mini|hochkant|Karl Vogeler Karl Vogeler (* 18. April 1889 in Hildesheim; † 29. April 1978 in Wedel, Kreis Pinneberg) war ein deutscher Chirurg.Bundesarchiv (ehem. Berlin Document Center) RÄK und W1 mit Bl. 1, Vogeler, Karl, geb. 18.4.1889
Leben Vogeler wurde 1913 als Arzt approbiert und von der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg zum Dr. med. promoviert.Dissertation: Motilität und Azidität des Magens in ihren Beziehungen zueinander, geprüft im Röntgenbilde und an der Sahli’schen Suppe. Nach zwei Jahren am Deutschen Sanatorium in Sanremo und am Knappschaftskrankenhaus in Quierschied zog er 1915 in den Ersten Weltkrieg. 1917 aus dem Deutschen Heer entlassen, arbeitete er von 1918 bis 1920 wieder bei Hans Walter Drüner in Quierschied. 1921 ging er zu August Bier, bei dem er sich 1927 für Chirurgie, Gynäkologie, Orthopädie und Urologie habilitierte.Habilitationsschrift: Bernhard Heines Versuche über Knochenregeneration – sein Leben und seine Zeit. Nach elf Jahren an der Charité wurde er 1932 Chefarzt am Krankenhaus in Hermannswerder. 1933 war er kommissarischer Leiter von Ferdinand Sauerbruchs Klinik (Lehrstuhl II) in Berlin. Er blieb als Oberarzt bei Georg Magnus (Lehrstuhl I).
Von 1934 bis 1945 war er Leitender Arzt der Chirurgie im Städtischen Krankenhaus Stettin. 1937 leitete er die 55. Tagung der Vereinigung Nordwestdeutscher Chirurgen.Wolfgang Teichmann, Christoph Eggers, Heinz-Jürgen Schröder (Hg.): 100 Jahre Vereinigung Nordwestdeutscher Chirurgen. Hamburg 2009, S. 116f. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Krankenhaus Stettin zum Reserve-Lazarett 6. Als Oberfeldarzt war Vogeler Chefarzt dieses Lazaretts und Beratender Chirurg beim Korpsarzt des Stellvertretenden Generalkommandos des II. Armeekorps.Karl Philipp Behrendt: Die Kriegschirurgie von 1939-1945 aus der Sicht der beratenden Chirurgen des deutschen Heeres im Zweiten Weltkrieg. Med. Diss. Univ. Freiburg 2003 1942 veröffentlichte er die Biografie seines Lehrers Bier. Zum 1. Mai 1933 trat er der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 2.638.274)Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/46061408 und gehörte auch dem NSKK und dem NS-Ärztebund an.
Nach dem Zweiten Weltkrieg, Stettin war 1945 an Polen gekommen, eröffnete er 1947 eine Arztpraxis in Rendsburg. 1949 dort zum Durchgangsarzt bestellt, betrieb er bis 1956 eine Privatklinik.Schleswiger Str. 2 Er wurde in die Kammerversammlung der Ärztekammer Schleswig-Holstein gewählt und war bei seinen zahlreichen und vielseitigen Publikationen ab 1955 Schriftleiter des Schleswig-Holsteinischen Ärzteblatts.Heinrich Bürkle de la Camp (Hrsg.): Chirurgenverzeichnis, 5. Auflage. Springer, Berlin Heidelberg New York 1969, S. 942.
Vogeler war verheiratet und hatte fünf Kinder, von denen nur drei überlebten.Winau und Vaubel (1983)
Schriften mit Franziska Berthold: Der Chirurgische Operationssaal: Ratgeber für die Vorbereitung chirurgischer Operationen. Springer, Berlin Heidelberg 1935, ISBN 978-3-662-40758-5. Google Books August Bier – Leben und Werk. J. F. Lehmanns Verlag, München 1942. ISBN 978-0013422211.
Literatur Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender 1950. Rolf Winau, Ekkehard Vaubel: Chirurgen in Berlin. 100 Porträts. Walter de Gruyter, Berlin New York 1983, S. 102. Rüdiger Döhler, Heinz-Jürgen Schröder und Eike Sebastian Debus: Chirurgie im Norden. Zur 200. Tagung der Vereinigung Norddeutscher Chirurgen in Hamburg 2017. Kaden Verlag, Heidelberg 2017, ISBN 978-3-942825-67-2, S. 336–337.
Einzelnachweise
Kategorie:Chirurg Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (Humboldt-Universität zu Berlin) Kategorie:Person (Ärztekammer Schleswig-Holstein) Kategorie:Person (Rendsburg) Kategorie:Person (Stettin) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1889 Kategorie:Gestorben 1978 Kategorie:Mann Kategorie:NSDAP-Mitglied Kategorie:NSKK-Mitglied Kategorie:Oberfeldarzt (Heer der Wehrmacht)