mini|hochkant=1.2|Ehemalige Springbrunnenanlage im Tierpark Berlin im Jahr 1970
Die Liste der Brunnenanlagen im Berliner Bezirk Lichtenberg ist eine detaillierte Übersicht der Schmuck-Brunnenanlagen im öffentlichen Raum des Bezirks Lichtenberg. Erfasst wurden auch Brunnen, die außer Betrieb oder nicht mehr vorhanden sind. Nicht aufgenommen wurden architektonisch gestaltete Entwässerungsanlagen und private Springbrunnen. Die in allen Ortsteilen ebenfalls aufgestellten metallenen Straßen- und Notwasserbrunnen haben ein eigenes Lemma.
Die Auflistung enthält 66 Objekte (Stand Juni 2020) und basiert auf der Internetdarstellung des Berliner Senats über die öffentlichen Brunnen in Lichtenberg (hier werden 18 Anlagen aufgelistet [Stand Ende 2016]), auf einer Dokumentation des Luisenstädtischen Bildungsvereins und auf weiteren entsprechend angegebenen Quellen.
Überblick
Der Bezirk verfügt in den Bereichen Fennpfuhl, Friedrichsfelde und Neu-Hohenschönhausen über mehr Schmuckbrunnen im Vergleich zu den übrigen Ortsteilen. Das liegt daran, dass in den ab den 1970er Jahren errichteten Neubauvierteln entsprechend zentraler Vorgaben „gesellschaftliche Zentren“ einzuplanen waren. Ein solches Zentrum war ein Komplex aus Einkaufsmöglichkeiten, Dienstleistungen und einem künstlerisch gestalteten Freizeit-Aufenthaltsbereich mit Blumenbeeten, kleinen Grünanlagen, mit Sitzgelegenheiten und Skulpturen oder Springbrunnen. Die dann aufgestellten Brunnen und Skulpturen waren überwiegend Auftragswerke, die der Ost-Berliner Magistrat nach internen Wettbewerben auswählte und finanzierte. In den historisch gewachsenen Ortsteilen Alt-Hohenschönhausen, Falkenberg, Karlshorst, Lichtenberg (ohne den Bereich Frankfurter Allee Süd), Malchow, Rummelsburg und Wartenberg gibt es dagegen wesentlich weniger oder sogar gar keine öffentlichen Schmuckbrunnen.
Laut Darstellung des Senats gibt es in Berlin mehr als 270 Schmuckbrunnen, Seefontänen und Planschen, deren Wartung seit 2017 durch die Berliner Wasserbetriebe erfolgt.
Liste der Brunnen Die sortierbare Zusammenstellung ist nach Ortsteilen und darin nach den Straßen alphabetisch (vor)geordnet.
Legende OT: Ortsteil, dabei bedeuten: AH=Berlin-Alt-Hohenschönhausen, Fa=Berlin-Falkenberg, Fe=Berlin-Fennpfuhl, Fr=Berlin-Friedrichsfelde, Ka=Berlin-Karlshorst, Li=Berlin-Lichtenberg, NH=Berlin-Neu-Hohenschönhausen, Ru=Berlin-Rummelsburg Name (kursiv): Bezeichnung des Brunnens, wie vom Künstler vorgenommen Adresse: am nächsten gelegene(s) Straße/Gebäude, darunter Geokoordinaten (Lage) Jahr: wann aufgestellt Künstler; wenn mehr als ein Künstler bekannt sind, erfolgt die Sortierung nach dem Nachnamen des zuerst Genannten Kurzdarstellung: Geschichte und Details mit Bild (falls vorhanden)
OT Name AdresseLage Jahr Künstler Kurzdarstellung und Bild AH Flusspferdbrunnen Große-Leege-Straße, Brunnen in der Flusspferdhofsiedlung –1934 , Paul Mebes 140px|rechts Anfang des 21. Jhd. dort vorhanden und in FunktionZwei aus Kalkstein geschlagene Flusspferde stehen in einem abgewinkelten langen rechteckigen wassergefüllten Betonbecken. Aus zwischen den Tieren platzierten Fontänendüsen steigt tagsüber Wasser empor. AH ehemaliger WassersteinFontänenfeld Landsberger Allee, auf einem Platz vor dem Allee Center 2014 Rüdiger Amend & Co. 140px|rechts|Wasserstein, fotografiert 2012 140px|rechts|Fontänenfeld Der aufgerichtete rechteckige Brunnenstock aus Kalkstein, Bestandteil eines gesellschaftlichen Zentrums in diesem Wohnviertel, wurde im Sommer 2013 abgebaut. Die Wassertechnik war nicht mehr funktionsfähig, die Umgebung stetig verschmutzt.Nach einem Gestaltungswettbewerb, in den auch die Anwohner einbezogen waren, ließ das Center-Management in Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt ein Fontänenfeld mit umlaufenden Sitzgelegenheiten an dieser Stelle errichten. Der Entwurf stammt vom Landschaftsarchitekten Rüdiger Amend und dem Büro La.Bar.Projekt Fontänenfeld vor dem Allee Center, abgerufen am 21. Januar 2017.Monika Arnold: Ein neuer Platz dank Bürgerdialog. In: Berliner Morgenpost (Online), veröffentlicht im April 2014. AH Findlingsbrunnen unbekannt 140px|rechts Im Jahr 2016 nicht mehr in Betrieb. Fa Fontänenreihe Hausvaterweg 39,Tierheim Berlin (Eröffnung des Tierheims) unbekannt 140px|rechts Entlang des Randes des Wasserbeckens nahe dem Haupteingang sind im Tierheim 15 Fontänen in einer Reihe platziert. Fe Wasser- oder Klinkerwand Fennpfuhlpark, an der Karl-Lade-Straße 140px|rechts|Zustand 1990 140px|rechts|Zustand im März 2017 Wasseranschluss nach 2007 abgebaut, Brunnenbecken und Keramikwand bepflanztDie Wand aus Klinkern und Keramikformsteinen (im Sonderformat 24 cm × 24 cm × 12 cm) ist 20 Meter lang und 2,60 Meter hoch. In verschiedenen Höhen sind mehrere Reihen Sprühöffnungen eingearbeitet, aus denen das Wasser in bogenförmigen Strahlen austrat. In gleicher Länge befand sich davor ein strukturiertes dreiteiliges höhenabgestuftes Wasserbecken, in dem die Wasserstrahlen aufgefangen und zur Umwälzpumpe geleitet wurden. Das Rohrsystem verlief hinter der Wand offen; noch 1993 war die Wasseranlage in Betrieb. Der Künstler erhielt ein Honorar von 23.000 Mark.Die Finanzierung und Sauberhaltung der ausgedehnten Anlage fiel dem Bezirksamt immer schwerer, so dass schließlich das Wasser abgeschaltet und die Becken mit Rosen und Büschen bepflanzt wurden. Mittels Bänken und einem kleinen Treppensystem ist ein Ruhepunkt an dieser Stelle entstanden.Monika Arnold: „Keramik-Wasserwand“ wird zur Pflanzhilfe – Schmuckbrunnen, Teil 2. In: Berliner Morgenpost (Online), veröffentlicht am 22. November 2011. Fe Kugelbrunnen Anton-Saefkow-Platz 140px|rechts In einem quadratischen mit Spaltklinkern versehenen Becken sind 25 verschieden große Keramik-Kugeln unregelmäßig platziert. Zwischen ihnen sind auf dem Boden des Beckens elf kleine Wasserdüsen eingelassen, die jedoch seit dem Jahr 2019 nicht mehr sprudeln.Nicola Vösgen: ASP-Kugelbrunnen auf Bildhauerei-in-Berlin, abgerufen am 28. Januar 2023. Zusätzlich sind etliche Kugeln zerbrochen und müssten dringend erneuert werden (Stand Januar 2023). Fe Findlingsbrunnen Anton-Saefkow-Promenade am Anton-Saefkow-Platz 140x140px|rechts|Findlingsbrunnen mit Wasser, Pflanzen weggespült 140x140px|rechts|Stein versetzt und ohne Wasseranschluss Ein 27 Tonnen schwerer Findling stand ursprünglich auf einem Betonhügel, der an den Seiten mehrere kleine Findlinge und Mulden für eine Bepflanzung trug. Die Blumen und Grünpflanzen wurden jedoch stetig ausgewaschen, sodass lediglich der Betonklotz mit dem Granit obenauf stehen geblieben war. Dieser Anblick (siehe oberes Bild) war wenig erfreulich, weshalb der Stein vom Wasserzulauf getrennt und etwas weiter nördlich in der Promenade, mittig zwischen vier junge Bäume, versetzt wurde (unteres Bild), aber keinen Wasseranschluss mehr erhielt.[ Findlingsbrunnen] Fe Monumentalbrunnen Anton-Saefkow-Platz Peter Schubring 140px|rechts|Monumentalbrunnen 140px|rechts|Springbrunnenfeld / Wasserspiel Nach Rekonstruktionsüberlegungen um 1995 abgerissen.Östlich davon in unmittelbarer Nähe auf dem Platz wurde stattdessen ein kleines Springbrunnenfeld installiert und im Jahr 2009 in Betrieb genommen.weitere Bilder Fe Trinkbrunnen Anton-Saefkow-Platz Berl. Wasserbetriebe 140x140px|rechts Direkt an der Anton-Saefkow-Promenade wurde um 2019 ein Trinkbrunnen Typ II aufgestellt und in Betrieb genommen. Fe Fontäne im Fennpfuhl-Gewässer Fennpfuhlpark unbekannt 140px|rechts|Im Hintergrund des Bildes (1988) sind der inzwischen abgerissene Gaststätten-Komplex Seeterrassen sowie die erhaltene Sporthalle zu sehen 140px|rechts|Schwimmfontäne 2008 Nach jahrelangem Dahinrotten hatte das Bezirksamt die Leitungen und Pumpen entfernen lassen. Mit Ströer Media fand sich ein Sponsor, der die technische Erneuerung der Schwimmfontäne an gleicher Stelle finanzierte und die Unterhaltung vertraglich zugesichert hat. Die Neueinweihung fand anlässlich des Fennpfuhlfestes 2013 statt. Fe Korallen-Brunnen MöllendorffstraßeEcke Storkower Straße 140px|rechts Seit etwa 1991 außer Betrieb.Ein drei Meter hoher Brunnenstock auf Postament ist als Skulptur erhalten, das Becken wurde zubetoniert. Die Skulptur ist eine stilisierte Darstellung von drei miteinander verbundenen Korallenstöcken, in deren Durchbrüchen farbiges Glas platziert wurde. Die Idee der Korallen mit den Glaseinlagerungen wurde für die Mauer um den Biergarten eines nahe stehenden Restaurants aufgegriffen. Heutiger Eigentümer der verbliebenen Plastik ist die Wohnungsgesellschaft Howoge.Monika Arnold: . In Berliner Morgenpost (Online), veröffentlicht im Januar 2013; abgerufen am 29. Januar 2017. Fe Vogelbrunnen oder Möwenbrunnen Otto-Marquardt-Straße /81 140px|rechts In einem quadratischen Kunststeinbecken (Seitenlänge neun Meter) steht ein drei Meter hoher metallener Brunnenstock. Dieser wird von einer transparenten weltkugelförmigen Metallkonstruktion umgeben. Auf einem inneren, in drei Galerien aufgeteilten eiförmigen Gebilde sitzen insgesamt 28 Möwenpaare, jedes Pärchen 35 Zentimeter hoch und aus Bronze gefertigt, gleichmäßig verteilt übereinander. Das Wasser tritt aus der Mitte bogenförmig nach allen Seiten aus und wird von den Ringen der Weltkugel in das Becken abgelenkt.Möwenbrunnen auf www.stadtentwicklung.berlin.de; abgerufen am 22. Januar 2017. Fe Brunnen mit Metallplastik Roederplatz 140x140px|rechts|Schmuckbrunnen am Roederplatz; die roten Streifen sind eine Kunstinstallation nach der Wende anstelle des abgestellten Wassers 140px|rechts|Bepflanztes Brunnenbecken Es ist nur noch das Becken vorhanden.Länge und Breite des Kunststeinbeckens: 6 m × 8 m; die Höhe des Edelstahlrohrs betrug 2,50 m, im oberen Teil gabelte sich das Rohr in zwei Teile, die leicht nach außen gebogen waren. Um sie herum wanden sich sieben schlankere Edelstahlrohre, an deren Ende sich je ein Sprühkopf befand, von dem ein Bündel Algen (nach Aussage des Künstlers „etwas Organisches“) herabhing, es hätten auch Eiszapfen oder Blätter sein können. Die gesamte Brunnen-Innenkonstruktion wurde um 2008 vom Bezirksamt abgebaut und eingelagert, das Becken danach ansehnlich bepflanzt und zunächst äußerlich mit Fischen, Seesternen und ähnlichem dekoriert. Bei der Totalumgestaltung des angrenzenden Platzes erhielt das Becken farbige Keramikplatten als Beplankung.Monika Arnold: Es waren einmal viele schmucke Brünnlein…. In: Berliner Morgenpost (Online), veröffentlicht am 21. November 2011. Fe Plansche im Rudolf-Seiffert-Park Rudolf-Seiffert-Straße 140x140px|rechts|Umgebende Sitzflächen mit Keramik gestaltet 140px|rechts|Plansche im März 2017, Wasser noch nicht angestellt, aber trotzdem von den Kindern genutzt. Auf der Fläche einer abgerissenen DDR-Standardschule wurde eine ebenerdige Labyrinthfläche von 135 m² aus hochwertigen frostfesten und durchgefärbten Steinzeugfliesen ornamental gestaltet. Die umgebenden Sitzmöglichkeiten erhielten mittels kleinerer Fliesen und Mosaiksteinchen aus einem Glas- und Steinmix ein ansprechendes Äußere, das ein Streifenmuster bildet. Das Wasser fällt aus einem Edelstahlring herab. Fe ehemaliger Hoher Brunnenoder Brunnen mit BetonplastikSpringbrunnenanlage mit der Figur „Storki“ Storkower Bogen 2010 (Hoher Brunnen)Rainer Hascher (Wasserspiel) 140x140px|rechts|ehemaliger Hoher Brunnen Der rund sechs Meter hohe Brunnenstock aus Steinguss ist in den 1990er Jahren vollständig entfernt worden. Nachdem in der Umgebung statt des gesellschaftlichen Zentrums eine komplette neue Bebauung, der Storkower Bogen, entstand, hat das Management an Stelle des früheren Schmuckbrunnens ein Wasserspiel mit mehreren Fontänen in einem Brunnenbecken aufstellen lassen. 140px|rechts