Mp3skull war eine Website, die MP3-Dateien indexierte und zum direkten Download zur Verfügung stellte. Sie wurde 2010 gegründet und bot ihren Benutzern die Möglichkeit, unautorisierte Musikkopien herunterzuladen.

Im Jahr 2013 zählte MP3Skull zu Alexas Top-500-Websites. MP3Skull verlor zahlreiche Platzierungen in der Googlesuche, nachdem Google Websites mit urheberrechtlich geschützten Inhalten abstrafte. Im Februar 2016 wurde MP3Skull erfolgreich von RIAA und anderen Musiklabeln verklagt. MP3Skull wechselte zwischen zahlreichen anderen Domains. Im Oktober 2016 ging die Website endgültig offline.

Blockaden und Zensuren MP3Skull behauptete, den Richtlinien des DMCA zu folgen und alle gemeldeten, unter Copyright stehenden Dateien zu löschen. Am 17. April 2015 erging ein Gerichtsbeschluss gegen die Betreiber von MP3Skull. Die beteiligten Musikunternehmen verlangten eine Strafe von $520 Millionen und erwirkten einen Gerichtsbeschluss, um jede Domain, die im Zusammenhang mit der originalen MP3Skull Website steht, zu beschlagnahmen.

Es wurde vermutet, dass der Gerichtsbeschluss als eine Art Hintertür für die Musiklabel ausgestellt wurde, um SOPA damit außer Kraft zu setzen und weitere Domains und Website schließen zu können. Ähnliche Klagen gegen Hotfile und IsoHunt endeten damit, dass beide Sites geschlossen und Entschädigungen von 80 Mio. bzw. 110 Mio. Dollar gezahlt wurden.

Im Oktober 2015 wurde MP3Skull von der RIAA im USTR als notorische Musikpiraterie-Website genannt. Laut RIAA war MP3Skull die, zu der Zeit, meistbesuchte MP3-Website der Welt. Bis zum 9. Februar 2016 hatte RIAA insgesamt die Löschung von 1.769.414 URL auf mp3skull.com von Googles Suchergebnissen angefordert. RIAA hat die Website explizit sowohl auf deren Blog als auch in einem öffentlichen Forum ihres CEO Cary Sherman erwähnt.

Die Website wechselte zum Anfang 2015 ihre Hauptdomain von mp3skull.com das erste Mal zu mp3skull.to. Anschließend fanden zahlreiche andere Domainwechsel statt, die vermutlich aufgrund der von Google gemachten Aktionen und Rankingstrafen gegen MP3Skull vollzogen wurden.

Am 24. Februar 2016 gewann eine Gruppe namhafter RIAA-Labels eine Gerichtsverhandlung, die am 17. April 2015 eingereicht wurde. Die Labels hatten 148 Musiktitel aufgelistet, die unter ihrem Copyright standen, und verlangten $950.000 Schadensersatz für jeden dieser Titel. Der Anklage wurde von Marcia G. Cooke stattgegeben. Zusätzlich zum Schadensersatz erreichten die RIAA-Label eine Einstweilige Verfügung, mit der die Betreiber von MP3Skull daran gehindert werden sollten, weitere urheberrechtlich geschützte Musiktitel zu verbreiten. Seit dieser Entscheidung ist die Website offline.

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