Geislareuth ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Mistelgau im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern). Geislareuth liegt in der Gemarkung Seitenbach.
Geografie Der Weiler liegt am Fuße des Brunnberges (, 0,5 km südlich). 0,5 km westlich liegt das Waldgebiet Ottenreut, 0,5 km östlich das Waldgebiet Alte Reut. Nördlich des Ortes fließt der Feilbrunnenbach (auch Seitenbach genannt), ein rechter Zufluss der Truppach. Ein Anliegerweg führt 0,6 km weiter nördlich zur Staatsstraße 2186 zwischen Obernsees und Engelmeß.
Geschichte 1386 wurde der Ort als „Gisilinruite“ schriftlich erwähnt. Im Landbuch des burggräflichen Amtes Bayreuth von 1398 wurde der Ort „Geyselnreut“ genannt. Das Grundwort des Ortsnamens -reuth verweist auf Landgewinnung durch Rodung, das Bestimmungswort gibt den Gründer des Ortes an, einen „Gisiler“ bzw. „Gisilo“, beides sind männliche Personennamen germanischen Ursprungs. Der Ort bestand 1398 bereits aus zehn Lehen, das heißt aus zehn Höfen. Hinzu kamen eine Mühle und das Anwesen Göritzen.C. Schimpf: Busbach, S. 266.
Zur Realgemeinde Geislareuth gehörten Eschenmühle und Göritzen. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Geislareuth aus acht Anwesen (2 Halbhöfe, 2 Viertelhöfe, 4 Sölden). Die Hochgerichtsbarkeit stand dem bayreuthischen Stadtvogteiamt Bayreuth zu. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft hatte Hofkastenamt Bayreuth.R. Winkler: Bayreuth, S. 358.
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Bayreuth. Mit dem Gemeindeedikt wurde Geislareuth dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Mistelgau zugewiesen. Zugleich entstand Ruralgemeinde Geislareuth, zu der Eschenmühle und Göritzen gehörten. Mit dem Gemeindeedikt von 1818 erfolgte die Umgemeindung nach Seitenbach.R. Winkler: Bayreuth, S. 483. Am 1. Januar 1972 wurde Geislareuth im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Gemeinde Mistelgau eingegliedert.
Einwohnerentwicklung Jahr 1819 1822 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 70 60 60 55 60 55 46 50 40 32 40HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 9 9 8 7 6 8 9 Quelle
Religion Geislareuth ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Peter und Paul (Busbach) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ortsteil von Mistelgau Kategorie:Weiler im Landkreis Bayreuth Kategorie:Ersterwähnung 1386 Kategorie:Gemeindegründung 1812 Kategorie:Gemeindeauflösung 1818