mini|Nakamura Fusetsu mini|Illustration zu Ich der Kater, 1906 Nakamura Fusetsu (Fusetsu bedeutet „Der Unbeugsame“.; eigentlicher Vorname Sakutarō (); geb. 19. August 1866 in Edo; gest. 6. Juni 1943) war ein japanischer Maler im „westlichen“ Yōga-Stil der Meiji-, Taishō- und frühen Shōwa-Zeit. Er ist auch als Kalligraf bekannt.
Leben und Werk Als Nakamura noch jung war, zog sein Vater mit der Familie in die Präfektur Nagano. Da er malerisch begabt war, erhielt er ersten Unterricht in Nanga und Malerei im europäischen Stil. 1887 ging er nach Tōkyō und schrieb sich bei Koyama Shōtarō (1857–1916) in dessen Schule Jūichikai kenkyūjo () ein.Koyamas Schule hieß später Fudō-sha ().
1900 reichte Nakamura Bilder ein für die Weltausstellung in Paris und wurde mit einem Preis ausgezeichnet. Im Jahr darauf ging er nach Frankreich und studierte unter Collin, bei dem schon sein Lehrer Koyama studiert hatte, wechselte dann zum älteren Laurens. 1905 kehrte Nakamura nach Japan zurück und schloss sich dort der „Pazifik-Gesellschaft für westliche Malerei“ (, Taiheiyō gakai) an.
1907 wurde Nakamura Jury-Mitglied für die erste Industrie-Ausstellung in Tōkyō (, Tōkyō-fu Kangyō hakurankai) und auch Mitglied in der Jury für die im selben Jahr zum ersten Mal durchgeführte Kunstausstellung des Kultusministeriums (, Mombushō bijutsu tenrankai). 1919 wurde er Mitglied der Kaiserlichen Akademie der Künste (, Teikoku bijutsu-in) und 1934 Direktor der Pazifik-Schule.
Nakamuras Illustrationen zu Natsume Sōsekis „Ich der Kater“ aus dem Jahr 1906 und die Serie „Sechs schöne Rund-Ansichten von Tōkyō“ (, Kyokusembi Tōto rokkei) von 1915 zeigen einen leichten, flüssigen Stil.
Nakamura wandte sich dann der Geschichtsmalerei zu, wobei Bilder entstanden, die schwerer wirken. Beispielhafte Bilder sind „Aufwachen im Orchideenpavillon“ (, Rantei o mezamu ku no zu) und „Traum des Lu Sheng“ (Handan) (, Rosei no yume (Kantan)), Szenen aus den Biyan Lu. Nakamura ist in der Meiji-Gedächtnisgalerie mit einem Seeschlacht-Bild aus dem Japanisch-Russischen Krieg vertreten.
Nakamura war auch als Kalligraf bekannt. 1936 wurde im Ortsteil Negishi in Tōkyō ein Museum für seine Kalligrafien () eröffnet.
Bilder
Anmerkungen
Literatur Suzuki, Toshihiko (Hrsg.): Nakamura Fusetsu. In: Nihon daihyakka zensho (Denshibukku-han), Shogakukan, 1996. S. Noma (Hrsg.): Nakamura Fusetsu. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993. ISBN 4-06-205938-X, S. 1039. Laurance P. Roberts: Nakamura Fusetsu. In: A Dictionary of Japanese Artists. Weatherhill, 1976. ISBN 0-8348-0113-2.
Weblinks
Kalligrafie-Museum
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