Die Yale-Romanisierung des Kantonesischen () wurde von Gerard P. Kok für sein zusammen mit Parker Po-fei Huang () erstellte Lehrreihe Speak Cantonese 1952 als ungebundene Form entwickelt und 1958 als Lehrbuch veröffentlicht. Im Gegensatz zu anderen Romanisierungen von Yale ist sie immer noch weit verbreitet in Büchern und Wörterbüchern, vor allem für englischsprachige ausländische Lernende. Studenten, die Kantonesisch an der Universität Hongkong, der Chinesischen Universität Hongkong, der Universität von Tokio, der Yale-Universität und der Universität von British Columbia studieren, werden gelehrt, die Yale-Romanisierung zu nutzen. Alternativ haben sie dort auch die Wahl, die Jyutping-Romanisierung zu lernen. Während die Aussprache der Yale-Romanisierung sich an der Aussprache des englischen Alphabets orientiert, basiert die Aussprache beim Jyutping auf die Aussprache im deutschen Alphabet.Unterrichtsmaterial der Universität von British Columbia:

Unterrichtsmaterial der Universität Tokyo:

Anlaute b p m f d t n l g k ng h gw kw w j ch s y

Auslaute a aai aau aam aan aang aap aat aak   ai au am an ang ap at ak e ei       eng     ek i   iu im in ing ip it ik o oi ou   on ong   ot ok u ui     un ung   ut uk eu eui     eun eung   eut euk yu       yun     yut         m   ng       Nur die Auslaute m und ng dürfen als alleinstehende nasale Sonante (Nasalton) ausgesprochen werden.

Töne mini|150px|Grafik zur Änderung der relativen Tonhöhen für die sechs Töne im Yueyü Modernes Kantonesisch hat sechs phonetische Töne. Yale-Romanisierung von Kantonesisch kann diese Töne mit Hilfe von Tonnummern nach Chao, Tonkontursymbol oder diakritischen Tonzeichen nach IPA mit dem Buchstaben „h“ darstellen. System der Yale-Romanisierung des Kantonesischen Nummer Standard Alternativ Verlauf IPA-Kontur Beschreibung Beispiel Bedeutung 1 sī si1 55 ˥˥ [ ˥ ] hoch-gleichbleibend Poesie sì si1 52 ˥˨ hoch-(leicht-)fallend Poesie 2 sí si2 25 ˨˥ mitte-ansteigend Geschichte 3 si si3 33 ˧˧ [ ˧ ] mitte-gleichbleibend Test 4 sìh si4 21 ˨˩ tief-fallend Zeit 5 síh si5 23 ˨˧ tief-ansteigend Markt / Stadt 6 sih si6 22 ˨˨ [ ˨ ] tief-gleichbleibend Vision / Sicht

Beispiele Yale-Romanisierung des Kantonesischen Langzeichen Kurzzeichen Standard Alternativ Bedeutung Gwóngjāu wá Gwong2jau1 wa2 Kantonesisch Yuhtyúh Yut6yu5 Kantonesisch Néih hóu Nei5 hou2 Hallo

Beispieltranskription des Gedichts Erwachen im Frühling () von Meng Haoran, eines der Dreihundert Tang-Gedichte – für die Transkription in Hochchinesisch und Übersetzung ins Deutsche siehe Meng Haoran#Werk: Chēun Híu Chēun mìhn bāt gok híu, chyu chyu màhn tàih níuh. yeh lòih fūng yúh sīng, fā lohk jī dō síu?

Literatur chronologisch aufsteigend

Siehe auch Jyutping Yale-Romanisierung Umschriften für die chinesischen Sprachen

Weblinks Cantonese () in Omniglot (englisch) Das Yale-China Chinese Language Centre der Chinesische Universität Hongkong, kurz CUHK (englisch) Umschrifttabellen verschiedener Transkriptionssysteme – Cantonese Pinyin – , Yale – , Jyutping – und Sydney Lau – (chinesisch, englisch) Chinesisch-Englisches Zeichenwörterbuch mit Yale-Jyutping-Unterstützung (englisch) Cantonese Phonetic IME – Freeware (chinesisch, englisch, japanisch, kantonesisch)

Einzelnachweise Parker Po-fei HUANG () Aussprache vorwiegend Hongkong Aussprache vorwiegend Guangzhou (Kanton) Umschrift standardmäßig mit diakritischen Zeichen Umschrift alternativ mit Tonzahl hochgestellt Tonverlauf – Verlauf der Tonhöhen nach Chao Yuenrenz. B. 55 – hoher Eintrittston gleichbleibende Tonhöhe,        25 – mittlerer Eintrittston steigende Tonhöhe,        33 – mittlerer Eintrittston gleichbleibende Tonhöhe. Symbol der Tonkontur bzw. Tonverlauf nach IPA Alle Beispiele in Langzeichen dargestellt. Cantonese ( / ) – Kantonesisch (Yale gwóngdùngwá / yuhtyúh)

Kategorie:Umschrift für Chinesisch