Braunshof ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Sengenthal im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern.

Lage Der Braunshof befindet sich rund 4,2 km südwestlich des Hauptortes Sengenthal und ca. 670 m nöröstlich von Rocksdorf, einem Ortsteil der Gemeinde Mühlhausen. Die Staatsstraße ST2220 verläuft südöstlich des Einödhofes in eine Entfernung von rd. 590 m. Einen Kilometer westlich des Braunshofs liegt die Kreisstraße NM18.

Die Einöde Braunshof liegt im Oberpfälzer Jura auf und ist von dem an der Staatsstraße 2220 liegenden Rocksdorf aus über die Straße „Zur Richt“ in nordöstlicher Richtung zu erreichen.

Geschichte Erstmals wird der Hof in den Regesten des Hochstifts Eichstätt des Jahres 1142 genannt. Dort wird, wie damals üblich in Latein notiert: "hubam vnam ... que cognominatur huba Brunonis" (~ eine Huebe ... die heißt Brunos Huebe). Mitte des 15. Jahrhunderts wird der Ort mit "Braunhofen" im Codex germanicus monacensis, 267 erwähnt. In 1485 ist der Hof dann als "der Prawns hoff" in einer Urkunde des Hochstifts Eichstätt vermerkt und auch im 1593 entstandenen Pfinzigatlas auf Seite 37 eingezeichnet.

1144 ist eine Ansiedelung „Brunoshube“ (= Hube des Brun) erstmals genannt.Sammelblatt des Historischen Vereins Eichstätt 46/47 (1931/32), S. 6; Wießner, S. 21 1298 erscheint ein Marquard von „Breviningeshof“ urkundlich, der zugunsten des Zisterzienserinnenklosters Seligenporten auf seine Einnahmen aus Reut (abgegangen bei Sulzbürg) verzichtet.Karl Heinrich Lang: Regesta sive Rerum Boicarum Autographa ad annum usque MCCC... Volume IV., Monaci (=München) 1828, S. 668; Wießner, S. 27, dort mit Fragezeichen Da es einen weiteren Ort namens Braunshof westlich von Freystadt bei Mörsdorf gibt, ist nicht eindeutig, welche dieser Nennungen sich auf Braunshof bei Forst bezieht.Wießner, S. 118

Nach dem Ende des Alten Reiches (1802), im Königreich Bayern (1806) gehörte der Braunshof dem zwischen 1810 und 1820 gebildeten Steuerdistrikt Forst, dann der gleichnamigen Ruralgemeinde an, die aus Forst selber (zur Pfarrei Berngau gehörend, 1840 mit 38 Häusern und 204 Einwohnern),M. Siebert: Das Königreich Bayern topographisch-statistisch in lexicographischer und tabellarischer Form dargestellt, München: Verlag Georg Franz, 1840, S. 204 Braunshof, Rocksdorf (evangelisches Kirchdorf, 1840 mit 18 Häusern und 92 Einwohnern)M. Siebert: Das Königreich Bayern topographisch-statistisch in lexicographischer und tabellarischer Form dargestellt, München: Verlag Georg Franz, 1840, S. 230 und Stadlhof bestand und in die Gemeinde Wiefelsbach mit ihren zehn Einöden integriert wurde.Heinloth, S. 322 f. Dem Landgericht (ab 1862 Bezirksamt, ab 1879 Landkreis) Neumarkt zugeordnet, umfasste sie um 1937 die sechs Orte Forst, Braunshof, Gollermühle, Kastenmühle, Schlierfermühle und Stadelhof,Franz Xaver Buchner: Das Bistum Eichstätt. II. Band, Eichstätt: Brönner & Däntler, 1938, S. 453 1960 die zwölf Orte Forst, Birkenmühle, Braunmühle, Braunshof, Dietlhof, Gollermühle, Greißelbach, Kanalschleuse 31 (1960 unbewohnt), Kanalschleuse 32 (1987 unbewohnt), Kastenmühle, Schlierferhaide/Schlierfermühle und Stadlhof. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern erfolgte am 1. Januar 1972 die Eingliederung der Gemeinde Forst in die Gemeinde Sengenthal im Landkreis Neumarkt.

Gemäß der Volkszählung vom 1. Dezember 1871 hatte Braunshof, nunmehr zur katholischen Pfarrei und Schule Reichertshofen gehörend (die Protestanten waren seit 1873 in die Pfarrei Sulzbürg gepfarrt),Königlich Bayerisches Kreis-Amtsblatt der Oberpfalz und von Regensburg, Nr. 18 vom 1. März 1873 sechs Gebäude mit 13 Einwohnern, an Großvieh zwei Pferde und 18 Rinder. 25 Jahre später hatte die Einöde zwei Wohngebäude und war von acht Personen bewohnt.

Einwohnerzahlen 1830: 6 1871: 13 1900: 8 1937: 8 (Protestanten)Buchner II, S. 453 1961: 8 1987: 13

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Kategorie:Ortsteil von Sengenthal