Die Liste der Stolpersteine in Nettetal enthält alle Stolpersteine, die im Rahmen des gleichnamigen Projekts von Gunter Demnig in Nettetal verlegt wurden. Mit ihnen soll an Opfer des Nationalsozialismus erinnert werden, die in Nettetal lebten und wirkten.
Verlegte Stolpersteine
Hinweise zur Benutzung der Auflistung:Die Liste führt die verlegten Stolpersteine auf, nennt Namen und Lebensdaten der Person, Ort und Datum der Verlegung, die auf dem Stein zu lesende Inschrift und zeigt jeweils ein Foto des beschriebenen Stolpersteins. Dazu führt die Liste Informationen zur Person auf sowie, in den Fußnoten, auch Informationen zu den genannten verwandten Personen. Die Liste ist teils sortierbar gestaltet. Die Sortierung nach dem Alphabet wird durch das Anklicken der beiden Dreiecke in den Spalten erreicht. Mit ♁ (Lage) oder der Weltkugel lassen sich die Koordinaten mit Kartendiensten anzeigen. Hochgestellte Zahlen im Text bedeuten einen Link: Hochgestellte Zahlen in eckigen Klammern verweisen auf einen Einzelnachweis (Beleg) für die Information. Blau hinterlegte Wörter sind als Links zu anderen Wikipediaartikeln oder auch als Links innerhalb dieser Liste hinterlegt.
Verlegte Stolpersteine im Ortsteil Breyell Bild Person, Inschrift Adresse Verlege-datumweitere Informationen 120px|Stolperstein für Babette Klaber HIER WOHNTEBERNHARDINE´BABETTE´ KLABERGEB. LICHTENFELDJG. 1872DEPORTIERT 1942THERESIENSTADTERMORDET Felderend 25 Bernhardine (Babette) LichtenfeldBabette Klaber. bundesarchiv.deBabette Klaber. familienbuch-euregio.euBabette Klaber. ushmm.org wurde am 27. Januar 1872 in Hochhausen/Tauber als Tochter von David Lichtenfeld (1840–1902) und Johanna (Hanche) Lichtenfeld, geborene Hermann (1835–1924) geboren. Sie war mit Jacob KlaberJacob Klaber. familienbuch-euregio.eu (geboren am 18. August 1872 in Sinzenich als Sohn von Hermann Klaber und Friederica Klaber geborene Zanders, am 24. Juni 1931 in Breyell gestorben) verheiratet, aus der Ehe gingen vier Kinder hervor: Hermann (* 1902), Fritz (* 1904), Felix (* 1908) und Max (* 1917). Babette Klaber wurde am 25. Juli 1942 ab Düsseldorf nach Theresienstadt deportiert, dort ist sie am 13. März 1944 verhungert. 120px|Stolperstein für Felix Klaber HIER WOHNTEFELIX KLABERJG. 1908FLUCHT HOLLANDVERSTECKT GELEBTBEFREIT / ÜBERLEBT Felix KlaberFelix Klaber. familienbuch-euregio.euFelix Klaber. ushmm.org wurde am 28. März 1908 in Breyell als Sohn von Jacob KlaberJacob Klaber. familienbuch-euregio.eu und Babette Klaber, geborene Lichtenfeld, geboren. 1926 ging er als 18-Jähriger in die Niederlande, um den Beruf eines Konditors zu erlernen, ab Mitte der 1930er Jahre riskierte er keine Besuche in der Heimat mehr. Am 6. September 1942 heiratete er in Deventer Klara Mendel, die mit ihrer Familie ebenfalls Jahre zuvor in die Niederlande geflohen war. Als Felix und Klara sich im selben Jahr melden sollten, um in Westerbork interniert zu werden, versteckten sie sich in Lochem-Eefde, wo sie den Krieg überstanden. Sie wurden im Mai 1945 befreit, Felix und Klara Klaber bekamen zwei Söhne (1946 und 1948) und wanderten 1948 in USA aus. Felix Klaber starb am 15. Juli 1981 an seinem Wohnort Bronx/NYC, Klara Klaber am 23. November 2004. 120px|Stolperstein für Hermann Klaber HIER WOHNTEHERMANN KLABERJG. 1902FLUCHT 1938USAÜBERLEBT Hermann KlaberHermann Klaber. familienbuch-euregio.eu wurde am 12. Oktober 1902 in Breyell als Sohn von Jacob Klaber und Babette Klaber, geborene Lichtenfeld, geboren. Er floh im März 1938 über Holland in die USA mit den Papieren seines Bruders Max, nachdem er Probleme mit der SS bekommen hatte. Er heiratete Erna Emanuel (geboren am 14. Juni 1902 in Frankfurt am Main), Tochter von David Emanuel und Rosa Seligmann. Hermann Klaber starb am 27. März 1980 New York durch Selbsttötung; Erna Klaber starb am 12. September 2004 im Alter von 102 Jahren in der Bronx/NYC. 120px|Stolperstein für Max Klaber HIER WOHNTEMAX KLABERJG. 1917FLUCHT 1939USAÜBERLEBT Max KlaberMax Klaber. familienbuch-euregio.eu wurde am 30. Januar 1917 in Breyell als Sohn von Jacob Klaber und Babette Klaber, geborene Lichtenfeld, geboren. Im Januar 1939 floh er über die Niederlande in die USA (nachdem seine Papiere von seinem Bruder Hermann für die Flucht genutzt worden waren und er neue erhalten hatte), lebte 1939 in New York, Fox Street 299; 1942 trat er in die US-Army ein, 1944 heiratete er Ann Rosenbaum (geboren am 17. Oktober 1923); im August 1945 war Max noch in der Armee, und seit 20 Monaten (d. h. seit Anfang 1944) in Übersee. Das Ehepaar bekam den Sohn Stephen. Max Klaber starb am 19. November 2001 in der Bronx/NY im Alter von 84 Jahren. 120px|Stolperstein für Abraham Levy HIER WOHNTEABRAHAM LEVYJG. 1871DEPORTIERT 1942THERESIENSTADTERMORDET INTREBLINKA Gier 2/3 Abraham LevyAbraham Levy. bundesarchiv.deAbraham Levy. ushmm.orgAbraham Levy. holocaust.cz wurde am 25. Oktober 1871 in Breyell als Sohn von Carl Salomon Levy und Lisette Levy (geborene Zanders) geboren. Er war mit Sibilla Frankenstein verheiratet; am 25. Juli 1942 wurde er ab Düsseldorf nach Theresienstadt (Transport VII/2 Zug Da 71, Häftlingsnummer 632), am 21. September 1942 nach Treblinka deportiert (Transport Bp, Häftlingsnummer 1605), und dort wohl noch im selben Monat ermordet. 120px|Stolperstein für Berta Levy HIER WOHNTEBERTA LEVYGEB. LEVYJG. 1872DEPORTIERT 1942THERESIENSTADTERMORDET 6.8.1942 Berta Levy geborene LevyBerta Levy. bundesarchiv.deBerta Levy. ushmm.orgBerta Levy (2). ushmm.org wurde am 2. Januar 1872 in Meiningen geboren wurde (die Eltern sind nicht dokumentiert). Sie heiratete Carl Levy, das Ehepaar hatte drei Kinder, Lina (geb. 20. April 1901, floh September 1937 in die USA, heiratete dort Julius Bloch aus Ihringen; sie starb im November 1988 im Alter von 87 Jahren in New York), Henriette und Emil Levy. Am 25. Juli 1942 wurden Carl und Berta Levy ab Düsseldorf nach Theresienstadt deportiert (Transport VII/2 Zug Da 71, Carls Häftlingsnummer 652), wo Berta Levy am 6. August 1942 ermordet wurde. 120px|Stolperstein für Carl Levy HIER WOHNTECARL LEVYJG. 1870DEPORTIERT 1942THERESIENSTADTERMORDET INTREBLINKA Carl LevyCarl Levy. bundesarchiv.deCarl Levy. ushmm.orgCarl Levy. holocaust.cz wurde am 12. März 1870 in Breyell als Sohn von Abraham Levi und Christina Sommer geboren. Er heiratete Berta Levy geborene Levy das Ehepaar hatte drei Kinder, Lina (geb. 20. April 1901, floh September 1937 in die USA, heiratete dort Julius Bloch aus Ihringen; sie starb im November 1988 im Alter von 87 Jahren in New York), Henriette und Emil Levy. Am 25. Juli 1942 wurden Carl und Berta Levy ab Düsseldorf nach Theresienstadt deportiert (Transport VII/2 Zug Da 71, Carls Häftlingsnummer 652), wo Berta Levy am 6. August 1942 ermordet wurde. Carl wurde am 26. September 1942 nach Treblinka deportiert (Transport Br, Häftlingsnummer 651) und dort wohl noch im selben Monat ermordet. 120px|Stolperstein für Emil Levy HIER WOHNTEEMIL LEVYJG. 1908´SCHUTZHAFT´ 1938DACHAUERMORDET FEB. 1939 Emil LevyEmil Levy. bundesarchiv.de wurde am 5. März 1909 in Breyell als Sohn von Carl und Berta Levy (geborene Levy) geboren. Er war ab dem 17. November 1938 in „Schutzhaft“ in Dachau interniert, wo er am 10. Februar 1939 ermordet wurde. 120px|Stolperstein für Friederica Levy HIER WOHNTEFRIEDERICA LEVYJG. 1860DEPORTIERT 1942THERESIENSTADTERMORDET 12.9.1942 Friederica LevyFriederica Levy. bundesarchiv.de wurde am 23. Juli 1860 in Breyell als Tochter von [Carl] Salomon Levy und Elisabeth Levy, geborene Zanders geboren; sie blieb ledig. Am 25. Juli 1942 wurde sie nach Theresienstadt deportiert (Transport VII/S Zug Da 71, Häftlingsnummer 641) und dort am 12. September 1942 ermordet. 120px|Stolperstein für Henriette Levy HIER WOHNTEHENRIETTE LEVYJG. 1904DEPORTIERT 1941RIGAERMORDET Henriette Levy (genannt Jettchen),Henriette Levy. bundesarchiv.de wurde am 5. März 1904 in Breyell als Tochter von Carl Levy und Berta Levy (geborene Levy) geboren. Sie blieb ledig, wurde am 11. Dezember 1941 ab Düsseldorf nach Riga deportiert und dort später ermordet. 120px|Stolperstein für Pauline Levy HIER WOHNTEPAULINE LEVYGEB. KLEEMANNJG. 1872DEPORTIERT 1942THERESIENSTADTERMORDET INAUSCHWITZ Pauline KleemannPauline Levy. bundesarchiv.dePauline Levy. ushmm.orgPauline Levy (2). ushmm.org wurde am 6. April 1872 in Theilheim (Gemeinde Waigolshausen, Kreis Schweinfurt) geboren. Sie heiratete Gustav Levy, der als Soldat im Ersten Weltkrieg (Rekr. Dep. E. Btl. L. I. R. 29) am 28. August 1916 fiel. Pauline wurde am 25. Juli 1942 von Düsseldorf nach Theresienstadt (Transport VII/2 Da 71, Häftlingsnummer 659), am 15. Mai 1944 nach Auschwitz deportiert (Transport Dz, Häftlingsnummer 659) und dort ermordet. 120px|Stolperstein für Curt Höflich HIER WOHNTECURT HÖFLICHJG. 1902´SCHUTZHAFT´ 1938DACHAUDEPORTIERT 1941RIGAERMORDET Josefstraße 48 Curt HöflichCurt Höflich. bundesarchiv.deCurt Höflich. ushmm.org wurde am 20. September 1902 in Breyell als Sohn von Carl und Jettchen Höflich (geborene Levy) geboren. Er war mit Irma Marx verheiratet. Vom 17. November 1938 bis zum 9. Februar 1939 war Curt Höflich in Dachau in „Schutzhaft“. Am 11. Dezember 1941 wurden Curt und Irma ab Düsseldorf nach Riga deportiert. Curt wurde in Riga ermordet, Irma überlebte Ghetto und KZ Riga und wurde am 9. August 1944 nach Stutthof deportiert, wo sie ebenfalls ermordet wurde. 120px|Stolperstein für Irma Höflich HIER WOHNTEIRMA HÖFLICHGEB. MARXJG. 1906DEPORTIERT 1941RIGAERMORDET INSTUTTHOF Irma MarxIrma Höflich. bundesarchiv.deIrma Höflich. ushmm.org wurde am 11. Juni 1906 in Rachtig als Tochter von Eduard Marx (1877 Rachtig – 1944/45 Auschwitz) und Pauline Marx geborene Wassermann (1881 Hüttenbach – 1944/45 Auschwitz) geboren. Sie war mit Curt Höflich verheiratet. Am 11. Dezember 1941 wurden Curt und Irma ab Düsseldorf nach Riga deportiert. Curt wurde in Riga ermordet, Irma überlebte Ghetto und KZ Riga und wurde am 9. August 1944 nach Stutthof deportiert, wo sie ebenfalls ermordet wurde. 120px|Stolperstein für Karl Höflich HIER WOHNTEKARL HÖFLICHJG. 1872DEPORTIERT 1942THERESIENSTADTERMORDET 1944