mini|hochkant|Porträt Georges Chauvels, gemalt vor 1929 von Marcel Gaillard (1886–1947).

Georges Félicien Eugène Joseph Chauvel (* 7. September 1886 in Elbeuf, Frankreich; † 26. Februar 1962 in Le Val-Saint-Germain, Frankreich) war ein französischer Bildhauer.

Leben Chauvel studierte drei Jahre an der École des Beaux-Arts in Rouen bei dem Bildhauer Alphonse Guilloux.Hervé Cabezas: Le relief de la vie. Sculptures des années Art déco à Saint-Quentin. Musée Antoine Lécuyer, 2009. S. 26. Im Ersten Weltkrieg diente er als Leutnant der französischen Armee.Pierre Ladoué: Georges Chauvel. In: L’art et les artistes. Revue mensuelle d’art ancien et moderne. März 1929, S. 307–313. Während seines Militäreinsatzes fertigte Chauvel den Somme Cup, eine gegossene Bronzeskulptur eines französischen Grenadiers, die als Beispiel für Grabenkunst gilt. Dieser Pokal wurde 1917 an das Rugbyteam der New Zealand Division verliehen, das ein in Paris ausgetragenes Spiel gegen das französische Militärteam gewonnen hatte.First World War Rugby Trophy Now on Display at the National Army Museum. In: New Zealand Defence Force vom 18. Februar 2016.

Nach dem Krieg gelang Chauvel der Durchbruch als Bildhauer. Er zeigte seine Arbeiten erstmals 1919 auf dem Salon der Société des Artistes Indépendants, danach stellte regelmäßig er auf den großen Pariser Salons aus. Er erhielt mehrere Aufträge des französischen Staates und der Stadt Paris für die Fertigung von Denkmalen, die unter anderem 1920 in Long und im Jardin de Reuilly des Pariser Stadtteils Reuilly aufgestellt wurden. Für den Aufbahrungsraum in der 3. Division des Friedhofs Père-Lachaise stellte er 1924 eine Bronzetüre im Stil des Art déco her.Au cimetière du Père Lachaise, division 3. Porte de chapelle «Art Déco» par Georges CHAUVEL 1924 (1886- 1962). In: parisienne.com.au

Einige Bronzen Chauvels wurden von der Pariser Bildgießerei Les Neveux de Jules Lehmann handwerklich umgesetzt.Alberto Shayo: Statuettes art deco period. Antique Collectors Club Art Books, 2016. ISBN 1-85149-824-9. S. 32. Chauvel gehörte darauf der von dem Éditeur d’art (Kunstverleger) und Bildgießer Arthur Goldscheider in den 1920er Jahren gegründeten Künstlergruppe La Stèle an. Goldscheider stellte 1925 auf der Pariser Exposition internationale des Arts Décoratifs et industriels modernes Arbeiten der Gruppe aus.Robert E. Dechant, Filipp Goldscheider: Goldscheider. Firmengeschichte und Werkverzeichnis. Historismus, Jugendstil, Art Déco, 1950er Jahre. Arnold, Stuttgart 2007. ISBN 978-3-89790-216-9, 640 S. Chauvel zeigte seine Arbeiten auch auf der Weltfachausstellung Paris 1937.Victor Arwas: Art deco sculpture. Academy Editions, 1992. S. 250.

Nach 1945 restaurierte Chauvel Statuen im Park des Schloss Versailles. Nach seinem Tod 1962 wurde er auf dem Friedhof von Le Val-Saint-Germain beigesetzt. Sein Grab wird von einer seiner Arbeiten geschmückt. In: fr.topic-topos.com.

Werke (Auswahl)

Literatur Denise Chauvel: Une figure elbeuvienne. Le sculpteur Georges Chauvel. In: Bulletin de la société d’histoire d’Elbeuf. Ausgabe 46, Société de l’Histoire d’Elbeuf, November 2006, S. 39–42. Pierre Ladoué: Georges Chauvel. In: L’art et les artistes. Revue mensuelle d’art ancien et moderne. März 1929, S. 307–313.

Weblinks

Georges Chauvel (French, 1886–1962). In: artnet, mit Bildern von Arbeiten Chauvels.

Einzelnachweise

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