Arrast-Larrebieu ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Pyrénées-Atlantiques in der Region Nouvelle-Aquitaine. Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Oloron-Sainte-Marie und zum Kanton Montagne Basque (bis 2015: Kanton Mauléon-Licharre).

Die Bewohner werden Urrustoitars genannt. Der Name in der baskischen Sprache lautet Ürrüstoi-Larrabile.

Geographie Arrast-Larrebieu liegt circa 30 Kilometer nordwestlich von Oloron-Sainte-Marie in der historischen Region Soule, einer der drei historischen Territorien im französischen Teil des Baskenlands.

Umgeben wird der Ort von den Nachbargemeinden:

Arrast-Larrebieu liegt im Einzugsgebiet des Flusses Adour. Der Laxubie, auch Apaure genannt, ist ein Zufluss des Saison und entspringt im Ortsgebiet.

Geschichte Der Ort Arrast ist bereits im 13. Jahrhundert mit dem gleichen Namen im Kopialbuch von Bayonne erwähnt. Paul Raymond vermerkte die Erwähnung von Larrebieu unter dem Namen Larrebiu im Jahre 1384 durch einen Notar aus Navarrenx.

Im 14. Jahrhundert wird erwähnt, dass die Gemeinde ein Laienkloster in Verbindung mit dem Vicomte von Soule besitzt. Am 16. Oktober 1842 schlossen sich die Gemeinden Arrast und Larrebieu zur heutigen Kommune zusammen.

Einwohnerentwicklung Die Zahl der Einwohner ist kontinuierlich von 323 im Jahre der Vereinigung der früheren Gemeinden Arrast mit Larrebieu auf unter 100 gesunken.

Jahr19621968197519821990199920062009 Einwohner 173 144 128 131 123 105 103 102

Sehenswürdigkeiten Pfarrkirche, gewidmet Lucia von Syrakus. Am Ende des 19. oder Beginn des 20. Jahrhunderts wurden Teile der früheren Kirche neu gebaut. Der Glockengiebel ist ein typisches Beispiel für die Region Soule mit seinem charakteristischen Clocher trinitaire. Der Giebel weist drei Spitzdächer auf, jedes mit einem Kreuz versehen, als Symbol für die Dreifaltigkeit.

Kapelle von Larrebieu. Durch den Zusammenschluss der beiden Gemeinden im Jahre 1842 wurde die Kirche in Arrast zur Ortskirche und die ehemalige Kirche von Larrebieu zur Kapelle. Mit ihrem Glockengiebel und dem schiefergedeckten Vordach am Eingang zeigt sie zwei der für die Region typischen Elemente der Kirchenarchitektur.

Wirtschaft und Infrastruktur Wichtige Wirtschaftsfaktoren des Orts sind die Landwirtschaft und das Kunsthandwerk. Ein Kunsttischler und ein Polsterer haben ihren Betrieb in der Gemeinde.

Arrast-Larrebieu liegt in den Zonen AOC des Ossau-Iraty, ein traditionell hergestellter Schnittkäse aus Schafmilch, sowie der Schweinerasse und des Schinkens „Kintoa“.

Verkehr Arrast-Larrebieu wird durchquert von den Routes départementales 135 und 243.

Persönlichkeiten Michel d’Abbadie (1772–1832), Reeder

Weblinks

Website des Interessenverbands AOP Ossau-Iraty (französisch) Website der Filière de l’AOC Porc Basque (französisch) Arrast-Larrebieu auf der Karte von Cassini 1750

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in Nouvelle-Aquitaine Kategorie:Gemeindegründung 1842