mini|Innenaufnahme der Hall-of-Fame-Ausstellung in Colorado Springs (2014) Die United States Olympic & Paralympic Hall of Fame ist die Ehrenhalle für die besten US-amerikanischen Teilnehmer an Olympischen und Paralympischen Spielen sowie für weitere Personen, die sich um die Entwicklung des olympischen Sports in den Vereinigten Staaten verdient gemacht haben. Sie wurde 1979 vom United States Olympic Committee gegründet. Die ersten Mitglieder wurden 1983 aufgenommen. Zwischen 1992 und 2003 kam es zu keinen Neuaufnahmen, 2004 wurde die Ehrenhalle wiederbelebt. Sie umfasst inklusive der 2022 aufgenommenen Sportler 129 Teilnehmer an Olympischen und Paralympischen Spielen, 13 Mannschaften, 6 Trainer, und 20 Special Contributors (beispielsweise Sportfunktionäre und Reporter). Seit 2020 ist eine Ausstellung zur Hall of Fame Teil des United States Olympic & Paralympic Museums in Colorado Springs.
Historische Entwicklung Gründungsmitglieder der Hall of Fame 1983 Pl.Name Pkt. 1 Jesse Owens 5273 2 Mark Spitz 4804 3 Jim Thorpe 4276 4 Eric Heiden 3600 5 Al Oerter 3418 6 Bob Mathias 3311 7 Babe Didrikson 2812 8 Wilma Rudolph 2734 9 Johnny Weissmuller 2719 10 Eishockeyteam 1980 2032 11 Rafer Johnson 2021 12 Don Schollander 1961 13 Bob Beamon 1820 14 Dick Button 1683 15 Ray Ewry 1588 16 Muhammad Ali 1422 17 Bob Richards 1262 18 Harrison Dillard 1073 19 Edward Eagan 933Peggy Fleming 933 Avery Brundage außerKonkurrenz Die Idee einer Ruhmeshalle für olympische Sportler entstand 1979 in Anlehnung an ähnliche bereits existierende Einrichtungen im Football oder Basketball. An der Planung beteiligt waren das United States Olympic Committee (USOC) und Coca-Cola als erster Hauptsponsor. Sportpolitische Entwicklungen um den Boykott der Olympischen Spiele 1980 in Moskau verzögerten die Umsetzung des Projektes.Larry Eldridge: US Olympic Hall of Fame -- an idea whose time is here. In: The Christian Science Monitor. 30. August 1982. 1982 begann ein Gremium von USOC-Vertretern und Sportjournalisten der National Sportscasters and Sportswriters Association mit der Nominierung der ersten Hall-of-Fame-Kandidaten. Die 21 ausgewählten Gründungsmitglieder (vollständige Liste rechts) wurden im Oktober 1983 in Chicago mit einer Zeremonie in die Ruhmeshalle eingeführt. Am meisten Stimmen erhielt der Sprint- und Weitsprungolympiasieger von 1936 Jesse Owens vor dem neunfachen Goldmedaillengewinner im Schwimmen Mark Spitz.Wilma Rudolph one of 20 inducted into Hall of Fame. In: Indianapolis Recorder. 8. Oktober 1983, S. 12. Abgerufen via newspapers.library.in.gov am 20. Dezember 2021.
In den folgenden neun Jahren wurden jährlich zwischen vier und elf Mitglieder in die Hall of Fame aufgenommen, sodass sie bis 1992 auf über 80 Mitglieder anwuchs. Neben Olympiasiegern – der Gewinn einer Goldmedaille war ausdrückliches Aufnahmekriterium für SportlerLarry Eldridge: Tough decisions, controversy mark Olympic Hall of Fame voting. In: The Christian Science Monitor. 6. April 1984. – zählten dazu auch sogenannte Special Contributors wie der langjährige Präsident des Internationalen Olympischen Komitees Avery Brundage (1983 aufgenommen) oder der Sportreporter Jim McKay (1988 aufgenommen). 1988 wurde zudem eine Veteranen-Kategorie (später umbenannt in Legenden) eingeführt, um Athleten zu würdigen, die ihre olympischen Erfolge vor 1948 feierten.U.S. Olympic Hall of Fame class of 1988 announced in New York by Coca-Cola USA. In: PR Newswire, 26. Mai 1988, S. 0526NY80. Abgerufen am 20. Dezember 2021 via Gale General OneFile. Seit 1989 waren auch bereits aufgenommene Sportler an der Auswahl neuer Mitglieder beteiligt.USOC, Coca-Cola announce nominees for U.S. Olympic Hall of Fame's 10th anniversary class. In: PR Newswire, 27. Juni 1989, S. 0627AT001. Abgerufen am 20. Dezember 2021 via Gale General OneFile.
Nach einer zwölfjährigen Pause, bedingt durch den Rückzug von Coca-Cola als Geldgeber 1992,Lynn Zinser: A hollow hall USOC vows it will start inducting new members into Hall. In: The Gazette. 8. August 1999, S. SP1. Abgerufen am 21. Dezember 2021 via ProQuest. wurde die Olympic Hall of Fame 2004 mit Allstate als neuem Hauptsponsor wiederbelebt.Steve Woodward: Allstate, Kimberly-Clark back hall of fame’s revival. In: Sports Business Journal. 22. Dezember 2003. Der Rollstuhltennisspieler Randy Snow wurde als erster paralympischer Sportler bei der Auswahl berücksichtigt. Die Ruhmeshalle wuchs in den Jahren 2006, 2008, 2009, 2012, 2019 und 2022 weiter an: 2024 umfasste sie 129 Teilnehmer an Olympischen und Paralympischen Spielen, 13 Mannschaften, 6 Trainer, und 20 Special Contributors. Seit den 2000er-Jahren ist die Öffentlichkeit in Form einer Online-Abstimmung an der Kür neuer Mitglieder beteiligt (aus einer von einem Komitee getroffenen Vorauswahl). Das USOC zählte dabei sowohl 2009 als auch 2012 nach eigenen Angaben mehr als 100.000 Stimmen.; Phil Rogers: Star Olympians Racing to Fame in Chicago auf nbcchicago.com. 1. Juli 2009; Tom Degun: Legends honoured in US Olympic Hall of Fame Class of 2012 auf insidethegames.biz. 16. Mai 2012. Mit der im Sommer 2019 erfolgten Umbenennung des United States Olympic Committees in United States Olympic & Paralympic Committee (USOPC) wurde auch der offizielle Name der Hall of Fame erweitert.Michael Pavitt: USOC announces name change to United States Olympic and Paralympic Committee auf insidethegames.biz. 21. Juni 2019. Abgerufen am 20. Dezember 2021.
Die United States Olympic & Paralympic Hall of Fame war lange Zeit im Besucherzentrum des USOPC in Colorado Springs angesiedelt, nachdem 1991 ein Plan zur Errichtung eines eigenen Gebäudes am gleichen Ort aus Kostengründen gescheitert war.Brent Briggeman: Colorado Springs' role in the Olympic movement leads to opening of museum: Timeline. In: The Gazette. 30. Juli 2020. 2020 eröffnete – ebenfalls in Colorado Springs – das United States Olympic & Paralympic Museum, in dem eine Dauerausstellung zur Hall of Fame zu sehen ist.Fact Sheet auf usopm.org. 20. Juli 2020. Abgerufen am 20. Dezember 2021.
Aufnahmekriterien Die Hall of Fame besteht (Stand 2024) aus fünf Kategorien, für die unterschiedliche Aufnahmekriterien gelten. Alle erbrachten Vorschläge (etwa von nationalen Verbänden oder auch von Fans) werden von einem Komitee geprüft, dem unter anderem Sportler- und Medienvertreter sowie Funktionäre angehören. Das Komitee wählt aus den Vorschlägen eine Gruppe von Personen aus, über die dann von Sportlern, nationalen Verbänden und Fans abgestimmt wird. Eine Rolle bei der Nominierung spielen nicht nur die sportlichen Leistungen, sondern auch der Charakter der Vorgeschlagenen sowie ihre Beiträge abseits des Sports.Nomination Criteria auf teamusa.com. Abgerufen am 9. Dezember 2024.
Die folgenden fünf Kategorien finden Berücksichtigung (Stand 2024): Olympians und Paralympians: Teilnehmer an Olympischen und Paralympischen Spielen, die vom aktiven Sport zurückgetreten sind und bei denen mindestens vier Jahre seit ihrer letzten Teilnahme vergangen sind. Athleten aus Teamsportarten können nur aufgenommen werden, wenn sie bei mindestens zwei Spielen eine Medaille gewonnen haben. Legenden: Olympia- und Paralympics-Teilnehmer, bei denen mindestens 24 Jahre seit ihrer letzten Teilnahme an Spielen vergangen sind. Teams: zwei oder mehr Athleten, die bei Olympischen oder Paralympischen Spielen als Einheit aufgetreten sind und bei denen mindestens vier Jahre seit ihrer letzten Teilnahme vergangen sind. Trainer: Betreuer einer US-Delegation bei Olympischen oder Paralympischen Spielen, bei denen mindestens vier Jahre seit ihrer letzten Teilnahme vergangen sind. Special Contributors: Personen, die außergewöhnlich zur olympischen oder paralympischen Bewegung in den Vereinigten Staaten beigetragen haben. Ausgenommen sind aktuelle Mitglieder des Nationalen Olympischen Komitees.
Die Regeln von 2024 sehen vor, dass zu jeder Aufnahmeeinheit (hall of fame class) fünf Olympians, drei Paralympians, zwei Legenden, zwei Teams (eines paralympisch und eines olympisch), ein Trainer und ein Special Contributor gehören.Hall of Fame – Frequently Asked Questions auf teamusa.com. Abgerufen am 9. Dezember 2024.
Mitglieder der Hall of Fame Athleten Die folgende Tabelle führt mit Stand 2024 die 11 paralympischen und 118 olympischen Sportler – inklusive Legenden – auf, die in die Hall of Fame aufgenommen wurden. Die am häufigsten vertretene Sportart ist Leichtathletik (mit 46 Athleten) vor Schwimmen (mit 19 Athleten). Die einzigen unter den aufgenommenen Sportlern, die keine olympische Goldmedaille holten, sind die Weitspringerin Willye White, die Eiskunstläuferin Michelle Kwan sowie der 200-Meter-Läufer John Carlos.
Hinweise: Die Spalte Heimatstadt vermerkt nicht notwendigerweise den Geburtsort eines Sportlers, sondern die Hometown wie sie im Profil des Athleten in der Hall of Fame ausgewiesen ist. In den meisten Fällen ist das die Stadt, in der er aufgewachsen ist und die High School besucht hat. In der Spalte Medaillen sind die Gold-, Silber- und Bronzemedaillen (in der Form G-S-B) aufgeführt, die ein Sportler bei Olympischen oder Paralympischen Spielen gewonnen hat. Die Jahreszahlen darunter geben das erste und das letzte Jahr an, in dem er an Olympischen oder Paralympischen Spielen teilgenommen hat. Schließlich verzeichnet die Spalte Leistungen und Anmerkungen auszugsweise aus der Biographie in der Hall of Fame besondere sportliche Leistungen des Athleten sowie außerdem biographische Details, wenn sie für die Würdigung des Sportlers relevant sind. Die Liste ist sortierbar: Durch Anklicken eines Spaltenkopfes wird die Liste nach dieser Spalte sortiert, zweimaliges Anklicken kehrt die Sortierung um. Durch das Anklicken zweier Spalten hintereinander lässt sich jede gewünschte Kombination erzielen.