Julia Theek (* 9. Juni 1966 in Potsdam) ist eine deutsche Künstlerin und Filmemacherin.

Leben Julia Theek verbrachte ihre Kindheit in Berlin und Potsdam. Bei ihrem Großvater, dem Künstler Paul August, erlernte sie seit dem Vorschulalter traditionelle Kunsttechniken. Nach dem Abitur arbeitete sie bei der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg und den „Staatlichen Kulturhäusern“, bis sie nach dreijähriger Wartezeit am Fachbereich „Ästhetik-Kunstwissenschaften“ der Humboldt-Universität zu Berlin immatrikuliert wurde. Die Abschlussarbeit schrieb sie über „Semiotische Interpretationsverfahren für Fernsehdesign“.Noch während des Studiums arbeitete Theek für Fernsehsender wie ARD und Deutsche Welle und produzierte eigene Musikvideos sowie Kunstdokumentationen. Von 1999 bis 2009 übernahm sie die künstlerische Leitung der Potsdamer Schlössernacht für die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten. Seit 1988 stellt sie aus und arbeitet als Kuratorin. 1990–2005 arbeitete sie zudem als freie Autorin und Regisseurin für Kulturredaktionen u. a. von SFB, DW und RBB, produzierte dann z. T. auch selbst. 2012 gründete Julia Theek die Sommerakademie „Lübzer Kunstspeicher“, die digitale und traditionelle Kunsttechniken mit Upcycling und Nachhaltigkeit verbunden thematisiert. 2021 schrieb sie den ersten Upcycling-Kunstpreis aus und war Mitbegründerin der Circular Art Society (e.V.). Sie ist Mitglied der GEDOK sowie des Berliner Künstlerverbandes.

Werk Ihre Kunstausstellungen sind Ergebnisse von Recherchezyklen. Malerisch arbeitet Julia Theek hauptsächlich mit Airbrush, sprüht aus der „Kanne“ und mit Spritzpistolen. Die Kombination der meinst 4- bis 12-teiligen Schablonensätze stellt die Sujets in verschieden ikonische und symbolische Verweise oder Bezüge. Die Eigenheit der Arbeiten besteht in der Interpretation tradierter Motive mit ästhetischen Erfahrungen der MTV-Generation und Stilmitteln der Streetart. Seit 1998 erarbeitete Skulpturen, zunächst klassisch aus Marmor und seit 2010 Assemblagen aus überwiegend upgecycelten Material. Um den Nachhaltigkeitsgedanken auch in der Kunstproduktion positiv zu verankern, schrieb sie das Buch „Der Anspruch der Dinge“ und betreibt den Upcyclingart.blog.

Werke von Julia Theek befinden sich in verschiedenen privaten und öffentlichen Sammlungen, u. a. im Potsdam Museum, der Universität Rostock, Drap Art Barcelona oder der Pückler-Stiftung.

Ausstellungen (Auswahl) 2024: Europäischer Upcyclingkunstpreis Paris 2023: Kloster Rehna "Sophia von Mecklenburg vs. Wallenstein - RELOADED" 2023: München SüdpART (Teilnahme) 2023: Crillon le Brave "Mont Ventoux etc." 2022: Potsdam, Kaiser - Friedrich - Kirche "Friedenstaubenprügelei" 2022: Agüimes “Contornos” 2021: Symposium Barlinek 2020: DrapArt Barcelona 2019: Professorinnengalerie Universität Rostock 2017: „Gated communities“ VKU-Forum, Berlin 2016: Chiesa della Beata Maria Vergine, Calolziocorte. 2016: Ausstellungsbeteiligungen Kunstlandschaft Kulturhaus Mestlin und Fleißarbeit Stilwerk Berlin 2015: save, stock, store, Berliner Zweigstelle 2014: „belcoo experience“, dt.-ital.-dän. Streetartprojekt in Caprino/Italien und Lübz 2013: Speichern-Ausstellungsbeteiligung im Hamburger Kulturkaufhaus 2012: Einzelausstellung in der Antikenabguss-Sammlung, Berlin Ausstellungsbeteiligung „Friedrich und Brühl“ Schloss Branitz 2011: „3mal“ Ausstellungsbeteiligung im Kunstraum Potsdam-Schiffbauergasse 2008–2010: drei Ausstellungsbeteiligungen „KUNST-KONTOR Sehmsdorf“, Potsdam 2003: Acrylbilder „european“ für „Visual storm II“, New York 1995: Mitarbeit Club Berlin, XLVI. Biennale di Venezia, Teatro Malibran 1992: Ausstellungsbeteiligung „37 Räume“, Berlin 1988: Computergrafik JK Aurora Potsdam

Regie und Kuration 2024–2026: Universitat Rostock Ausstellungsreihe "Dialog im Rektorat" 2022: „Femme face“ Westenergie Essen 2021: Upcycling-Kunstpreis mit Ausstellungen u. a. in Berlin und Barcelona 2020: Radio Lübz Podcast-Reihe 2017: „Laurence Chaperon“ VKU-Forum Seit 2014: Superminimalfantastic-Artgalerie 2014: Upcycling-Kunst Kunstvideo 2009: Geheimnisvoller Ort – Schloss Schönhausen RBB 2007: Poor little me 2004–2006: „Ich bin doch nur ein Sonntagsmaler“ Porträt Paul August, Buch, Regie, Prod. 2002: „Stiften gehen – die Kultur braucht Mäzene“ RBB 2001: „Salonlöwinnen“ SFB 1999–2009: „Potsdamer Schlössernacht“ 1997/98: Chefredakteurin bei „BerlinArt“ 1997: „Kalter Krieg nach Noten“ ORB 1995: Drehbuchförderung durch Filmboard 1994–1997: eigene Musik-Dokumentationsproduktionen, u. a. Video für „Rosenstolz“, „New York Meetdistrict“, „Dreilinden brennt“, „Corvus Corax“ 1994: „Proschtschaj, Germania – auf Wiedersehen, Deutschland“ zweiteiliges ORB-Feature über die Verabschiedung der Musiker der Weststreitkräfte der GUS 1993: „Mittelalter jetzt“ Buch, Regie, Produktion 1992: „Heiligabend in Berlin“ SFB 1990: Kunstfest Double Ground Potsdam

Weblinks Upcycling-Blog

Einzelnachweise

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