Heisenstein (oberfränkisch: HasnstahE. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 200. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „hāsnstāⁿ“.) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Eckersdorf im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern). Heisenstein liegt in der Gemarkung Neustädtlein am Forst.
Geografie Unmittelbar nördlich der Einöde fließt der Röttelbach, ein linker Zufluss des Roten Mains. 0,75 km westlich befindet sich der Forst von Neustädtlein. Ein Anliegerweg führt zur Kreisstraße BT 16 (0,2 km östlich), die nach Pleofen (0,3 km nordwestlich) bzw. an Simmelbuch vorbei nach Neustädtlein verläuft (2 km südöstlich).
Ortsname und Geschichte Der Ort wurde 1697 als „Heißenstein“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname leitet sich von einem gleichlautenden Flurnamen ab, dessen Bedeutung bislang ungeklärt ist. Vermutlich ist der Ortsname älter als der Ort selbst. Er könnte auf eine Art Versammlungs- oder Gerichtsort nach mittelalterlichen Rechtsbräuchen hinweisen. Man wurde an diesen Ort geheißen, erhielt also Anweisungen. 1727 bestand Heisenstein aus zwei Söldengütlein.E. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 57. Der Ort gehörte zur Realgemeinde Pleofen und befand sich im Fraischbezirk des Stadtvogteiamtes Bayreuth. Grundherr der beiden Anwesen war das Kasten- und Stadtvogteiamt Bayreuth.E. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 128. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Heisenstein 3 Anwesen (2 Söldengüter, 1 Haus). Die Steuer wurde vom Hofastenamt Bayreuth verwaltet und ging an die Pfarrei Neustädtlein am Forst.R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 601.
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Bayreuth. Mit dem Gemeindeedikt wurde Heisenstein 1811 dem Steuerdistrikt Busbach und 1812 der Ruralgemeinde Busbach zugewiesen. Infolge des Zweiten Gemeindeedikts (1818) wurde der Ort in die neu gebildete Ruralgemeinde Neustädtlein am Forst umgemeindet.R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 769. Bei der Vergabe der Hausnummern erhielten die beiden Anwesen die Nummern 12 und 13 des Ortes Pleofen.Heisenstein im BayernAtlas (Bayerische Uraufnahme) Am 1. Juli 1972 wurde Heisenstein im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Gemeinde Eckersdorf eingegliedert.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2016 20212024Einwohner 7 15 13 7 10 14 6 5 3 3 44HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 2 2 2 2 2 1 Quelle
Religion Heisenstein ist evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Johannes der Täufer (Neustädtlein am Forst) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ortsteil von Eckersdorf Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Bayreuth Kategorie:Ersterwähnung 1697