Robert Cecil Beavan (* 14. August 1841 in Mynporie (Minporee), IndienParbury, Allen, and Company: The Asiatic Journal and Monthly Register for British and Foreign India, China, and Australia. Parbury, Allen, and Company, 1841, S. 300 ().; † 3. Februar 1870 auf SeePersonendaten bei ancestry.com, abgerufen am 25. Januar 2017.) war ein britischer ornithologisch interessierter Naturforscher, der als Captain in der Britisch-Indischen Armee diente.
Leben Robert Cecil Beavan war der erstgeborene Sohn des in Indien stationierten britischen Offiziers Robert Beavan (1809–1853) und seiner Ehefrau Cecilia Mabel Drury (1821–1896), einer Nachkommin des britischen Gelehrten Benjamin Heath (1704–1766). Beide Söhne des Ehepaares kamen in Indien zur Welt. Als Robert C. Beavan zwölf Jahre alt war, starb im Oktober 1853 sein Vater in Indien. Am 4. November 1859 trat er selbst in die Britisch-Indische Armee ein und diente zehn Jahre lang in deren Bengal Staff Corps.
Während seiner Dienstjahre in der Armee war er korrespondierendes Mitglied der Zoologischen Gesellschaft von London. An vielen verschiedenen Orten sammelte er zahlreiche Exemplare von Vogelarten und Vogeleiern und verfasste Abhandlungen über seine Entdeckungen und Beobachtungen. Er beschrieb auch einige Vogelarten, die er von seinem jüngeren Bruder Reginald (1843–1927) erhalten hatte, der ab 1861 ebenfalls Angehöriger der britischen Armee in Indien war. Seine Beiträge sandte Captain Beavan an die ornithologische Fachzeitschrift The Ibis sowie an die Zoologische Gesellschaft von London, die sie in ihrem Magazin Proceedings of the Zoological Society of London veröffentlichte.
Im Jahr 1864 arbeitete Beavan in Barrackpore und verbrachte den Winter im heute nicht mehr existierenden Distrikt Maunbhoom, einer Region, die vor ihm bereits von Samuel Tickell und Edward Blyth erforscht worden war. Von dort stammte ein Exemplar einer Unterart des Indischen Spitzhörnchens (Anathana ellioti pallida), das er dem British Museum überließ. Seine Mitteilungen von dort wurden 1865 in The Ibis unter dem Titel Notes on various Indian Birds veröffentlicht. Während seines Aufenthalts auf den Andamanen-Inseln konnte Beavan seine Sammlung weiter vergrößern. Mithilfe von Informationen, die ihm Colonel Robert Christopher Tytler zur Verfügung gestellt hatte, konnte er 1867 ein Werk mit dem Titel The Avifauna of the Andaman Islands (deutsch: Die Avifauna der Andamanen-Inseln) fertigstellen und Teile davon nach und nach in The Ibis veröffentlichen. Beavan arbeitete auch mit dem schottischen Ornithologen A. O. Hume zusammen.
Anfang 1870 wollte Beavan wegen seines schlechten Gesundheitszustandes nach England zurückkehren. Er verstarb jedoch im Alter von 28 Jahren während der Reise auf einem Schiff der Handelsmarine an Auszehrung.
Nach seinem Tod wurden Beavans Sammlungen in die Sammlungen von Arthur Hay, 9. Marquess of Tweeddale, Frederick DuCane Godman und Osbert Salvin integriert. Sie werden im Natural History Museum in London aufbewahrt. Sein Buch über die Süßwasserfische Indiens „Handbook of the Freshwater Fishes of India“ erschien erst 1877 sieben Jahre nach seinem Tod.
Erstbeschreibungen durch Robert Cecil Beavan mini|Der Andamanenkauz (Ninox affinis BEAVAN), eine der Vogelarten, die Robert Cecil Beavan erstmals wissenschaftlich beschrieb mini|Andamanendrongo
Beavan hat zahlreiche Arten und Unterarten, die neu für die Wissenschaft waren, beschrieben.
Arten Zu den Arten gehören chronologisch u. a.: Andamanendrongo (Dicrurus andamanensis , 1867) Andamanenkauz (Ninox affinis , 1867) Andamanenkuckuck (Centropus andamanensis , 1867)
Unterarten Zu den Unterarten gehören chronologisch u. a.: Andamanenstar (Sturnia erythropygia andamanensis (, 1867)) Beo (Gracula religiosa andamanensis (, 1867)) Glanzkopfsalangane (Collocalia esculenta affinis , 1867) Scharlachmennigvogel (Pericrocotus speciosus andamanensis , 1867) Schwarzgenickschnäpper (Hypothymis azurea tytleri (, 1867)) Schwarznackenpirol (Oriolus chinensis andamanensis , 1867)
Dedikationsnamen Eine Unterart der Rotbrustmeise Parus rubidiventris beavani wurde 1863 von Thomas Caverhill Jerdon zu seinen Ehren benannt.James A. Jobling: Helm Dictionary of Scientific Bird Names. Bloomsbury Publishing, 2010, ISBN 978-1-408-13326-2, S. 69 (archive.org). Im Jahr 1867 nannte Arthur Hay, 9. Marquess of Tweeddale eine Unterart der Rostprinie (Prinia rufescens beavani) nach ihm.Arthur Hay, 9. Marquess of Tweeddale (1866) S. 551.Arthur Hay, 9. Marquess of Tweeddale war von 1862 bis 1876 unter dem Namen Arthur Viscount Walden bekannt. Auch wenn der Band von Proceedings of the Scientific Meetings of the Zoological Society of London das Jahr 1866 ausweist, erschien der Artikel erst im Jahr 1867. Somit ist das Erscheinungsjahr nach den Internationalen Regeln für die Zoologische Nomenklatur 1867. Der Beavan’s Kingfisher (Alcedo beavani),Arthur Hay, 9. Marquess of Tweeddale (1874) S. 158. den Hays 1874 beschrieb, steht heute als Synonym für die Menintingeisvogelunterart (Alcedo meninting rufigastra , 1873). Charles Vaurie nannte 1949 eine Graudrongounterart (Dicrurus leucophaeus beavani)Charles Vaurie S. 243., ein Name der heute als Synonym für eine andere Unterart des Graudrongos (Dicrurus leucophaeus longicaudatus , 1862) betrachtet wird. Der Maskengimpel (Pyrrhula erythaca , 1862), den Beavan erstmals am Berg Tonglu sammelte,Edward Blyth S. 389. wird im Englischen manchmal Beavan’s Bullfinch genannt.
Wilhelm Peters widmete ihm 1867 Mus beavanii,Wilhelm Peters S. 559. ein Synonym für Mus terricolor , 1851. Albert Günther nannte 1868 eine von Beavan gesammelte Schistura-Art Schistura beavani.Albert Günther S. 350–351.
Veröffentlichungen (Auswahl)
Im Natural History Museum existiert außerdem ein Manuskript mit dem Titel: Catalogue of birds collected in the Maunbhoom district (Chota Nagpore) in Feby. March & April 1864.
Literatur
Einzelnachweise
Anmerkungen
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