MÁV-Baureihe Cmot VIIIa, VIIIb 350px|Aufnahme Nummerierung MÁV: Cmot 07.301-304, 07.309-314 MÁV: Cmot 07.305-308 Hersteller Ganz & Co. / Budapest Baujahre 1904 Ausmusterung unbekannt Anzahl 10 4 Spurweite 1.435 mm Höchstgeschwindigkeit 50 km/h Länge über Puffer 11.615 mm 10.650 mm Dienstmasse 17,6 t 18,1 t Reibungsmasse 11,5 t Steuerung Kluge Bauart A1’ n2v Zylinderzahl 4 NDZylinderdurchmesser 170 mm HDZylinderdurchmesser 116 mm Kolbenhub 140 mm Kesselbauart De Dion-Bouton Kesseldruck 18 bar Rostfläche 0,3 m² Überhitzerfläche 2,7 m² Verdampfungsheizfläche 5,7 m² indizierte Leistung 37 kW (50 PS) Raddurchmesser 1.020 mm Sitzplätze 40 38 Klassen 3.

Die zweiachsigen Dampftriebwagen der MÁV-Baureihe Cmot VIIIa wurden 1904 bei Ganz & Co in Budapest hergestellt und dienten als Triebwagen für die ungarische Staatseisenbahn MÁV. Fahrzeuge dieses Typs waren nach dem System De Dion-Bouton hergestellt und besaßen eine Leistung von 37 kW (50 PS).

Geschichte

Eisenbahnstrecken der ungarischen Staatseisenbahn MÁV galten um die 1900er Jahre als besonders dampftriebwagenfreundlich, da die Gesellschaft viele Nebenbahnen mit geringem Verkehr und relativ geringen Steigungen besaß. Die meisten benötigten Fahrzeuge wurden von der Ganz in Budapest hergestellt. Dazu erwarb die Firma Lizenzen von De Dion-Bouton und baute Dampftriebwagen mit 35, 50 und 80 PS Leistung.

Nach Literaturangaben sollen von Ganz bis Ende 1906 insgesamt 89 Dampftriebwagen an die MÁV geliefert worden sein,Alfred Horn: Dampftriebwagen und Gepäcklokomotiven in Ungarn, Bohmann Verlag KG Wien: 1972, Seite 33 bei Pospichal werden lediglich 30 Fahrzeuge genannt.Auflistung der ungarischen Dampftriebwagen bei www.pospichal.net Diese 14 hier genannten Dampftriebwagen können als die größeren aller Dampftriebwagen in dieser Kategorie angesehen werden.

Ursprünglich waren zwei von ihnen als Weitzer-De Dion-Bouton-Triebwagen mit benzolelektrische Triebwagen geplant. Da dieses Konzept nicht funktionierte, wurden sie von Ganz mit einer Dampfmaschine von De Dion-Bouton aufgebaut. Beide Varianten (VIIIa oder VIIIb) sind vom Aufbau her fast identisch.

Gesicherte Angaben über den Einsatz der Fahrzeuge sind in der Literatur nicht zu finden. Eine Fotografie zeigt einen Triebwagen auf einer Lokalbahn in Zrenjanin.

Technische Beschreibung mini|links|Postkartenaufnahme von 1905 von einem Cmot VIIIb Vom Aussehen her waren die Fahrzeuge ähnlich den BCmot VIIc. Der Einstiegsbereich ist wesentlich anders gestaltet, ansonsten waren beide Fahrzeugtypen in etwa die gleiche Größenklasse. Innerhalb der beiden Untervarianten war bei der VIIIb der Einstiegsraum etwas weiter nach vorn gerückt.

Das Fahrzeug besaß einen von De Dion-Bouton entwickelten sowie von GANZ gefertigten Wasserrohrkessel und eine Dampfmaschine vom gleichen Hersteller. Dampferzeuger und Dampfmaschine waren den Vorgängermodellen vom Aufbau her identisch gestaltet, die Leistung blieb bei diesem Modell noch 50 PS. Es hat lt. Literatur Fahrzeuge mit einer Leistung von 80 PS gegeben, ein Datenblatt eines solchen Fahrzeuges ist nicht zu finden. Die Kesselspeisung besorgten zwei mit Dampf angetriebene Kolbenpumpen. Der Wassertank war unter dem Untergestell des Wagens angebracht. Befüllt wurde er entweder durch einen Fülltrichter vom Dach aus mit dem Wasserkran oder durch eine Strahlpumpe vom Führerstand aus.

Siehe auch Liste der Lokomotiv- und Triebwagenbaureihen der MÁV

Literatur Rolf Ostendorf: Dampftriebwagen, Bauarten und Systeme, Motorbuchverlag, Stuttgart, ISBN 3-87943-517-0 Alfred Horn: Dampftriebwagen und Gepäcklokomotiven in Ungarn, Bohmann Verlag KG Wien: 1972

Weblinks Datenbank über Dampftriebwagen in Ungarn auf www.pospichal.net

Einzelnachweise

BCmot VIIIa,VIIIb Kategorie:Dampftriebwagen Kategorie:Schienenfahrzeug (Ganz) Kategorie:Schienenfahrzeug (Spurweite 1435 mm)