mini|hochkant|Stadtwappen Dieser Artikel gibt die Einwohnerentwicklung von Wałbrzych/Waldenburg in der polnischen Woiwodschaft Niederschlesien tabellarisch und grafisch wieder.

Am 31. Dezember 2020 betrug die amtliche Einwohnerzahl für Wałbrzych 109.971. Die höchste Einwohnerzahl hatte Wałbrzych nach Angaben der GUS im Jahr 1991 mit 141.161 Einwohnern. Sie ist nach Breslau die zweitgrößte Stadt der Woiwodschaft Niederschlesien.

Übersicht Noch bis Ende des 19. Jahrhunderts war Waldenburg eine Kleinstadt und hatte 13.553 Einwohner im Jahr 1890. Mit der Industrialisierung der Waldenburger Gegend wuchs die Stadt Anfang des 20. Jahrhunderts zur Mittelstadt und die Einwohnerzahl stieg in den 1930er Jahren über 60.000 Einwohner an.

Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Waldenburg unter polnische Verwaltung gestellt und man begann mit der systematischen Vertreibung der deutschen Bevölkerung und der Ansiedlung polnischer Siedler. Zudem siedelte man in Wałbrzych und anderen Städten Niederschlesiens direkt nach dem Krieg viele Juden an, 1947 waren es 9600, kurz darauf etwa 5000, die zunächst in der Stadt sesshaft blieben. Erst Mitte der 1950er Jahre nahm die Zahl der Juden wieder ab.Wirtualny Sztetl Da die deutsche Bevölkerung für die Industrie bzw. den Bergbau gebraucht wurde, hielt man bis Mitte der 1950er Jahre einen Teil der Deutschen in der Industriegegend zurück. Diese hatten sogar besondere Privilegien, durften Vereine gründen, deutschsprachigen Unterricht durchführen und sie hatten die Möglichkeit, DDR-Bürger zu werden.Landesregierung Nordrhein-Westfalen: Danach begann die Aussiedlung der meisten, ein geringer Teil blieb jedoch dort.

Als wichtiger Industriestandort wuchs die Stadt auch nach dem Zweiten Weltkrieg weiter stark an und man überschritt in den 1950er Jahren die Grenze zur Großstadt. Bis zur Wende stieg die Einwohnerzahl auf etwa 140.000. Seitdem ist die Bevölkerungszahl rückgängig.

Einwohnerentwicklung 1875 – 11 307 1880 – 12 063 (darunter 328 Juden) 1890 – 13 553 (darunter 253 Juden) 1925 – 44 111 1933 – 46 986 (darunter 195 Juden) 1939 – 64 136 1946 – 72 976 (Volkszählung) 1950 – 93 842 (Volkszählung) 1955 – 110 267 1960 – 117 209 (Volkszählung) 1961 – 119 800 1962 – 120 800 1963 – 122 700 1964 – 124 300 1965 – 125 287 1966 – 126 100 1967 – 125 900 1968 – 126 100 1969 – 126 000 1970 – 125 200 (Volkszählung) 1971 – 124 804 1972 – 125 600 1973 – 127 400 1974 – 127 701 1975 – 128 064 1976 – 128 800 1977 – 129 800 1978 – 132 100 (Volkszählung) 1979 – 132 900 1980 – 133 549 1981 – 134 299 1982 – 135 674 1983 – 137 401 1984 – 138 037 1985 – 138 653 (darunter etwa 250 Juden) 1986 – 140 405 1987 – 141 077 1988 – 141 033 (Volkszählung) 1989 – 141 139 1990 – 141 011 1991 – 141 161 1992 – 140 595 1993 – 140 294 1994 – 140 022 1995 – 139 219 1996 – 138 597 1997 – 137 829 1998 – 136 923 1999 – 135 733 2000 – 134 720 2001 – 133 713 2002 – 129 724 (Volkszählung) 2003 – 128 809 2004 – 127 566 2005 – 126 465 2006 – 124 988 2007 – 123 635 (darunter etwa 40 Juden) 2008 – 122 411 2009 – 121 363 2010 – 120 197 2011 – 119 955 2012 – 119 171 2013 – 117 926 2014 – 116 691 2015 – 115 453

+ Jahr Einwohner Anmerkungen 2016 114 568 2017 113 621 2018 112 594 2019 111 356 2020 109 971

Grafiken

Alterspyramide mit der Altersstruktur der Stadt für das Jahr 2014 (Frauen in blau und Männer in schwarz):690x480px

Stadtfläche 1995 - 84,79 km² 2006 - 84,70 km²

Nationalitäten Die Volkszählung aus dem Jahr 2002„Mniejszości według województw, powiatów i gmin w 2002 r.“, Ergebnisse der GUS ergab folgendes Ergebnis bei einer Einwohnerzahl von 130.268:

Nationalität (Ethnie) Anzahl Prozentzahl polnisch 125.840 96,6 % deutsch 113 0,09 % Roma 43 0,03 % ukrainisch 14 0,01 % russisch 28 0,02 %

2002 war nur die Nennung einer Nationalität möglich.

Literatur Roczniki statystyczne GUS Roczniki demograficzne GUS Bank danych regionalnych GUS „Ludność. Stan i struktura w przekroju terytorialnym“

Einzelnachweise

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