Hadoram ist im Alten Testament der Name zweier Personen.

Etymologie Der hebräische Personenname „Hadoram“ wird im Masoretischen Text in und plene geschrieben, in dagegen defektiv . In lautet der Name . Hans Rechenmacher führt den Namen auf <*haddū-rām zurück. Dieser Name ist ein Verbalsatzname, bestehend aus Subjekt und Prädikat. Subjekt und zugleich theophores Element ist <*haddū „Haddad“, das Prädikat leitet sich von der Verbwurzel „erhaben sein“ ab. Der Name bedeutet daher „Haddad ist erhaben“. Eine generelle Änderung des Namens in , wie Martin Noth vorschlägt, ist nicht nötig. Nur in kann Hadoram als Nebenform zu Adoniram angesehen werden.

Die Septuaginta gibt den Namen in als wieder, dagegen in als und in als . In wird der Bericht den Königebüchern angeglichen und der Name als wiedergegeben. Die Vulgata gibt den Namen als Aduram wieder, nur in als Ioram, der Samaritanische Pentateuch schließlich als ’Ēdūram.

Hadoram, Sohn Joktans Hadoram ist nach der Völkertafel und nach der fünftälteste Sohn Joktans. Seine Brüder heißen Almodad, Schelef, Hazarmawet, Jerach, Usal, Dikla, Obal, Abimaël, Scheba, Ofir, Hawila und Jobab. Sie siedelten von Mescha über Sefar bis zum Ostgebirge. Der Abschnitt , in dem Hadoram und seine Brüder erwähnt werden, gehört nicht der Priesterschrift an.

Hadoram, Sohn Toïs Ein weiterer Hadoram wird in und als Sohn Toïs bzw. Toës, des Königs von Hamat, erwähnt. Er wird von seinem Vater mit Geschenken zu König David geschickt, um diesem zu seinem Sieg über das Heer Hadad-Esers zu beglückwünschen, da sein Vater gegen diesen im Krieg war.

Literatur . In: Gesenius, 18. Aufl. 2013, S. 268. Martin Noth: Die israelitischen Personennamen im Rahmen der gemeinsemitischen Namengebung, Kohlhammer, Stuttgart 1928, S. 241. Hans Rechenmacher: Althebräische Personennamen, Münster 2012, S. 107.127.202

Einzelnachweise

Kategorie:Person im Buch Genesis Kategorie:Person im 2. Buch Samuel Kategorie:Person im 1. Buch der Chronik Kategorie:Person im 2. Buch der Chronik