Oberfladnitz ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Marktgemeinde Weitersfeld im Bezirk Horn in niederösterreichischen Waldviertel mit Einwohnern (Stand ).

Geografie Das ganz im Osten des Gemeindegebietes gelegene Dorf entwässert über den Kajabach, der beim Ort entspringt, zur Thaya. Zugleich kreuzen im Ort die Landesstraßen L1053 und L1055. Die Ortschaft umfasst  Adressen.

Die im Nordosten anschließende Ortschaft Niederfladnitz zählt bereits zum Bezirk Hollabrunn.

Toponymie Elisabeth SchusterElisabeth Schuster: Die Etymologie der niederösterreichischen Ortsnamen. 3. Band, NÖ Landesarchiv, Wien 1994 führt den Namen Fladnitz auf ein Wort slawischer Herkunft zurück, das „sumpfiges Gelände“ oder „Sumpfwasser“ bedeutet und wohl dem hier gelegenen Quellgebiet des Kajabaches entspricht. Im 19. Jahrhundert war in der Flur Lüsse südlich des Ortes ein Teich verzeichnet, der zum Ort hin gestaut wurde.Franziszeischer Kataster (um 1820): Oberfladnitz und Gewässerfläche (auf maps.arcanum.com)

Geschichte Die älteste urkundliche Überlieferung stammt aus dem Jahr 1268.

Oberfladnitz dürfte ursprünglich zu Niederfladnitz gehört haben, bis gegen Ende des 14. Jahrhunderts die Brüder Ulrich und Jörg Pachleiter das Gut Oberfladnitz samt mehreren Lehen an Ulrich und Martin Eyczinger verkauften und später der Ortes als landesfürstliches Lehen an die Eyczinger gelangte. In der Folge wurde Oberfladnitz von Niederfladnitz abgetrennt. Friedrich Graf von Khevenhüller-Metsch erwarb 1724 die Herrschaft Oberfladnitz und vereinte diese 1731 mit der neu erworbenen Herrschaft Hardegg, zu der auch Niederfladnitz zählte.

Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 34 Häusern genannt, das nach Weitersfeld eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Prutzendorf zu Fronsburg besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus, besorgte die Konskription und hatte die Grundherrschaft inne.

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Oberfladnitz ein Gastwirt, eine Gemischtwarenhändlerin, ein Schmied, ein Wagner und mehrere Landwirte ansässig.Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 378

Um 1850 konstituierte sich der Ort als selbständige Ortsgemeinde, die sich am 1. Januar 1971 mit Fronsburg und Weitersfeld vereinigte und am 1. Januar 1972 die Gemeinde Sallapulka, bestehend aus den Ortschaften Heinrichsdorf, Nonnersdorf und Sallapulka, aufnahm.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

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