Die Stephan war ein 1902 für die Norddeutschen Seekabelwerke gebauter Kabelleger.
Technische Daten Die Stephan wurde von Johann Schütte entworfen. Sie besaß fünf Decks sowie acht bis zum Spardeck reichende Schotten. Die Stephan war ausgestattet mit vier Kabeltanks, je zwei vor und je zwei hinter dem Deckshaus, mit Durchmessern von 11 bis 13 m und rund 6 m Tiefe, deren mittiger Konus als Trinkwassertank diente. Die Stephan hatte zur Kabelverlegung eine Doppel-Duplex-Maschine vorne und eine Bugrolle mit 1,2 m Durchmesser, mit denen die Kabel aufgenommen wurden. Von hier lief die Kabelführung an der Backbordseite, vorbei an den Kabeltanks zur achteren Kabelmaschine zum Auslegen. Die Kabelmaschinen, Seilrollen, Heckscheiben, zwei Dynamometer vorne und ein Dynamometer achtern wurden von Achgelis in Bremerhaven hergestellt.
Geschichte Das Schiff wurde 1902 beim Stettiner Vulkan gebaut. Der Stapellauf fand im Dezember 1902 statt. Das Schiff wurde am 1. März 1903 in Betrieb genommen.Daten und Bilder von der „Stephan“, History of the Atlantic Cable & Undersea Communications. Namensgeber des Schiffes war der Generalpostmeister des Reichspostamtes, Heinrich von Stephan. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Schiff von den USA übernommen, 1922 an die britische Telegraph Construction and Maintenance Company verkauft und im Jahr 1926 verschrottet.
Im Besitz der Norddeutschen Seekabelwerke wurden von der Stephan folgende Kabel verlegt: 1903: Emden – Azoren 1904: Azoren – New York, USA 1905: Manado, Niederländisch Ostindien – Yap – Guam – Shanghai 1906: Cuxhaven – Arendal, Norwegen 1907: Møn, Dänemark – Liepāja & Petersburg, Russland 1908: Triest – Pola – Sebenike 1910: Triest – Pola – Split 1910–11: Französisch-Guinea – Liberia – Elfenbeinküste 1913: Mundesley, England – Norderney 1913: Balboa – San Elena 1913: Balikpapan – Soerabaja, Niederländisch Ostindien 1913: Kema – Ternato, Niederländisch Ostindien
Fußnoten
Kategorie:Kabelleger Kategorie:Dampfmaschinenschiff Kategorie:AG Vulcan Stettin