mini|Der Schrangen mit dem Marienkirchturm dahinter im Jahr 2013 Der Schrangen () in der Flensburger Innenstadt in der Großen Straße Nr. 58, ist ein denkmalgeschütztes Gebäude aus dem 16. Jahrhundert.
Hintergrund Der Schrangen wurde 1595 im Auftrag der Gemeinde St. Marien vom Baumeister Dirick Lindingk errichtet.Lutz Wilde: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmale in Schleswig-Holstein. Band 2, Flensburg, S. 162 Als Standort diente ein Grundstück, auf dem sich zuvor im nördlichen Bereich eine kleine Kapelle befand, die nach der Reformation von einem Buchbinder umgenutzt worden war. Der südliche Bereich dieses Grundstücks gehörte ursprünglich zum St. Marienkirchhof und beherbergte ein Familiengrab.Flensburg-Online. Schrangen, abgerufen am: 14. April 2018 Der aus Backsteinen erbaute Schrangen wurde als ein Verbindungsbau zwischen Kirche und Nordermarkt gestaltet, sollte aber als Profanbau dienen. Der Schrangen beherbergte in den Arkaden im Erdgeschoss über Jahrhunderte Verkaufsstände eines Bäckers und eines Schlachters.Lutz Wilde: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmale in Schleswig-Holstein. Band 2, Flensburg, S. 162Eiko Wenzel, Henrik Gram: Zeitzeichen, Architektur in Flensburg, 2015, Seite 54 Im Obergeschoss befand sich offenbar eine Wohnung.Lutz Wilde: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmale in Schleswig-Holstein. Band 2, Flensburg, S. 162 Auf der Südseite des Schrangens wurde am Südwestlichen Gebäudepfeiler eine Metallöse im Mauerwerk verankert, an dem das Halseisen befestigt wurde. Dies war der Pranger des Kirchspiels.Vgl. Flensburger Tageblatt: Tourismus: Von Kaufleuten und Fabelwesen, vom: 5. September 2016 sowie Flensburger Tageblatt: Stadtführung in Flensburg: Wo vor 500 Jahren der Henker wohnte, vom: 16. September 2017; jeweils abgerufen am: 14. April 2018Eiko Wenzel, Henrik Gram: Zeitzeichen, Architektur in Flensburg, 2015, Seite 54 Kurz nach dem Bau des Schrangens errichtete der offenbar aus Rendsburg stammende Lindingk des Weiteren noch das Kompagnietor an der unweit gelegenen Flensburger Schiffbrücke.Lutz Wilde: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmale in Schleswig-Holstein. Band 2, Flensburg, S. 162 und 246
Später verlor der Schrangen seine Marktfunktion.Eiko Wenzel, Henrik Gram: Zeitzeichen, Architektur in Flensburg, 2015, Seite 54 Der Schrangen wurde mehrfach umgenutzt. Im 19. Jahrhundert wurde der Schrangen offenbar als ein Polizeikontor genutzt.Die Schrangen in Flensburg Schlei-Ostsee-Urlaub, abgerufen am: 14. April 2018 1989 wurde der Schrangen im Inneren stark umgebaut. Offenbar dient er seit damals verschiedenen kirchlichen Zwecken.Lutz Wilde: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmale in Schleswig-Holstein. Band 2, Flensburg, S. 162 Seit 2005 befindet sich im Erdgeschoss das Kirchenbüro von St. MarienSt. Marien. Kontakt. Kirchenbüro St. Marien, abgerufen am: 14. April 2018Flensburger Tageblatt: Anmeldung zur Konfirmation, vom: 19. Mai 2012; abgerufen am: 14. April 2018 sowie ein Weltladen.Flensburg Mobil. Weltladen, abgerufen am: 14. April 2018Weltladen Flensburg (Internetpräsenz), abgerufen am: 14. April 2018 Das Obergeschoss beherbergt ein Versammlungsraum der Kirchengemeinde.Lutz Wilde: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmale in Schleswig-Holstein. Band 2, Flensburg, S. 162Vgl. St. Marien. Senioren, abgerufen am: 14. April 2018 Im nördlichen Teil des Obergeschossen sollen bis heute noch alte dekorative Wandmalereien erhalten geblieben sein.Lutz Wilde: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmale in Schleswig-Holstein. Band 2, Flensburg, S. 162 Im Übrigen wurden bei Renovierungsarbeiten um 1990 unter dem nördlichen Teil des Schrangens, wo sich das Kirchenbüro befindet, die Grundmauern der Kapelle, die dort zuvor stand, freigelegt. Dabei entdeckte Bücher sollen heute in der Landeszentralbibliothek lagern.Flensburg-Online. Schrangen, abgerufen am: 14. April 2018 Die Schrangen in Flensburg Schlei-Ostsee-Urlaub, abgerufen am: 14. April 2018
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Kategorie:Bauwerk in Flensburg Kategorie:Kulturdenkmal in Flensburg