, ISBN 3-534-01582-7. Victor Curt Habicht: Architekturtheorie. In: Reallexikon zur Deutschen Kunstgeschichte, Bd. I, 1936, Sp. 959–992, hier: Kapitel IIb. (Abschrift auf rdklabor.de, abgerufen am 3. Mai 2026) Wolfgang Kamke: Pentagramm, Hexagramm und Achtort bei Kirchen der Zisterzienser und anderen Kirchen. Verlag Kamke, Berlin 2003, ISBN 3-8330-0537-8. Oscar Mothes (Hrsg.): Illustrirtes Bau-Lexikon, Band 1: A & B, Leipzig 1881, S. 44: Achtort, mit Fig. 66, 67. (Digitalisat auf digi.ub.uni-heidelberg.de, abgerufen am 3. Mai 2026)

Einzelnachweise

Kategorie:Architektur der Gotik Kategorie:Architekturtheorie